Uberti Navy Conversion

  • Hallo Fachleute der Western-Schießeisen.


    Ich möchte meine Sammlung mit einer Uberti 1851 Navy Conversion erweitern.
    Soweit so gut, ist ja einfach beim Händler zu bestellen.
    Was ich jedoch gerne wüsste, ob man den Lauf 1:1 mit einem Navy Perkussion tauschen kann?
    Sinn und Zweck ist es, die Optik der Waffe an jene von Clint Eastwood anzugleichen und auch wieder Rückbauen zu können.
    Sollte von den Kaliberdurchmessern eigentlich funktionieren (.36VL zu .38Sp - 9,12mm-9,14mm).



    Grüße aus Österreich

  • Geht leider nicht.
    Bei den Uberti-Conversions sind Rahmen, Trommel und Lauf übermaßig angelegt.
    Entsprechende Teile von Perkussionsrevolvern sind nicht kompatibel.
    Uberti fertigt neben der 1851 Navy-Conversion auch den s.g. "Man with no Name"-Revolver in .38 Colt/Spez., in Anlehnung an die Italo-Western mit Clint.
    Das Teil kommt Deinen Vorstellungen evtl. näher?
    Long Johns Wolf

    Warnhinweis: "Centauren machen süchtig" Zitat Erik Fridjoffson FROCS #44

  • Danke für die Info, Long John.
    Das ist natürlich schade, hätte schon gerne die authentische Version des Richard-Mason und dann als Option den Eastwoodschen gehabt.
    Die Frage ist, ob ich den in Österreich überhaupt bekomme. Der ist auf der Uberti-Homepage nicht gelistet. Nur bei Hege gibt's den. Mal sehen.
    Ganz so unauthentisch ist er ja nun auch wieder nicht. Kann ja durchaus sein, dass ein Büxer im Pioniersgebiet einen Navy derart umgebaut hat - Conversion Marke Eigenbau.
    Wäre zwar unlogisch, aber immerhin möglich.


    Andere Frage: Gibt's irgendwo in Deutschland den Conversionkit ala Kirst-Converter zu kaufen?

  • Die Lieferlage zu den Kirst-Conversion-Kits ist mir unbekannt.
    Aber ich kenne einen Büchsenmachermeister in Österreich, der Dir einen Uberti Colt 1851 Navy in eine maßgerechte und historisch korrekte Conversion umbaut. Der hat für mich eine Reihe von Centaure convertiert.
    Long Johns Wolf

    Warnhinweis: "Centauren machen süchtig" Zitat Erik Fridjoffson FROCS #44

  • Das hört sich sehr interessant an!!
    Kannst du mir den Kontakt zu dem Händler geben?
    Was hat er denn für einen solchen Umbau verlangt? Hast du Fotos zum angeben? ;)


    Ich hab mal bei meinem Händler vor Ort angefragt, er muss erst beim Großhandel anfragen bezüglich des Uberti's. Mal sehen, wenns die Man with no Name Edition in Österreich auch zu beziehen gibt, ist das ne Coole Sache. Und dann als Pendant dazu vom Büxi eine originalgetreue Conversion dazu... ::c.o.l)

  • Hier ist ein Bild von zwei Uberti-Perkussionsrevolvern - 1860er und 1851er - die besagter Büma convertiert hat.
    Long Johns Wolf

    Dateien

    • 1-FIL17218.JPG

      (318,72 kB, 33 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    Warnhinweis: "Centauren machen süchtig" Zitat Erik Fridjoffson FROCS #44

  • Sehr schöne Arbeit!!! Bin ich schon gespannt auf sein Angebot.
    Hat er die weißen Grips gemacht? Kunststoff oder gar echtes Elfenbein?
    Bin ja ein wenig ein Freak was das basteln von Griffen angeht. Meine Waffen haben fast alle
    selbst gemachte Griffschalen (meist in weiß).


    Welches Kaliber haben die beiden? .38WCF der Navy und .44WCF der Army?

  • Danke für das Angebot, aber ich will den kompletten Revolver inklusive Poncho. Die Schlange als Inlay in Silber habe ich schon in Tschechien gefunden, aber ich brauch das Knalleisen dazu.


