Fund - Mauser C 96

  • 3. Schriftliche Nachfragen wurden gar nicht beantwortet.
    4. Nun wurde mir durch die Waffenbehoerde beim PolPraes erklaert, die Waffe koenne nicht aufgefunden werden

    Muss nicht eine Behörde antworten ?


    Meiner Meinung nach viel zu lange gewartet........:happy:

    Jetzt zwei Möglichkeiten.....Anwalt und den alles machen lassen.....


    oder schlicht und einfach....wie schon CC gesagt hat....Deckel drauf und vergessen....



    Hast du für die Waffe keine Bestätigung bekommen das du sie abgegeben hast ? Mit Seriennummer ?


    Mich persönlich würde es schon Interessieren welchen Weg die Waffe nun gegangen ist....nicht das irgendwann mal diese für ein " Verbrechen" benutzt wird....und die Behörde auf mich zurückkommt wenn nicht alles perfekt geregelt wurde.:NO:



    lg

    "Be polite, be professional, but have a plan to kill everybody you meet."
    Maj. Gen. James Mattis



    Der größte Schaden entsteht durch die schweigende Mehrheit, die nur überleben will, sich fügt und alles mitmacht.


    Sophie Scholl

  • Wolfgang0704

    Ich habe den Thread gerade gelesen. Ich bin etwas verwundert. Bitte korrigiert mich.


    Eine Schusswaffe kann nur geerbt werden, wenn der Erblasser die nötige Berechtigung besaß. [...]


    Mache ich gern. Ist falsch, was du sagst und kommt auf den Einzelfall an. Im vorliegenden Fall würde ich die Sache so einschätzen, dass die Waffe durchaus vererbt werden kann.


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Die Waffe kann vererbt werden, ohne Eigentumsnachweis oder Berechtigungsnachweis des Erblassers? Hast du dafür einen Beleg? Alles was ich finde besagt, hat der Erblasser keine Berechtigung muss die Waffe abgegeben werden. Eine Erbschaft ist nicht möglich


    Konsequent weitergedacht. X kauft sich ein paar Pistolen auf dem Schwarzmarkt. „Findet“ die dann auf dem Dachboden. Muss wohl von Opa sein. Und schon sind die Waffen legal. Besonders wirkungsvoll, wenn x eine WBK hat.


    Fällt nur auf, wenn die Waffen nach Opas tot hergestellt wurden oder ein Register die Waffen als gestohlen ausweist.

  • Eine C96 für den Bankraub.


    Das ist entweder RDR2 oder anno 1920... :D



    Tapfer und treu bis die Granate verglühte ! 156 Jahre Gendarmerie in Österreich (1849-2005) :f_at:




    IWÖ, NFVÖ, Firearms United ! :f_at::f_eu:

  • Wolfgang0704


    Konsequent weitergedacht. X kauft sich ein paar Pistolen auf dem Schwarzmarkt. „Findet“ die dann auf dem Dachboden. Muss wohl von Opa sein. Und schon sind die Waffen legal. Besonders wirkungsvoll, wenn x eine WBK hat.


    Genau so läuft das. Opa wird dafür bestraft, dass er die Waffen früher nicht schon mal angemeldet hat, aber den stört das wenig......in seiner Holzkiste.


    Natürlich sollte es schon eine Waffe zum Beispiel aus dem WK.II sein, die Opa einfach lange versteckt hatte und die weder bereits auffällig geworden, noch einen Beschuss von 2014 hat - will heißen: Die ganze Sache sollte schon plausibel sein!


    Und: Der potenzielle Erbe bekommt dann zwar die Waffe, aber nur blockiert. Also mal eben so bewaffnen, wie du das oben darstellst, ist auch nicht möglich (sofern er nicht eh schon legal Waffen besitzt).


    Gruß

    Frank

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    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Pappa hatte seine FN HP Wehrmachtswaffe auch nicht angemeldet, der böse Bube.

    Als ich nach seinem Tod seine Waffen auf meine WBK übernommen habe, hab ich die FN nachgemeldet und unter "Erblasser" problemlos eingetragen bekommen.

