Kaufberatung Revolver .357 Magnum 6"

  • Alles andere, wie Manurhin oder auch die Korth halte ich für nicht geeignet.
    Speziell zum Korth darf ich mich mal kurz unbeliebt machen, die Dinger sind m.E. völlig überbewertet, speziell wenn man sie mit 357 Mag Fabrikmunition füttert klappern sie bald wie ein alter Fiat Uno.


    Bernhard Paul schießt seit einigen Monaten für Korth und hat mir die Tage seinen neuen Revolver gezeigt. Er ist ganz gut hat aber noch den falschen Drall.


    Dem muss ich widersprechen, aus meinem Korth Bj.87 sind über 20K Schuss meistens mit Pschopatenladungen raus. ::besoffen::
    Einzig der Übergangskonus hat hierbei gelitten, war danach sehr, sehr dünn und ausgefranst (erodiert) auch der Trommelspalt war übelst.


    Also habe ich bei dem neuen "Korth Unternehmen", einen neuen Lauf reinmachen lassen.
    Eingebaut wurde ein Semi-Polygonlauf von Lothar Walter. Und ich gehe mal davon aus die Jungs von Lothar Walter wissen was da für eine Drall hineingehört.
    Seitdem schiesst das Teil noch präziser als zuvor, egal ob Teilmantel oder Blei.
    Sollte also ein falscher Drall drinn sein, dann bin ich ganz froh darüber.


    Gruss
    - N -

    .........."Everything else is just what you shoot before you shoot your first FA."

  • Ich bin damals zu Kettner in den Saalepark gefahren und schilderte dem Verkäufer mein Begehr, einen 6"- Revolver kaufen zu wollen und was er denn da hätte. Er legte mir einen Colt Python, einen SW686, einen SW Highway Patrolman, einen Ruger 161 (schwarz) und einen Taurus 669 hin. Alles schöne Waffen, fürs Auge!


    Ich bat ihn, mir jeden in die Hand zu geben, wenn ich die Augen schließe. Ich prüfte so Handlage, Balance und beide Abzüge. Auf diese Weise entstand ein Stechen zwischen Ruger und Taurus, welches der Taurus auf Grund des weicheren Abzuges entschied.


    Nach nunmehr 10.000 Schuß .357 und .38 aus dem Ding könnt ich mich in den Ar&%$ beißen, nicht den Ruger genommen zu haben. Beim Silvesterschießen bei etlichen Minusgraden fror mir der Taurus regelrecht fest. Auch hat sich eine Macke rauskristallisiert, manchmal klemmt der Abzug, Abhilfe: nochmal ganz langsam durchziehen.


    An Präzision gibts aber nix zu meckern. Immerhin war vor einigen Jahren damit der 2. Platz in der Sächsischen LM drin. :D

    Wer uns das Recht auf Waffenbesitz nimmt,nimmt den Bürgern auch den Einfluß auf die Regierung.(Sarah Merkle )
    Leute die mich kennen,mögen mich-Leute die mich nicht mögen,können mich!
    Ich bin stolz darauf zu Bratzen,Mob,Pack,menschlichem Dreck,Dunkeldeutschland und Mischpoke zu gehören! :P

  • Moin Männers,


    habt vielen Dank für die vielen Infos. Ihr habt in Summe alle recht. Ich muß das jeweilige Sportgerät selber in die Hand nehmen. Am Besten auf'm Stand und mal sehen, was so geht. Vielleicht werde ich auf der WBK in Kassel im März mal sehen, ob ich da mehr als sonst so in die Hände bekomme.


    So ein alter, gut erhaltener Korth würde mich schon reizen. Die sollen ja von Haus aus schon Top sein. Ich hörte auch von "je älter, desto besser".... Kennt jemand da einen Tuner, der sich mit den Dingern wirklich auskennt?


    Zu mir selbst: Ich bin grundsätzlich ein Perfektionist. Wenn ich einen guten Tag habe, dann bin ich durchaus in der Lage deutlich über 390 Ringe zu schießen. (Neeeee, nich mit 100 Murmeln.... ::lachen2:: ) Nur habe ich bisher keine Kanone mit passender, selbstgeladener Muni, die das hergibt. Bisher habe ich wohl irgendwo immer einen gröberen Fehler beim Wiederladen gemacht (speziell .44Mag.). Egal. Ein Schützenbruder hat dem Robinson seinen 29er mit 8,375" abgekauft. Und das Ding geht einfach nur geradeaus. Da sind die Zehnen auch bei mir vorprogrammiert. Nutze ich die gleiche Labbo in meinem 29er (gleiche Lauflänge) habe ich ein Schußbild zum davonlaufen (auch nach über 50 Schuß!). Bei .357 nutze ich derzeit Fabrikmuni. Wird wohl auch erst mal so bleiben, bis ich eine eigene Kanone habe. Und dann schauen wir mal...


