.44 Magnum Jagdladungen

  • .44 Magnum
    240grs .429 Speer Gold Dot Hollow Point Deep Curl Hunting 4455
    OAL 40,55mm
    21,1grs Vihtavuori N110
    Hülsen: Starline .44 Magnum
    Zünder: Federal 155 Large Pistol Magnum
    kräftiger Rollcrimp
    Max Gasdruck ca. 2393 bar
    V0 aus 6,5 Zoll ca. 420m/s bzw. 1370 Joule, aus dem 150mm Messlauf 430m/s und 1438 Joule
    V0 aus UHR 20 Zoll ca 526m/s bzw. 2140 Joule


    Die Laborierung ist aus den meisten S&W Revolvern äußerst präzise auch aus 4 Zoll Waffen, wenn die Speer Geschosse nicht so teuer wären, dann wären die auch was zum sportlichen Schießen auf die Scheibe. Auch aus dem UHR macht sich die Ladung sehr gut, allerdings dürfte man in Deutschland jagdlich damit nur maximal auf Rehe schießen, da die 2000 Joule auf 100m nicht erreicht werden. Aus dem Revolver jedenfalls eine präzise und wirkungsvolle Ladung die auch kräftiges Schwarzwild stoppt.



    .44 Magnum
    205grs .431 SAX 444KJG HSR Vollkupfer mit schmalen Führbändern und Hohlspitze
    OAL 40,65mm
    17,3 grs Alliant Blue Dot
    Hülsen: Speer .44 Magnum vernickelt
    Zünder: Federal 155 Large Pistol Magnum
    Rollcrimp genau in die sehr schmale Crimprille (anständig gecrimpt, allerdings mit Gefühl, da der Geschosskörper nicht so leicht nach gibt wenn man zu weit dreht)
    Max Gasdruck ca. 2632 bar
    V2 aus 150mm Messlauf 446m/s und 1323 Joule


    Eigentlich ein Vollkupfer-Führbandgeschoss mit Hohlspitze für die Blei freie Jagd im Kaliber .444 Marlin, allerdings lässt sich das Geschoss hervorragend auch in der .44 Magnum verladen. Aus dem Revolver verhält es sich dort allerdings nicht mehr als Teilzerlegungsgeschoss mit Restbolzen sondern aufgrund der niedrigeren Geschwindigkeit als leichtes Deformationsgeschoss. Tiefenwirkung und entsprechend vergrößerter Schusskanal für den Fangschuss ist ausreichend. Präzision ist o.k. wenn jetzt auch nicht so top wie die Laborierung oben.


    und wie immer auf eigene Gefahr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

  • Wird hier jemand seiner Einbasigkeit untreu!?
    Ich meine mich zu erinnern das du hiermal voll überzeugt schriebst, NIEMALS mit Magnum primern das N110 anzuzünden.
    Und dann lese ich noch soetwas wie BlueDot, ... geiles Kraut übrigens. :D


    Ich bin zwar kein Jäger, aber knapp 1400J erachte ich jetzt nicht als DIE Jagdladung. :think:


    Bei meiner 44 Magnum Scheibenladung schieben 19grs Accurate9 / LovexD037,2 ein 240 grs Ares Bleigeschoss an.
    Das ergibt aus meinem 6" FA, 410m/s was in etwa gemütliche 1300Joule ergibt.
    Mit soetwas geht Norfok zu Meisterschaften, Du möchtest nicht wissen mit welcher 44er Ladung ich auf die Jagd gehen würde, wäre ich ein Jäger. ::abschi::


    PS: Ladedaten ohne Gewähr etc.


    Gruss
    - N -

    .........."Everything else is just what you shoot before you shoot your first FA."