    Gruss!
    Mitr

    Ich bin immun gegen Marketing. Aus diesem Grunde trinke ich kein Red Bull und habe keine Waffen von H+K!

  • Euch ist aber schon klar, dass diese "Man with no name" Dings KEIN hist. Vorbild hat?


    Uberti hat auf den Open Top Rahmen und die Trommel in .38 Spez einen entspr. Lauf verpasst. Das war dann. Da stimmt hinten und vorne nicht.


    DSC_0149.jpg


    Hier sind 2 pics von dem Navy den Clint Eastwood in "The Good The Bad and The Ugly" nutze:


    conv1.jpg



    conv2.jpg

    ---------------
    Ike Godsey


    --- Just a grumpy old man with a gun ---

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Ike Godsey ()

  • Euch ist aber schon klar, dass diese "Man with no name" Dings KEIN hist. Vorbild hat?


    Uberti hat auf den Open Top Rahmen und die Trommel in .38 Spez einen entspr. Lauf verpasst. Das war dann. Da stimmt hinten und vorne nicht.


    Das ist mir absolut klar!
    Die Sergio Leone Western, speziell die Dollar Triologie gehört in meine Jugendzeit und diese Waffen waren für mich damals (und heute erst rewcht) Kult! Ist in etwa Gleiche wie ich an der kommenden Lausanner Waffenbörse die Augen nach einem Spaghetti - Colt in .357 offen halten werde. Ich habe zwar ein klaibergleiches 2. Generation Modell von Colt, aber mit dem Italiebner zusammen mit seiner farbigen Bunthärtung und den hellen Holzgriffschalen bildet er ein hübsches ungleiches Pärchen.


    Mitr

    Ich bin immun gegen Marketing. Aus diesem Grunde trinke ich kein Red Bull und habe keine Waffen von H+K!

  • Euch ist aber schon klar, dass diese "Man with no name" Dings KEIN hist. Vorbild hat?


    Uberti hat auf den Open Top Rahmen und die Trommel in .38 Spez einen entspr. Lauf verpasst. Das war dann. Da stimmt hinten und vorne nicht.


    Yup, das ist sicherlich wahr! So eine Conversion hats maximal als Marke Eigenbau gegeben.
    Jedoch würde ein aufwändiger Umbau im Hinteren Bereich der Waffe ohne einen Ausstoßer wenig Sinn machen. Aber immerhin wäre es ja möglich gewesen.
    Auch der Uberti Richard-Mason ist historisch nicht korrekt nachgebaut, was ich so an Infos nun zusammengetragen habe.


    Da hats Uberti im Detailbereich nicht so mit historisch Korrekt sein. (Siehe der 1875er Army Outlaw mit seiner Achsensicherung, etc...)


    Aber wie Mitr es schon ansprach - beim Eastwood'schen Navy geht's nur um Kult - so trug auch Lee Van Cleef einen Remington mit Perkussionszündung und gleichzeitig Patronen am Revolvergurt.


    Eine nützliche Website zu diesem Thema ist:
    http://www.imfdb.org/wiki/Category:Western_Movie
    Falls diese Site nicht ohne hin schon bekannt ist.

  • Die Schlange als Inlay in Silber habe ich schon in Tschechien gefunden, ...
    Gruss!
    Mitr

    Kannst du mir diese Bezugsquelle nennen? In Silber sehen die Dinger noch schöner aus als in Zinn.



    Zum Conversion - Revolver:
    Ich hab mich nun für einen Uberti Open Top Army in .38Sp entschieden.
    Den Navy lass ich mir mal machen, wenn ich genug gespart habe.
    Der Open Top stand auf meiner Liste und ist einstweilen für mich persönlich die bessere Entscheidung.
    Den Conversion will ich mir machen lassen, das kostet dann aber ne Kleinigkeit und dafür muss noch gespart werden.
    Die Wahl des Kalibers beruht auf dem Aspekt der Sicherheit bezüglich des Open Top Systems und weil ich kein Wiederlader bin. (Egal ob .45LC oder .38Sp - beide Kaliber sind historisch nicht korrekt)