    Allerdings waren 2 Leute vom BKA bei mir zu Hause und haben die Waffe in Augenschein genommen.

    Das war allerdings schon 1998. Wie's heute wäre ... ick wees et nich.

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

  • ...„Hatte der Erblasser dagegen keine waffenrechtliche Erlaubnis zum Besitz der Waffe, ist diese nach Weisung der Waffenbehörde abzugeben.“....

    Da es offenbar eine (Uralt?-)Deko ist, braucht der TE ja gar keine waffenrechtliche Erlaubnis.

    Den genauen Status, ob die wirklich Deko ist, oder nicht, kann man ja nur feststellen, wenn man sie wiederfände...

    Dann hat er sehr wohl Ansprüche auf das Teil.


    Jens

    Ich teile hier mit Euch mein Wissen und vertrete meine Meinung.
    Mein Wissen kann Fehler enthalten, meine Meinung muss nicht der Euren entsprechen.
    Korrigiert meine Fehler mit Eurem Wissen. Gute Argumente können meine Meinung beeinflussen.

    Gelebtes Forum... so muss das sein!

  • Da es offenbar eine (Uralt?-)Deko ist,

    Ich tippe ja eher auf sowas ... wenn man die Beschreibung von otto v. Bismarck genauer liest ...


    https://www.kotte-zeller.de/ma…kopistole-militaerpistole

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

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  • Pappa hatte seine FN HP Wehrmachtswaffe auch nicht angemeldet, der böse Bube.

    Als ich nach seinem Tod seine Waffen auf meine WBK übernommen habe, hab ich die FN nachgemeldet und unter "Erblasser" problemlos eingetragen bekommen.

    Allerdings waren 2 Leute vom BKA bei mir zu Hause und haben die Waffe in Augenschein genommen.

    Das war allerdings schon 1998. Wie's heute wäre ... ick wees et nich.

    Was ich über google finden konnte, hat sich das Waffenrecht bezüglich Erbwaffen 2008 geändert. Hat der Erblasser keine Berechtigung, kriegt der Erbe keine WBK. Aufgrund mangelndem Interesse recherchiere ich da aber nicht weiter.


    Ich habe aus dem Thread gelernt, dass es nicht das optimalste ist, erst mal Waffen abzugeben und dann zu hoffen, alles wird gut. Wäre das Ding erst mal zum Büchsenmacher oder Waffenhändler gegangen (im worst case von Händler/BüMa abholen lassen), wäre das nicht passiert.

  • Und dieser Büma hätte auch schon gleich das Teil näher anschauen und beurteilen können...

    Classified... or not!


    Jens

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  • D...

    Konsequent weitergedacht. X kauft sich ein paar Pistolen auf dem Schwarzmarkt. „Findet“ die dann auf dem Dachboden. Muss wohl von Opa sein. Und schon sind die Waffen legal. Besonders wirkungsvoll, wenn x eine WBK hat.


    Fällt nur auf, wenn die Waffen nach Opas tot hergestellt wurden oder ein Register die Waffen als gestohlen ausweist.

    Nein, nicht konsequent gedacht, denn warum um alles in der Welt sollte denn einer so einen bescheuerten Schwachsinn machen? Wenn einer eine WBK hat, wieso soll er dann Waffen teuer auf dem Schwarzmarkt kaufen, riskieren, dass die irgendwo als gestohlen oder verloren gemeldet sind, dass damit, wenn´s ganz dumm läuft, vielleicht mal einer umgelegt worden ist und sie hinterher auch noch versuchen anzumelden? Da wäre es doch viel einfacher, billiger, risikoärmer und entspannter, solche Dinger einfach ganz legal zu erwerben oder wenn er sie schon auf dem Schwarzmarkt kauft, unregistriert zu behalten und gut zu verstecken.

