Korth-Waffen auf Rote WBK ?

  • und noch ein Logo, ich nenne es Logo matt, weil die Kreisfläche vollflächig geäzt ist und nur der im Kreis angeodnete Schriftzug Korth glänzend stehenbleibt:


    Logo matt Ausschnitt.jpg


    Das Logo ist an einem Revolver Korth Combat 4" in .357Magnum [b] aus 1979, Seriennummer 32xxx[/b] angebracht. Die Herstellerbezeichnung ist noch WAFFENFABRIK W. KORTH.


    Ich habe den Eindruck, dass vor der Zusammenarbeit mit Dynamit Nobel an dieser Stelle überhaupt kein Logo war.


  • Ich habe den Eindruck, dass vor der Zusammenarbeit mit Dynamit Nobel an dieser Stelle überhaupt kein Logo war.

    Genau richtig.
    Erst mit dem Vertriebsvertrag von Willi mit der Firma Dynamit-Nobel erscheint das Logo überhaupt auf der Schlossplatte.

  • Aktuell darf ich bis zum Herstelljahr 1992 sammeln.


    Wenn dann in Zukunft "eine bestimmte Sammeldichte" erreicht ist, kann ich auf die Nachfolgefirmen ausdehnen.

    Bei der beeindruckenden Zahl von Bildern von gesammelten Kort-Waffen bin ich neugierig, ob die Sammeldichte schon erreicht wurde, um die Beschränkung auf das Herstelljahr 1992 (Willi Korth starb am 10.10.1992) aufzuheben oder auszudehnen ("upgrade").

  • Das ist klar. aber " kann" ja sein das du nun z.b. nur die "richtigen" Korth( Im Sinne der von Korth selber in der Firma, also 1982 bzw. bis zum Konkurs 1999) sammeln darfst...dann wäre ggf. eine Erweiterung auch die aktuellen.....oder Erweiterung auf "Vergleichswaffen", also S&W oder ähnliches

    Hier wurde ja schon ein Hinweis gegeben, in welche Richtung die Erweiterung gehen kann.


    Zeitlich:
    - bis zum Konkurs der Nachfolgegesellschaft Korth Vertriebsgesellschaft mbH im Jahr 1999;
    - Erweiterung auf alle Nachfolgegesellschaft (welche Gesellschaften genau?) in Ratzeburg bis 2008;
    - aktuelle Produktion seit 2009 in Lollar
    - ...


    Inhaltlich technisch:
    - Variationen der Modelle jeder Serie
    - Vergleichswaffen wie S&W oder ähnliches - was käme denn da in Frage?
    - vergleichbare technische Konzepte - was könnte das sein?
    - ...


    Sonstiges:
    - ...


    Was wäre also möglich?

  • Bei der beeindruckenden Zahl von Bildern von gesammelten Kort-Waffen bin ich neugierig, ob die Sammeldichte schon erreicht wurde, um die Beschränkung auf das Herstelljahr 1992 (Willi Korth starb am 10.10.1992) aufzuheben oder auszudehnen ("upgrade").

    Das wird ein Gespräch mit meinem Waffen-SB ergeben:
    Denn es gibt verschiedene Definitionen der für die Erweiterung/Aufhebung von Einschränkungen des Sammelgebiets zu erreichenden Sammeldichte.
    Die wichtigste Bezugsgöße stellt der Sammelplan dar.
    (zwei mögliche Definitionen kannst Du oben in diesem Thread finden....)
    Dazu spielen verschiedene Nebenfaktoren eine Rolle, das können z.B. regionale Handhabe, Ermessenspielraum, wie wurde die Sammeltätigkeit ausgeübt etc. sein

  • Das ist eine beeindruckende Zusammestellung.
    Ich habe an einem Korth 6" .357Magnum der Serie 21xxx andere Griffschalen gesehen.Ich füge Bilder bei, zuerst kommen die Originale:waffenforum.gun-forum.de/wcf/attachment/47667/waffenforum.gun-forum.de/wcf/attachment/47668/


    dann die montierten Griffschalen: IMG_3514kGriffrechts.jpgIMG_3515kGrifflinks.jpgKönnten das auch Originale sein? Oder sind das "selbstgebastelte"?

  • KKR63 hat die originalen Griffschalen abgebildet.
    Die Schalen der Serie 21xxx hat Willi selbst auf metallverarbeitenden Maschinen hergestellt. daher ist die Fischhaut etwas grob und rauh. Ab 22xxx wurde diese Arbeit fremd vergeben.
    Die Schalen mit der oben spitz zulaufenden Fischhaut sind wahrscheinlich Muster der Herstellerfirma, die Willi dann irgendwann montiert hat. Selbst hergestellt sind die nicht. Derartige Einzelstücke kommen bei Willi Korth des öfteren vor und sind schöne Sammelobjekte.

  • Die Schalen mit der oben spitz zulaufenden Fischhaut sind wahrscheinlich Muster der Herstellerfirma, die Willi dann irgendwann montiert hat. Selbst hergestellt sind die nicht. Derartige Einzelstücke kommen bei Willi Korth des öfteren vor und sind schöne Sammelobjekte.


    Danke für die Aufklärung!
    Die Schalen mit der oben spitz zulaufenden Fischhaut sind an einem Korth Sport .357Magnum 6 Zoll der Seriennummer 21649 Beschussjahr 1966 montiert. Weitere Auffälligkeiten habe ich an dieser Waffe nicht feststellen können. Hier ein Gesamtbild:IMG_3514k.jpg

  • Guten Tag,


    bin nch neu hier, interessiere mich für Korth als Sammelgebiet ......