    Zurück zum Wunschreveolver..... Ist so ein Korth wirklich so viel besser als ein getunter S&W / Ruger? O.K. ich bin auch so einer, der ggf. gerne mal von dem üblichen Standart abweicht. Es muß also kein S&W sein. Hätte sogar lieber was anderes. Mal sehen, ob ich irgendwo in meiner Nähe einen Korth in die Hände bekommen kann....


    Bin aber nach wie vor für Alternativen offen und wie gesagt, wenn jemand einen versierten Korthtuner kennt...... Wäre ich glücklich über eine Adresse / Tel..


    Danke nochmals im Voraus
    Ethan
    :Cowboy:

  • Sollte also ein falscher Drall drinn sein, dann bin ich ganz froh darüber.




    Bernhard Paul schießt PPC 1500.......das bedeutet die Schussbilder müssen auch auf 50 meter passen....und da ist der falsche Drall nicht gerade hilfreich dabei. :drink:

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    Maj. Gen. James Mattis



    „Vergeßt nicht, daß ein jedes Volk diejenige Regierung verdient, die es erträgt!“

    Flugblatt der Weißen Rose

  • Benötigt wird er für DSB 25m Präzi / Duell. Ggf. auch noch BDS-Wettbewerbe


    Um "PPC 1500" geht es doch garnicht und nur aufgrunddessen Luschiladungen von einem falschen Drall zu sprechen, dass hat auch etwas :rolleyes:



    Gruss
    - N -

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  • aufgrunddessen Luschiladungen


    :Braverle:


    von einem falschen Drall zu sprechen, dass hat auch etwa


    Nochmals...nicht jeder Drall verträgt sich mit jeder Geschossform und nur weil er zb. mit Wadecutter eine 10er Stanzer ist muss es mit Hohlspitz auch so sein......WC sind in Österreich zb, bei 25 meter Präzi verboten...( Deutschland auch ? )


    lg leonardo

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  • Edelstahl soll blenden (Reflexionen), dafür aber rostfrei sein. Gefahr von Flugrost. Man sieht Kratzer leichter, falls polierter Edelstahl. Teurer.


    Fingerabdrücke / Schmauch sollen sich in die Brünierung reinfressen, falls keine dünne Ölschicht auf der Waffe ist und nicht zeitnah nach dem Training mit einem öligen Lappen abgewischt wird....



    Liege ich hiet richtig oder nur Geschmackssache?

  • Waffen werden idR brüniert, da der Stahl nicht rostträge ist. Hat mit "edel" nix am Hut. Rostträger Stahl, welcher dem deutschen Michel als "Edelstahl", oder noch besser, als "Edelstahl rostfrei" ::hahah:: verkauft wird, rostet nicht so schnell.

  • Zurück zum Wunschreveolver..... Ist so ein Korth wirklich so viel besser als ein getunter S&W / Ruger? O.K. ich bin auch so einer, der ggf. gerne mal von dem üblichen Standart abweicht. Es muß also kein S&W sein. Hätte sogar lieber was anderes. Mal sehen, ob ich irgendwo in meiner Nähe einen Korth in die Hände bekommen kann....


    Hallo Ethan,
    auch ich habe nicht gerne Waffen direkt "ab Stange"... daher sind all' meine Revolver etwas individualisiert. Es muss also nicht unbedingt gleich ein Korth sein, um sich etwas von der Masse abzuheben... ;)


    Was nun "besser" ist kann man so nicht definitiv beantworten. Besser ist auf jeden Fall, dass Dir die Waffe liegt und DU damit gute Ergebnisse erzielen kannst! In punkto Verarbeitung gibt es natürlich Unterschiede. Ein guter Schützenfreund hat noch einen alten Korth im "Python-Style", mit welchem ich auch schon schiessen durfte... Die Waffe fühlt sich hervorragend an und die Verarbeitung ist über jeden Zweifel erhaben... aber damit besser schiessen tue ich definitiv NICHT!
    Die Verarbeitung (Schlossgang) eines alten Colt Python kommt m.M. nach dem Korth schon sehr nahe und ich würde - wenn mir so ein Python über den Weg läuft - sofort danach greifen. Auch sind natürlich selektionierte und überarbeitete S&W Revolver von einem guten Büchser à la Merkle usw. auch tadellos in sachen Verarbeitung! Zudem sind solche Revolver für weniger Geld besser auf Dich zugeschnitten als ein (meines Erachtens) überteuerter Korth...
    Einen Korth-Tuner gibt es nicht wirklich... dafür kannst Du direkt im Werk Deine Wünsche äussern - für entsprechedes Entgeld, versteht sich.