  • Nein, nicht konsequent gedacht, denn warum um alles in der Welt sollte denn einer so einen bescheuerten Schwachsinn machen? Wenn einer eine WBK hat, wieso soll er dann Waffen teuer auf dem Schwarzmarkt kaufen, riskieren, dass die irgendwo als gestohlen oder verloren gemeldet sind, dass damit, wenn´s ganz dumm läuft, vielleicht mal einer umgelegt worden ist und sie hinterher auch noch versuchen anzumelden? Da wäre es doch viel einfacher, billiger, risikoärmer und entspannter, solche Dinger einfach ganz legal zu erwerben oder wenn er sie schon auf dem Schwarzmarkt kauft, unregistriert zu behalten und gut zu verstecken.

    So weit ich etwas im Internet finden konnte, geht das sowieso nicht (mehr).


    Gründe würden mir schon einfallen. Mit einer legalen Waffe muss man kein Strafverfahren fürchten. Man kann das Ding zum BüMa bringen, entspannt auf dem Schießstand schießen....


    Es kriegt nicht jeder die Waffen genehmigt, die er gerne hätte.


    Bei einem Dachbodenfund.... Woher soll x wissen, was früher mal mit der Waffe passiert ist.


    All diese Gedanken hatte wohl auch der Gesetzgeber.

  • Ich habe aus dem Thread gelernt, dass es nicht das optimalste ist, erst mal Waffen abzugeben und dann zu hoffen, alles wird gut. Wäre das Ding erst mal zum Büchsenmacher oder Waffenhändler gegangen (im worst case von Händler/BüMa abholen lassen), wäre das nicht passiert.



    Und dieser Büma hätte auch schon gleich das Teil näher anschauen und beurteilen können...

    Classified... or not!


    Das sind wohl zwei wichtige Erkenntnisse! :thumbup:


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Werte Forengemeinschaft,

    Morgen, am 17.04.2020, gegen 11.00 Uhr, habe ich einen Termin bei der Wache des A 51 in Berlin, der damals meine Waffe als Erbfund abgeholt hat. Dort wird durch den gleichen Beamten, der auch die Waffe vor 5 Jahren! seinerzeit abholte, eine Strafanzeige gegen mindestens zwei Kriminalbeamte des LKA 5 als Amtstraeger wegen des dringenden Tatverdachtes der spezifischen Unterschlagung erstattet, die mit der Sicherstellung der Waffe betraut waren. Wie mir mitgeteilt wurde, scheint die Waffe ein sehr begehrtes Sammlerstueck gewesen zu sein, wie der Stempel DW 1 auf dem Schlitten aufweist. Es handelt sich auch nicht, wie von einem Kommentator angemerkt, um eine Dekowaffe einer C 96 fuer 70 Euro. Ich denke, dass die Sache irgendwie fruchtlos bleibt, aber ich werde zumindest eine Klaerung herbeifuehren und fuer ein wenig Unruhe bei denen sorgen, die etwas davon wissen.
    Bis dahin verbleibe ich mit freundlichem Gruss
    11999726_1149163628432801_6529306605324833973_o.jpg12027261_1149163705099460_4413731688629049029_o.jpg12015201_1149163451766152_1629164233956287627_o.jpg12015201_1149163451766152_1629164233956287627_o.jpg12000864_1149163315099499_6299696554055849772_o.jpg

  • Hallo O.v.B.,


    Danke für Deine Statusmeldung!

    Immer noch eine interessante Geschichte...


    Jens

    Ich teile hier mit Euch mein Wissen und vertrete meine Meinung.
    Mein Wissen kann Fehler enthalten, meine Meinung muss nicht der Euren entsprechen.
    Korrigiert meine Fehler mit Eurem Wissen. Gute Argumente können meine Meinung beeinflussen.

    Gelebtes Forum... so muss das sein!

  • Werte Forengemeinschaft,

    in der Angelegenheit "Erbfundsache - Mauser C 96" haben sich weitere Sachen ergeben, die im Anhang nachgelesen werden koennen.

    M.f.G.