  • Energie ist nicht alles auf der Jagd ... wichtig ist dass man da trifft wo man sollte und dass das Geschoss ausreichend Energie in der richtigen Tiefe abgibt.
    Mit dem N110 habe ich mal geschrieben, dass das nicht unbedingt einen Magnum-Primer braucht und dass stimmt auch, mit dem Federall 155 Magnum ist die Leistung etwas höher als mit normalen Primer, aber immer noch sehr genau, CCI350 wäre für N110 da allerdings zu viel.
    Sonst ja die Blei freie Ladung habe ich mit dem zweibasigen Blue Dot geladen, da ich das Pulver da hatte (lade damit sonst 12/76) und das Geschoss damit trifft. N110 ist für das leichte Kupfergeschoss leider zu langsam, und mit N340 gibt es nicht genug Energie. Man hätte es auch mit N105 probieren können aber das habe ich zur Zeit nicht und mein Pulverschränkchen ist nach unseren Gesetz leider voll auch wenn physisch noch Platz drinn wäre.
    Blue Dot ist verschleißtechnisch noch o.k. nix gegen H110 oder gar Lil'Gun. Lil'Gun kommt bei mir nie mehr in einen Revolver nie never

  • Lil'Gun kommt bei mir nie mehr in einen Revolver nie never

    LilGun kann man schon benutzen, aber nur mit "Real Guns, Real Loads" also einem richtigen Kaliber, schweren Geschossen und Full House. Sprich: 454 Casull oder Dicker.
    Bei der 44er geht bei Verwendung schwerer Pillen zuviel Hülsen Volumen verloren was widerum für das zusammenspiel von LilGun plus Übergangskonus grenzwertig wird.
    Bei mir kommt das Zeug daher auch nicht mehr in das Futter für den 44er.


    PS: Wer eine Magnum Patrone mit N340 befüllt, der ist ein kleines Mädchen! :Game:


    Gruss
    - N -

    .........."Everything else is just what you shoot before you shoot your first FA."

  • PS: Wer eine Magnum Patrone mit N340 befüllt, der ist ein kleines Mädchen!

    Hey mal langsam - das kommt immer auf den Zweck an. Ich habe kein Problem meinen Super Redhawk mit richtig strammer Ladung zu schiessen, aber wenn ich preiswert und wettkampfmässig schiessen will lade ich N340, ist nebenbei auch die einzige Ladung, die für meinen Revolver und UH gleich präzise sind 8-.)

    Gruss, Alex


    DSU, DSB, FWR, NRA, GRA

  • Das ganze mit Reload Swiss RS30 geladen


    .44 Magnum
    240grs .429 Speer Gold Dot Hollow Point Deep Curl Hunting 4455
    OAL 40,55mm
    21,2grs Reload Swiss RS30
    Hülsen: Starline .44 Magnum
    Zünder: Federal 155 Large Pistol Magnum
    kräftiger Rollcrimp
    V0 aus 6,5 Zoll nur ca. 376m/S ca. 1099 Joule


    schießt sich recht soft, trifft aber trotzdem nicht schlecht. Aus dem Revolver liegt der Treffpunkt etwas tiefer. Man merkt dass das RS30 nicht so zündfreudig ist wie VV N110. Für die Scheibe trotzdem ganz nett.


    .44 Magnum
    240grs .429 Speer Gold Dot Hollow Point Deep Curl Hunting 4455
    OAL 40,55mm
    22,0grs Reload Swiss RS30
    Hülsen: Starline .44 Magnum
    Zünder: CCI 350 Large Magnum Pistol
    kräftiger Rollcrimp
    V0 aus 6,5 Zoll ca. 391m/s ca. 1189 Joule
    Das sieht mit dem stärkeren Zünder schon deutlich besser aus, und schießt sich sehr sehr gut, sowohl aus dem Revolver als auch aus dem UHR. Da kann man fast vergessen, dass die Energie von der VV N110 Ladung nicht ganz erreicht wird. Haltepunkt ist gleich mit der obigen N110 Ladung.