    Viel Spass bei der Wahl!


    Grüssle
    Urban

    Ofenkäse für alle! :wall::D ...oder doch lieber ein Fondue..? :D::Flgc.h::

  • Passt zwar jetzt nicht direkt zur Frage des Threadstellers, vielleicht kann ein "Metallurge" dazu etwas sagen:
    Wenn man die S&W Modelle 586 und 686 im Bezug auf die Stahlqualität vergleicht, gibt es da tatsächlich Unterschiede?
    Ist es wirklich so dass der Stahl des 586-er "zäher" ist als jener des 686-er Modells...angeblich soll der Stahl der rostträgen Modelle spröder sein.
    Wie gesagt "angeblich"...habe ich nur gehört...und selbst habe ich keine Ahnung davon.
    Wäre ja ggf. ein Kriterium wenn jemand mit einen dieser Modelle permanent harte Ladungen verschießen möchte.
    Daher meine Frage an die Experten hier im Forum...und danke für die Aufklärung!
    LbG.
    Centershot

  • Auch sind natürlich selektionierte und überarbeitete S&W Revolver von einem guten Büchser à la Merkle usw. auch tadellos in sachen Verarbeitung! Zudem sind solche Revolver für weniger Geld besser auf Dich zugeschnitten als ein (meines Erachtens) überteuerter Korth...


    Das sehe ich auch so.
    Korth war/ist eine Klasse für sich, wenn er einem liegt.
    Von S&W hört man sehr viel negatives, liegt das evtl. an der Verbreitung?
    Ich hatte schon Club30er Roller von Spatz, Merkle und Kühn in den Fingern die mir besser lagen als jeder Korth.
    Am besten du gehst zu einem BüMa wo du diverse Revolver "testen" kannst und findest dein Lieblingseisen.
    Wenn er was taugt findet er das Optimum für dich, baut ihn nach deinen Wünschen und du musst nicht noch zig mal nachlegen.

  • Ich hatte neulich einen S+W 686 mit einem von Johannsen getunten Abzug in der Hand. Der Abzug war wirklich genial. :thumbup:


    Der Unterschied zwischen einem Colt und S+W ist, dass der auszuübende Abzugsdruck im DA bei einem Colt bis zum brechen zunimmt, bei einem
    S+W hingegen nimmt der Abzugsdruck vor dem brechen wieder ab.
    Bei dem Korth kann man je nach dem welches Abzugsrädchen eingebaut ist, den Hammer im DA vor dem brechen halten, er rastet ein.
    Was allerdings etwas feingefühl in den Fingern voraussetzt. Nachteil ist, das hierbei der Schlagweg des Hammers nur halb so lang ist, wie im SA.
    Weshalb nur weiche ZH sinnvoll sind, da er sonst die ZH nicht abschlägt.


    Die Frage ist jedoch ob man den DA Abzug überhaupt benötigt.
    So mancher schiesst zwar die BDS 10sek Zeitserie damit.
    Beim DSB hab ich noch keinen DA schiessen gesehen.
    Ansonsten wenn nur SA gewollt ist, so wären da noch die Revolver von Freedom Arms und Ruger.


    Gruss
    - N -

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  • Von S&W hört man sehr viel negatives, liegt das evtl. an der Verbreitung?


    So ist es, würden S+W noch so fertigen wie früher dann bedürfte es einem Club 30 erst garnicht.
    Die Club 30 Büchser tauschen alles aus bis auf den Rahmen, wenn es denn etwas sein soll. ::lachen2::


    Gruss
    - N -

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  • Von S&W hört man sehr viel negatives, liegt das evtl. an der Verbreitung?



    Welcher Schütze würde wohl Öffentlich zugeben das sein 3000.- Euro Trommler im Grunde einfach Mist ist und ihm überhaupt nicht zusagt ? :rolleyes:


    lg leonardo

    "Be polite, be professional, but have a plan to kill everybody you meet."
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    „Vergeßt nicht, daß ein jedes Volk diejenige Regierung verdient, die es erträgt!“

    Flugblatt der Weißen Rose