  • Ich hab mich nun für einen Uberti Open Top Army in .38Sp entschieden.
    Den Navy lass ich mir mal machen, wenn ich genug gespart habe.
    Der Open Top stand auf meiner Liste und ist einstweilen für mich persönlich die bessere Entscheidung.
    Den Conversion will ich mir machen lassen, das kostet dann aber ne Kleinigkeit und dafür muss noch gespart werden.
    Die Wahl des Kalibers beruht auf dem Aspekt der Sicherheit bezüglich des Open Top Systems und weil ich kein Wiederlader bin. (Egal ob .45LC oder .38Sp - beide Kaliber sind historisch nicht korrekt)


    Ähm ja, aber es gibt den Open Top doch auch im fast hist. korrektem Kaliber .44 - wenn auch COLT und nicht Stetson Henry Flat, was ne Randfeuer wäre.


    Hier hast du zwei aus meiner Sammlung im Direktvergleich. Der 7 1/2er ist ein Original COLT Open Top in .44 RF, der 5 1/2er ist ein Uberti in .44 Colt:


    Ikes Open tops.jpg


    Ikes Open Tops 2.jpg
    Was die Größenverhältnisse der Uberti Repliken zu den Originalen betrifft, so stimmt es shon, Uberti hat bei den meisten Conversions eine "Nitro-Zugabe" beim Material gemacht. Rühmliche Ausnahme ist der Uberti Open Top - hier sind die Teile mit dem Original Open Top austauschbar.


    Manko auch hier wieder, der Griffrücken. Wer genau hinsieht kann erkennen, dass die Krümmung des Griffrückens beim Original anders ist, als bei der Replik.


    Wenn es um Movie Guns geht, hier ist Tom Sellecks Open Top, aus dem Film Crossfire Trail (Der Weg Nachhause):


    selleck1.jpg

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    Ike Godsey


    --- Just a grumpy old man with a gun ---

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  • Ähm ja, aber es gibt den Open Top doch auch im fast hist. korrektem Kaliber .44 - ...

    Erstmal ein DANKESCHÖN für die schönen Bilder aus deiner Sammlung - beneidenswert!!!!!!!


    Auf der Homepage von Uberti gibt's nur noch die beiden Kaliber .38Sp und .45LC.
    Mein Händler in Österreich bezieht über einen österreichischen Großhändler direkt von Uberti.
    Kann sein, das es in Deutschland über Hege noch Bestände in .44 gibt, oder Uberti für Hege dieses Kaliber noch baut.
    Da ich jedoch kein Wiederlader bin und auch erst am Anfang meiner Sammlung stehe (Bestand 8Stk) ist die Wahl des Kalibers erstmal auf die 38er gefallen.



    Wenn du zum Open Top noch den 1860er Conversion aus "Last Stand at Sabre River" hast, ist die Selleck Sammlung Perfekt. ;)



    Übrigens, wo bekommt man Grips für nen Open Top Army in Deutschland?
    Bin bis jetzt nur bei tombstonegrips und bei gungrip.com fündig geworden.

  • Auf die Gefahr hin, dass herauskommt, wie unwissend ich in der Sache bin. Hat nicht die .45 LC das gleiche Kaliber wie .45 bei den Perkussionsrevolvern. Also eine .454 oder .457 Kugel?

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • welcher gebräuchliche Perkussionsrevolver hat denn das Kaliber .45?

    Happy Trails


    Texas Jack


    SASS life # 55314


    BDS Western # 625


    “They Knew Their Duty And They Did It,” John S. “Rip” Ford, Texas Ranger

  • Die mir bekannten Colt- und Remington .44er Perkussionsrevolver haben Zugdurchmesser zwischen ca. .451 bis .457. Also ein .45er Kaliber.
    Während die Kammern zwischen .444 und .449 sind, also .44er Kaliber.
    Deshalb hat ja das Geschoss der alten .44 Colt-Patrone für die Colt Army Conversions - außengefettetes Heel-Typ-Geschoss- einen Durchmesser wie die Hülse außen, gemessen je nach damaligem Hersteller .451 oder etwas mehr.
    Long Johns Wolf

    Warnhinweis: "Centauren machen süchtig" Zitat Erik Fridjoffson FROCS #44