    OvB


    Staatsanwaltschaft Berlin

    Abteilung fuer Unterschlagung einer Schusswaffe durch Amtstraeger

    Turmstrasse 91

    10559 Berlin – Moabit


    Strafanzeige gegen mehrere Polizeibeamte/Verwaltungsbeamte wegen des begruendeten Verdachtes der Unterschlagung einer in meinem Eigentum stehenden Schusswaffe, die sich im Gewahrsam der Polizeibehoerde befand


    Werte Staatsanwaltschaft,

    Hiermit erstatte ich Strafanzeige wegen des dringenden Tatverdachtes der spezifischen Unterschlagung nach § 246 I i. V. m. II StGB gegen nachgenannte Amtstraeger der Polizei- bzw. Verwaltungsbehoerde, die eine in meinem Eigentum stehende antiquarische entmilitarisierte Schusswaffe als Erbfund zwecks Ueberpruefung in Verwahrung genommen haben und wieder zurueckgeben sollten.


    A. Sachverhalt

    Am 14.09.2015 sichteten wir (meine Frau und ich) in unserer Massschneiderei in Stadt – Bezrik, Strassenzug XX, einen seinerzeit durch meinen verstorbenen Vater an mich uebergebenen Nachlass, bestehend aus mehreren Umzugsbehaeltern aus seiner beruflichen Taetigkeit als Massschneider. Zwischen etlichen antiquarischen Buegeleisen und Schneidereibedarfsartikeln fanden wir ueberraschend eine alte Schusswaffe. Dem aeusseren Erscheinungsbild nach zu urteilen, insbesondere nach dem Abgleich mit Abbildungen im Internet, handelte es sich um ein Modell mit der Bezeichnung Mauser C 96.

    Siehe nachfolgende Abbildung:


    Auf der abgebildeten Waffe befand sich jedoch keine Angabe „C 96 – Mauser“, sondern lediglich „DW 1“. Nach Ruecksprache mit Waffenexperten steht diese Bezeichnung entweder fuer „Deutsche Wehrmacht“ bzw. „Degussa Werke“ und die „1“ fuer die Produktionsnummer 1. Der Wert der Waffe wurde im Falle einer Versteigerung bei einer Auktion auf einer Waffenboerse mit ca. 50000 Euro angegeben. Weitere bedeutende Wertmerkmale waren das besondere Kaliber und der zuegelose Lauf und das Herstellungsjahr 1896.

    Die aufgefundene Waffe verfuegte ueber eine Entmilitarisierung nach offensichtlich alten Vorschriften durch Unbrauchbarmachung des Laufes und der Einkuerzung des Schlagbolzens.

    Wegen des Fundes alarmierten wir die Wache des zustaendigen Reviers und baten um eine Abholung zur Inverwahrungnahme des Erbfundes unter der Voraussetzung, dass nach Ueberpruefung durch die zustaendige Waffenbehoerde die Waffe an den Unterzeichner als Eigentuemer wieder ausgehaendigt wird. Der durch den abholenden Polizeibeamten angelegte Vorgang vom 14.09.2015 unter dem Geschaeftszeichen

    X100V200Z3000000000

    enthaelt dazu eine klare Angabe.

    Bei dem Polizeibeamten, der die Waffe in unserer Massschneiderei abholte und uns darueber aufklaerte, dass unsere bisherige Vorgehensweise absolut gesetzeskonform gewesen sei, handelte es sich um Herrn

    Popsstullizei Emsig Eifrig, (mittlerweile hoeherer Dienstgrad)

    den der Unterzeichner hiermit im zu eroeffnenden Strafverfahren als Zeuge benennen moechte. Dieser Zeuge kann bestaetigen, dass die Rueckgabe/ Herausgabe an den Unterzeichner nach Ueberpruefung durch die Waffenbehoerde ausdruecklich erbeten wurde. Wir wurden durch den Zeugen am Uebergabetag darueber informiert, dass wir uns nach Uebernahme der Waffe durch die oertlich zustaendige Polizei als Revier bei weiteren Fragen und spaeteren Nachfragen nur noch direkt an die Waffenbehoerde beim „Wir von der Kripo“ wenden sollten. D a s taten wir dann auch.