  • So und nun zu einem Barnes Vollkupfer Hohlspitzgeschoss


    .44 Magnum

    200grs .429 Barnes XPB 42920

    OAL 40,55mm

    15,6 grs Alliant Blue Dot

    Hülsen: Speer .44 Magnum vernickelt (Innenvolumen ca. 2,380cm3 bei 32,5mm) [Zum Vergleich Starline hat ca. 2,430cm3]

    Zünder: Federal 155 Large Pistol Magnum

    anständiger Rollcrimp

    Max Gasdruck ca. 2601 bar

    V2 aus 6,5Zoll Revolver 432m/s und 1208 Joule


    Da Barnes bei den XPB Jagd-Geschossen ähnlich wie auch bei den TAC-XP den Einpressdruck, bei dem glatten Vollkupfergeschoss ohne Führbänder oder Druckentlastungsflächen, dadurch senkt, dass nur ein kurzes Stück in der Mitte des Geschosses volles Maß erreicht und der rest optisch für das Auge kaum wahrnehmbar verjüngt untermaßig wird, lassen sich die Geschosse, wenn man eine Recalibriermatrize für die Hülsen verwendet die nicht überkalibriert, i.d.R. gut setzen ohne den Hülsenmund vorher aufzuweiten. Das sorgt zusammen mit dem Rollcrimp für einen fest genugen Geschosssitz. Beim .44er XPB ist der Laufreibungsäquivalente Druck im Gegensatz zum .40er TAC-XP immer noch recht hoch, und wenn man genau nachmisst erreicht auch die kurze Stelle beim XPB mit .4288 Zoll wo der Umfang am dicksten ist nur ganz ganz knapp das Laufzugmaß. Da die meisten Waffenläufe geringfügig über dem Mindestmaß liegen kann hier je nach Waffe Gasschlupf entstehen, nicht optimal. Wenn man sowas dauerhaft regelmäßig schießt bedeutet das etwas erhöhten Laufverschleiß durch Gasfraß.

    Aus dem Revolver ist der Streukreis bis auf 25m gut o.k. wenn jetzt auch nicht die höchsten sportlichen Ansprüche für Präzision erfüllt werden. Das Geschoss geht sehr gut auf und vergrößert den Querschnitt für den Fangschuss entsprechend stark (Ist ja auch speziell für Kurzwaffen designt)

    Aus dem 20 Zoll UHR mit Micro Groove Barrel war auf 50m keinerlei brauchbarer Streukreis hinzubekommen. Habe eine komplette Ladungsleiter von Min bis Max Ladung durch geschossen nix zu machen. Bin mir nicht ganz sicher ob es an dem schwächeren Laufdrall des UHR Laufs und dem zwar leichten aber relativ langen Barnes Geschoss liegt, oder aber an den flachen Micro Groove Zügen in Zusammenspiel mit dem etwas untermaßigen Geschoss.

    Was der Versuch aber auch demonstriert hat, dass die obige Ladung aus dem 20 Zoll UHR Lauf nur geringfügig mehr Energie mit ca. 443m/s ca. 1277 Joule erreicht als aus dem 6,5 Zoll Revolver.

    Vergleicht man das mit dem SAX KJG HSR Führband Vollkupfergeschoss von oben aus dem ersten Beitrag, das mit den etwas übermaßigen Führbändern gut abdichtet aber deutlich wenger Laufreibung hat, wird der Unterschied deutlich (441m/s aus 6,5 Zoll Revolver und 513m/s aud 20 Zoll UHR)

    Und wie immer auf eigene Gefahr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

  • Auch hier mit den .44Magnum Jagdlaborierungen und Geschossen der Test auf ballistische Gelatine. Da ich bei dem Kaliber und Energie schon mehr erwartete hatte als bei der .400 Corbon hatte ich schon mehr Gelatine gegossen, dennoch war es nicht ganz ausreichend um alle Geschosse aufzufangen. Mehr Platz war jedenfalls nicht im Kühlschrank.


