Angemessener Preis für eine Parabellum 06/29

  • Hallo


    Ich hab mal gehört, dass in den Jahren 40/41 300 private Paras an die Armee geliefert worden sein sollen. Dies um kurzfristig den Fehlbestand zu kompensieren der durch die neu eingeführte Bewaffnung der Luftschutzoffiziere entstand. Eventuell was in die Richtung?


    Grüsse

    "Ehrhaft ist, wer wehrhaft ist!" Im 18.Jahrhundert erlaubten die Kantone Bern, Solothurn, Schaffhausen und Glarus das Heiraten nur, wenn der Bräutigam eine Waffe besass.

  • Ich habs auch von dort... Aber kein Anspruch auf Richtigkeit meinerseits! Allerdings machte dieser Herr auf mich einen sehr kompetenten Eindruck. Hab mir meinen 78er Revolver dort geangelt...


    Grüsse

    "Ehrhaft ist, wer wehrhaft ist!" Im 18.Jahrhundert erlaubten die Kantone Bern, Solothurn, Schaffhausen und Glarus das Heiraten nur, wenn der Bräutigam eine Waffe besass.

  • Das kann - falls es sich tatsächlich so abgespielt hat - auch wieder verschiedene Gründe haben. Der Zeughäusler hat sich vielleicht gedacht, da sei ja schon ein P... :thumbsup:

    "Ehrhaft ist, wer wehrhaft ist!" Im 18.Jahrhundert erlaubten die Kantone Bern, Solothurn, Schaffhausen und Glarus das Heiraten nur, wenn der Bräutigam eine Waffe besass.

  • Ich habe noch drei interessante 06/29 bei einem Auktionshaus in Wien gefunden:


    P25709 von 1941 und P25839 von 1942, beide ebenfalls mit dem Stempel von Maj. Mühlemann


    P25908 von 1942/43 mit dem Stempel von Maj. Hauri (offenbar dem Nachfolger von Maj. Mühlemann)


    Wenn man die Bilder abspeichert und vergrössert, kann man die Stempel noch besser erkennen.
    Einen "P"-Stempel finde auf den vorhandenen Bildern nicht, wobei leider die Frontseiten der Abzugsbügel nicht abgebildet sind.


    Dies könnte wohl ein Hinweis sein, dass auch noch nach 1941 produzierte Privatmodelle an die Armee geliefert wurden.

  • Also:
    Ich habe mal wahllos fünf meiner P06/29 aus der Schublade genommen, inkl. einer P-Version im Bereich 254xx. Hier die Resultate:


    - Eine P-Version P.25207 hat eine Mühlemann-Abnahme (Kreuz über M, im Rechteck) rechts vorne auf dem Griffstück
    - Eine Armeeversion 61160 hat eine Mühlemann-Abnahme (Kreuz über geschwungenem M) links auf dem Griffstück vor der Waffennummer (gleiche Abnahme wie auf der P 06/29 von Blackhawk)
    - Eine Armeeversion 77237 hat ein W+F Zeichen links vor der Nummer auf dem Griffstück
    - Eine Armeeversion 51877 hat ein eine Mühlemann-Abnahme (Kreuz über M, im Rechteck) links vor der Nummer auf dem Griffstück
    - Eine Armeeversion 53845 eine Mühlemann-Abnahme (Kreuz über M, OHNE Rechteck) links vor der Nummer auf dem Griffstück



    Somit wage ich zu behaupten, dass die verschiedenen Mühlemann-Abnahmen sich zeitlich unterscheiden und keinen Rückschluss auf den Armeeeinsatz gemacht werden kann.

  • Wahrscheindlich ist das so... Ich weiss wie gesagt auch nicht, woher die Info ursprünglich stammt... Was ich am ganzen am wenigsten verstehe ist der "dislike" wie man neudeutsch so schön sagt...?


    Grüsse

    "Ehrhaft ist, wer wehrhaft ist!" Im 18.Jahrhundert erlaubten die Kantone Bern, Solothurn, Schaffhausen und Glarus das Heiraten nur, wenn der Bräutigam eine Waffe besass.

  • Somit wage ich zu behaupten, dass die verschiedenen Mühlemann-Abnahmen sich zeitlich unterscheiden und keinen Rückschluss auf den Armeeeinsatz gemacht werden kann.

    Deine Schlussfolgerung kann ich nicht nachvollziehen.


    Du hast drei Armeeversionen mit Mühlemann-Abnahmen zwischen ca. 1934 - 1941, eine mit W+F Zeichen von ca. 1945. Gemäss zwei Quellen wurde der Mühlemann-Stempel von 1913 bis 1941 verwendet. 1942 wurde offenbar kurzfristig der Stempel von Haupt./Maj. Hauri (Kreuz über H) eingesetzt.
    Weiter eine P25207 (wann hergestellt?) ebenfalls mit Mühlemann-Stempel. Dies scheint mir soweit alles gut zu passen.


    Die P-254xx hast Du vergessen, wie ist sie gestempelt und wann wurde sie produziert? Meine Waffe Nr. 25436 wäre gemäss Liste auf Deiner Seite von 1938, ist aber mit 6.40 gestempelt.


    Interessant wär noch zu wissen, ob Deine Privatversionen ein Privatisierungs-P haben.


    Ich weiss nicht, was ich daraus machen soll, ein klares Argument gegen einen Armeeinssatz sehe ich hier aber auch nicht.


    Was ich am ganzen am wenigsten verstehe ist der "dislike" wie man neudeutsch so schön sagt...?

    PS: Das "Dislike" ist merkwürdig, es hatte plözlich auch eines von mir, ich konnte es in ein "Like" umwandeln :D

  • Wenn ich schreibe, dass keine Rückschlüsse auf einen Armeeeinsatz getätigt werden können, dann heisst das einfach, dass ein allfälliger Einsatz durch die Stempelungen von Mühlemann weder bewiesen noch widerlegt werden kann.


    Vielleicht grabe ich meine anderen P 06/29 noch aus; die sind aber im "Lager".


    Die vorliegende P-Version hat keinen Privatisierungsstempel.