Korth-Waffen auf Rote WBK ?

  • Herrlich !
    Da hast Du aber ein ganz besonderes Schätzchen.
    Wenn Du den irgendwann mal loswerden willst, freue ich mich auf eine PN.


    LG Korthfan

  • Der 1954 hergestellte Gas-Korth ist der WSK-Revolver. (Waffenfabrik Schmidt - Korth)

    Den kannte ich noch nicht.

    ... auf der linken Seite das Korth-Emblem und auf der rechten Seite die Beschussstempel. Es gibt aber auch Exemplare ohne Kennzeichnung.

    Die Teile hätten nach dem Gesetz beschossen werden müssen (Stempel Bundesadler ohne Buchstaben und Eichenblatt)

    Tolle Fotos zur Illustration!

  • Genau so ist das.
    Zunächst gab es im Lauf diesen Steg und beim zweiten Modell eine Schikane.
    Die Mündungen und die Trommel waren gehärtet. trotzdem konnte man mit entsprechendem professionellem Werkzeug die Mündung und die Trommel (Korth sprach nur von "Walze") freiräumen. Dies war wohl in den 60ger Jahren weit verbreitet. Derartige bearbeitete Waffen sind nach dem Gesetz alle illegal und müssen vernichtet werden.

  • Nagel mich jetzt nicht drauf fest, ich kann gerade nicht nachschauen, aber ich meine dazu steht eine Anekdote im Buch. Nach der konnte man den Steg mit einer scharfen Patrone ohne Schaden an der Waffe einfach rausschießen und hatte danach eine normal nutzbare scharfe Waffe.

  • Danke, das hat mich dazu veranlasst, nochmal im Buch von Veit Morgenroth nachzulesen - die Anekdote betraf einen Schuß mit dem Kaliber .38 Spezial aus einem Prototyp mit langer Trommel.


    Auch andere Fragen haben sich durch Nachlesen geklärt: Die (im Abstand vom 11 mm bzw. später 15,5 mm zur Laufmündung angeordnete) senkrechte Laufsperre durch den "Stab" im in den Markt gebrachten ersten Modell mit gegenüber dem erwähnten Prototyp verkürzter Trommel (also wie in meinem Profilbild) wurde dann bei der Zulassung als nicht ausreichend angesehen und wurde dann beim zweiten Modell (ab 1965) in eine Schikane als Laufsperre geändert.


    Auf Seite 178 wird auch ausgeführt, dass dieses "erste Modell" anscheinend nicht so häufig zu finden ist. Die Bauzeit ist von Ende 1955 bis Anfang 1956 angegeben.


    Dank an Veit Morgenroth für diese mühsame Detailarbeit!

  • -NHM Kipplaufrevolver: von Korth für Nanno Hübenbecker in Mölln konstruiert, als die Produktion seiner Gasrevolver 1964 eingestellt wurde

    Ist es möglich, dass der abgebildete NHM ein Kaliber 6mm hat?
    Andere Ausführungen haben Halbmonde statt Rechtecke zur Trommelarretierung - ist vielleicht auch nur eine Modifikation.

  • Ist es möglich, dass der abgebildete NHM ein Kaliber 6mm hat?Andere Ausführungen haben Halbmonde statt Rechtecke zur Trommelarretierung - ist vielleicht auch nur eine Modifikation.

    Dieser NHM ist definitiv im Kaliber 9mm.
    Du kannst damit sowohl die Korth 9mm Gaspatrone verschiessen (lange Walze), was mit den modernen 9mm Schreckschusswaffen im Kaliber 9mm nicht möglich ist (Trommel zu kurz),
    als auch die moderne 9 mm Schreckschuss & Gas-Munition.
    Patrone & Packungsetikett der Korth-Patrone habe ich Dir angehängt.


    Der 6mm NHM sieht anders aus. (ich mach Dir bei Gelegenheit mal ein Foto davon...)

  • Danke, bin gespannt auf Deinen 6mm-NHM.


    Die Patronen sehen interessant aus - war bei NHM auch immer eine Laufsperre vorhanden?


    Hier ein Link zu NHM "Modell S"(?) :


    http://www.gazpisztoly.hu/gazpisztoly/korth_nhm.18.php


    Von dort stammt auch mein Profilbild des Korth-Revolvers. Der abgebildete Korth ist nicht mit "Korth" gekennzeichnet und hat keine Beschußzeichen.


    Der NHM mit der Seriennummer 40625 hat Beschusszeichen und das Logo ist mit geraden Blockbuchstaben geschrieben.


    Noch ein Link: https://www.nmm.nl/zoeken-in-de-collectie/?q=nanno+revolver


    Dort ist ein NHM 9mm S/N 1818 in einer sehr frühen Ausführung und ein NHM 6mm S/N 7850 zu finden, auch ein "Hubertus" 8-schüssig, 6mm.

  • Das Modell "Hubertus" was im zweiten Deiner Links zu sehen ist,
    so sieht mein NHM 6mm aus, allerdings nicht verchromt oder vernickelt, sondern brüniert.
    Prima. Foto machen gespart ;-)

  • Gibt es also


    - NHM 9mm 6-schüssig (wie S/N 1818)


    - NHM 6mm 6-schüssig (wie S/N 7850)


    - NHM 6mm 8-schüssig (wie Deiner - vielleicht hast Du ja doch noch ein Bild zur Hand)


    - Hubertus 6mm 8-schüssig (siehe Link vorher)


    - Burgo ?


    - ???

  • korrekt soweit, allerdings handelt es sich beim Modell Hubertus um eine Sonderausführung vom NHM 6mm (8schüssig)



    Die Liste sieht dann so aus:


    - NHM 9mm 6-schüssig (wie S/N 1818)


    - NHM 6mm 6-schüssig (wie S/N 7850)


    - NHM 6mm 8-schüssig (in verschiedenen Ausführungen u.a. brüniert, verchromt bzw. vernickelt: Modell "Hubertus" etc.)



    Burgo ist wieder ein seperates Thema.
    Eins nach dem anderen ;-)

  • -Gaskorth zweites Modell 1955: Produziert von 1955 - 1964 (Auflage 20000 Stück)

    Ich habe ein Bild von einem Korth Gasrevolver mit PTB entdeckt:


    7013842.164341763k.jpg


    Der Rahmen ist gegenüber dem Modell 2 an den beiden Übergängen in den Abzugsbügel verlängert, vielleicht, damit Platz ist, um das PTB-Zeichen anzubringen.


    Die Trommel ist anders gefärbt, die Flutungen sind mit einem parabolischen Auslauf.


    Ein Beschußzeichen ist auch drauf:


    7013842.1474957047k.jpg


    Kennt das jemand?