    Bei der 240grs Speer Gold Dot Deep Curl Ladung mit 22,0grs RS30 aus Beitrag 6 drang das Geschoss ca. 24 Zoll tief ein und und vergrößerte den Querschnitt auf 0,75 Zoll


    Bei der 200grs Barnes XPB Ladung aus Beitrag 7 drang das Geschoss 21,5 Zoll tief ein und vergrößerte den Querschnitt auf 0,78 Zoll


    Das 205grs SAX KJG HSR mit der Ladung aus Beitrag 1 durchschlug alle Gelatineblöcke mit 30 Zoll ballistischer Gelatine + zusätzlich 2 gefüllte 5Liter Wasserkanister aus Kunststoff, welche ich dahinter gestellt hatte um die Gelatinebklöcke an Ort und Stelle zu halten und verschwand dahinter im Kugelfangsand. Ich hab da noch etwas im Sand gegraben das Geschoss aber leider nicht finden können.

    Bei einem früheren Einsatz als Fangschussmunition bei der Jagd hatte ich mal ein Geschoss aus dem Erdboden unter dem damit erlösten Keiler der davon durchschlagen wurde geborgen, muss es aber irgendwo in meiner Wohnung verlegt haben, jedenfalls habe ich es für das Foto nicht finden können. Die Bedingungen waren natürlich unbestritten auch andere als bei dem Gelatinetest auf dem Schießstand, aber als Hinweis trotzdem nützlich. Es hatte den Querschnitt auf genau 0,50 Zoll vergrößert. Ausreichend für einen wirkungsvollen Fangschuss. In USA würde man sagen Extrem Penetrator.

    Eigentlich ist es ja ein Geschoss für die .444 Marlin das dort als Teilzerleger mit Restbolzen wirkt. In der .44 Magnum verladen wirkt es aus dem Revolver als leichtes Deformationsgeschoss, dass allerdings weniger auf geht als die für Kurzwaffen designten Geschosse.


    Das Barnes Kupfergeschoss behielt 100% seines Gewichtes, das Speer Gold Dot Deep Curl verlor 0,5% seines Gewichtes, Frangmente waren keine zu Erkennen wahrscheinlich einfach durch Abschmierung.

  • Hallo, eine Frage als Nichtwiederlader!

    Was haltet Ihr von dieser Patrone? Ich bin eigentlich kein Fan von Geco, aber mit dieser halte ich die 8 im Durchschnitt.

    Dateien

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    Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat verloren!

  • Ich persönlich gar nix. Habe ich ne zeitlang geschossen und regelmäßig bis zu vier Zündversager pro Packung.

    Kamen dann erst beim zweiten Versuch.

    Bei Wettkämpfen ist das die Hölle.

    Genauigkeit war wie von Dir beschrieben aber gut.


    Bin zu Remington 44 Rem Mag 240gr Soft Point gewechselt.

    Bei gelegentlichen Messungen auf Wettkämpfen um die 1400J aus meinem Sechszöller und wirklich top Genauigkeit.


    Geco Revolvermunition kommt mir nicht mehr ins Haus.

    gender political correctness sagt - Fraustoppwirkung!

  • Geco Revolvermunition kommt mir nicht mehr ins Haus.

    bei Pistole hatte ich Gleiches und ebenfalls die selbe Meinung, aber bei Revolver hatte ich bis jetzt noch keine Probleme.

    werde wohl dann doch lieber auf Magtech umsatteln (kommt manchmal aber wirklich auch auf den Preis an)

    Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat verloren!

  • Pistole schieße ich seit Jahren Geco Hexagon und bin rundum zufrieden.

    Kenne aber einige die an der Hexagon auch kein gutes Haar lassen.

    Geco Revolvermunition habe ich auch im .38 aus Revolver und UHR versucht und dabei immer wieder Zündversager gehabt.

    Das selbe habe ich auch bei Schützenkamerden beobachtet.

    Keine Ahnung was das war, vllt. auch nur ne miese Charge bei den Zündhütchen... keine Ahnung.


    Kommt halt auch immer auf die Kombination Waffe/Munition an.


    Magtech scheint aber schon nicht übel zu sein.

    gender political correctness sagt - Fraustoppwirkung!

  • Die obigen Geschosse auf das Gel wurden natürlich alle aus dem Revolver mit dem 6,5 Zoll Lauf abgegeben. Hatte ich nicht nochmal extra erwähnt.


    Im übrigen für Diskussionen über Fabrikmuni gibt es den Forenbereich Munition.