    Der Unterzeichner meldete sich innerhalb des ersten Vierteljahres nach Uebernahme des Erbfundes bei der zustaendigen Waffenbehoerde. Ansprechpartner war dann fuer das Jahr 2015/16 ein Herr

    Nett und Freundlich

    spaeter dann auch ein Herr

    Weniger Nett und Freundlich.

    Von beiden Personen erhielt der Unterzeichner auf Nachfrage, welchen Stand die Vorgangsbearbeitung haette, immer die gleiche Antwort, naemlich „…dass die Waffe bei der Kriminaltechnischen Untersuchungsstelle zur Beschusspruefung sei, um auszuschliessen, dass die Waffe bei einer Straftat verwendet wurde“.

    Diese Angabe erhielt der Unterzeichner bei allen seinen Anrufen bei der zustaendigen Waffenbehoerde am Aufmarschplatz bis zum 17.04.2020. In einem zeitlich zuvor gefuehrten Telefonat wurde dem Unterzeichner mitgeteilt, dass man ihn bezueglich des Vorganges zurueckrufen wuerde. Diesen Rueckruf gab es bis zum 17.04.2020 jedoch nicht. Als der Unterzeichner in Bezug auf den ihn persoenlich betreffenden Vorgang erneut beim „Wir von der Kripo“ anrief, wurde sogar das Telefonat durch Auflegen einfach beendet.


    A. Begruendung der Strafanzeige wegen des Verdachtes der spezifischen Unterschlagung nach § 245 I/II StGB

    Der Unterzeichner setzte sich am Freitag, den 17.04.2020, mit dem seinerzeit den Erb-fund uebernehmenden Revier telefonisch in Verbindung und trug den bis dato bestehenden Sachverhalt vor. Er wurde daraufhin darum gebeten, den oben genannten Zeugen, Emsig Eifrig, auf der Wache des Reviers persoenlich aufzusuchen und eine Strafanzeige wegen spezifischer Unterschlagung zu erstatten. Dem kam der Unterzeichner umgehend nach und erstattete Strafanzeige, die unter der Vorgangskennung

    XYZ000111222333

    aufgenommen wurde. Noch am selben Tag in den Nachmittagsstunden erhielt der Un-terzeichner einen Anruf des Beamten Emsig Eifrig, ob von der Anzeige erst einmal abgesehen werden koennte und man die Rueckmeldung des „Wir von der Kripo“ zum Vorgang abwarten moechte, hinsichtlich des Verbleibs des Erbfundes. Herr Emsig Eifrig merkte an, dass es vielleicht eine versehentliche Vernichtung gegeben haben koennte. Ich willigte in das Abwarten ein. Eine Ruecksprache am heutigen Tage ergab, dass der Beamte Emsig Eifrig vom „Wir von der Kripo“ bisher keine weitergehenden Mitteilungen erhalten hat.

    In diesem Falle ist von einer tatsaechlichen Unterschlagung durch einen Amtstraeger seitens des „Wir von der Kripo“ als zustaendige Waffenbehoerde auszugehen, insbesondere durch den besonderen Umstand bedingt, dass die Waffe bereits als Sammlerstueck in hervorragendem Alterszustand entmilitarisiert, sehr alt und eine Sonderausfuehrung des bekannten Modelles „Mauser C 96“ war.

    Im dringenden Tatverdacht stehen zunaechst die beiden oben genannten Polizeibeamten, Herr NettundFreundlich und Herr Nichtsonettundfreundlich, mit denen der Unterzeichner persoenlich ueber telefonische Nachfragen in Kontakt stand. Die Strafanzeige ist auf weitere Personen des „Wir von der Kripo“ auszudehnen, und zwar auf diejenigen, die mit dem Vorgang betraut waren und insbesondere mit der Waffe als Erbfund persoenlich Kontakt hatten.

    Es handelt sich um eine sogenannte Raritaet, die nicht nur einen materiellen Wert von ueber 50000 Euro hatte, sondern als Sammlerobjekt besonders begehrt ist.