    Deinen Fotos und Fragestellungen nach zu urteilen bist Du ziemlich interessiert am Thema Korth.
    Hast Du den Weg zur "Roten" schon beschritten und wenn nein wie sieht Dein Plan aus ?

  • Das Thema Korth ist ja auch spannend, auch wenn es ziemlich "historisch" zu sein scheint. Waffen gibt es anscheinend "genug", regelmäßig taucht wieder eine auf, sodass mit etwas Geduld zumindest die Neugier befriedigt werden kann.


    Zur Zeit verlassen auch einige dieser Waffen Deutschland, also das Land ihrer handwerklichen Herstellung. Das finde ich bedauerlich, zeigt aber, dass auch außerhalb Deutschlands eine Wertschätzung für diese Arbeiten vorhanden ist und das ist auch wieder beruhigend.


    Fragen habe ich noch einige, freue mich über das Teilen von Wissen und vielleicht weiß ich ja irgendwann auch mal etwas ... :D


  • Zur Zeit verlassen auch einige dieser Waffen Deutschland, also das Land ihrer handwerklichen Herstellung. Das finde ich bedauerlich, zeigt aber, dass auch außerhalb Deutschlands eine Wertschätzung für diese Arbeiten vorhanden ist und das ist auch wieder beruhigend.

    Das ist das aktuell größte Problem des Korth-Sammlers und dadurch droht auch die Gefahr das Korth-Sammeln sehr zu komplizieren, wenn nicht sogar unmöglich zu machen,
    denn im Ausland, speziell in den USA sind die Korth (Gebraucht- und auch Neu-) Waffenpreise aus den von Dir angerissenen Gründen oft um mehrere hundert Prozent höher als bei uns.


    Damit haben ausländische (aus meiner Erfahrung heraus meistens amerikanische) Waffenhändler leider bei uns einen lukrativen Markt.


    Die ausländischen Händler kommen mehrmals im Jahr nach D, klappern die hiesigen Waffenhändler ab und kaufen jeden verfügbaren Korth zu Mondpreisen an.


    Diese Waffen sind dann für hiesige Sammler verloren, denn ein Waffenimport aus den USA durchzuführen kostet sehr sehr viel Geld, Zeit und Papierkrieg.
    Auch führt diese Praxis zum sprunghaften Anstieg der Korthpreise bei uns.


    Das führt zwar zum einen zur Wertsteigerung des Eigenbestands,
    erschwert aber die Komplettierung von Lücken in der Sammlung ungemein.


    ....und des Sammlers Antrieb ist halt nun mal die Komplettierung.
    (....nicht zu vergessen die Erweiterungen bei Erreichen eines gewissen Werts des Sammelplans)

  • Es sind auch deutsche Händler oder zumindest deutsche Aufkäufer unterwegs ... und bei Geld hört dann die Freundschaft (auch unter den Sammlerfreuden und Schützenbrüdern) meistens auf. Ist halt so, hat ja auch sein Gutes.


    Wichtig ist der Austausch und die Komplettierung des Wissens, das dann natürlich gerne garniert sein darf von den entsprechenden Stückchen.


    Dankenswerterweise sind in diesem Beitrag ja schon einige abgebildet und das äußerst hilfreiche Buch von Veit Morgenroth tut sein übriges.

  • -Gaskorth erstes Modell 1954: sehr seltener Prototyp wurde nur 3 Monate von Okt bis Dez 1954 produziert. (Auflage unter 100 Stück !)

    Zu diesem Modell (das ich auch als Profilbild gewählt habe) würde ich gerne wissen, ob im originalen Zustand des Revolvers irgendeine Art Sperre im Lauf oder in der Trommel vorhanden ist und wenn ja, welche.


    Ist für diese Revolver damals (1954) ein Beschuss vorgeschrieben gewesen oder kam das erst nachträglich?


    Ich würde mich freuen, wenn auch hier jemand weiterhelfen kann.

  • Der 1954 hergestellte Gas-Korth ist der WSK-Revolver. (Waffenfabrik Schmidt - Korth)
    Ob der vom Okt. bis Dez 1954 produziert wurde hat selbst Willi Korth nicht mehr gewusst! (Ich habe ihn gefragt.) Woher stammen diese Daten?
    Nach Willis Erinnerung wurden 20 bis 24 Stück fertiggebaut. Der Rest der gefertigten Griffstücke und Deckplatten wurde verschrottet. Die Schlossteile fanden im Folgemodell Verwendung.
    Der Revolver hat weiße Griffschalen und unterscheidet sich wesentlich von den späteren Fertigungen. (Beschreibung: Buch "Willi Korth - Seine Waffen" Seiten 169-174)
    Die Teile hätten nach dem Gesetz beschossen werden müssen (Stempel Bundesadler ohne Buchstaben und Eichenblatt). Ob sie allerdings beschossen wurden ist nicht bekannt. Der abgebildete Revolver ist es jedenfalls nicht.
    Die Sperre ist wie bei dem ersten Gas-Korth: Steg in der Laufmündung und Verengungen in der Trommel vor den Patronenlagern.
    Ob außer dem abgebildeten Revolver noch andere die Zeiten überlebt haben ist nicht bekannt.

  • Verstehe, mein Profilbild ist nicht der WSK-Revolver, sondern ein „echter Korth“ einer dann wieder ersten Serie.


    Bilder von Beschusszeichen und der Laufsperre beziehungsweise der Trommel lade ich hoch, sobald ich welche finde.

  • Verstehe, mein Profilbild ist nicht der WSK-Revolver, sondern ein „echter Korth“ einer dann wieder ersten Serie.

    Dein Profilbild ist ein Gas-Korth der Ersten Serie.
    Bei der zweiten Serie ist die Ausfräsung am Lauf länger. (siehe Fotos)