    Angesichts der vielen Schusswaffen, die derzeit penibel und akkurat in der sogenannten „Reichsbuergerszene“ eingezogen werden und wo jeder Verbleib und die Verwendung dieser eingezogenen Waffen lueckenlos festgeschrieben wird, kann die Angabe, dass der Erbfund versehentlich der Vernichtung zugefuehrt wurde nur als reine Schutzbe-hauptung angesehen werden. Nach den schweren Rechtsverletzungen und Gesetzesverstoessen des „Wir von der Kripo“ in Bezug auf das Amri Attentat, die Strafvereitelungen im Amt zum Vorteil der Antifa und weiterer Beispiele verfuegt das „Wir von der Kripo“ offensichtlich ueber noch unentdeckte kriminelle Energie und Mitarbeiter, so dass vom Unterzeichner nicht erwartet werden kann, in eine solche Behoerde auch nur ansatzweise ein Vertrauen zu setzen.

    Zur Aufklaerung des Sachverhaltes ist bei den in Verdacht stehenden Beamten die straf-prozessuale Massnahme der Durchsuchung von Arbeitsplatz und Privatwohnung vorzunehmen, um ein Auffinden des Erbgutes zu ermoeglichen. Im Rahmen des Strafverfahren moechte der Unterzeichner durch Adhaesion als Nebenklaeger auftreten und die Festsetzung des Schadenersatzes von mindestens 50000 Euro im Rahmen der Staatshaftung erwirken, sollte die Waffe tatsaechlich „entsorgt“ worden sein.

    Mit freundlichem Gruss

    ……………………………………………………………… OvB, Berlin 10.06.2020

  • Anhang vom 11.06.2020:

    Nachtrag bzw. ergaenzende Angaben zur Strafanzeige gegen mehrere Polizeibeamte/Verwaltungsbeamte wegen des begruendeten Verdachtes der Unterschlagung einer in meinem Eigentum stehenden Schusswaffe, die sich im Gewahrsam der Polizeibehoerde befand, vom 11.06.2020


    Werte Staatsanwaltschaft,

    Hinsichtlich des Ursprunges der in Rede stehenden, offensichtlich unterschlagenen Erbfundwaffe, ergaben sich gerade neue Erkenntnisse. Die auf der Waffe befindliche Angabe „DW 1“ weist auf folgendes hin:

    1896 wurden die Unternehmen Ludwig Loewe & Co. (Berlin), Mauser (Oberndorf) und die Metallpatronen AG (Karlsruhe) zur Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken AG (DWM) mit Sitz in Berlin zusammengefasst.

    Bei der durch das Revier in Verwahrung genommenen Schusswaffe als Erbfund handelt es sich wahrscheinlich um die Erstproduktion von 1896 einer Mauser C 96, die wegen der Firmenfusion nicht mehr mit der alleinigen Aufschrift „Mauser C 96“ versehen wurde, sondern nun das neue Zeichen „DW“ erhielt. Die „1“ steht fuer das erste Modell der ersten Produktionsserie. Damit handelt es sich bei diesem Modell tatsaechlich um eine Erstanfertigung und im Ergebnis eine echte Raritaet von hohem Wert, zumal es damit auch den Anspruch eines Unikates erfuellt.

    Eine weitere Variante besteht in der Moeglichkeit, dass es sich um eine Waffe aus einer Produktion fuer die preussischen Kolonien, hier „Deutsch Westafrika“ handeln koennte. Auch in diesem Fall, die Produktion begann 1894, waere mit der „1“ auf der Waffe die Produktionsnummer benannt, die fuer die Erstproduktion steht. Im Ergebnis waere auch hier ein Unikat und eine sehr wertvolle Raritaet gegeben, weil die Produtionsnummer „1“ als Ordonanzwaffe in der Regel dem Oberbefehlshaber der Westafrikakolonien zugeordnet wurde.


    Der gesamte Anzeigenvorgang, unter Schwaerzung der darin enthaltenen Namen, wird zur Kenntnisname auf der Plattform www.gun-forum.de veroeffentlicht.


    Mit freundlichem Gruss