NRW Wiedereinführung - Jagdsteuer

  • Und ich erinnere mal dabei an die sehr magere Teilnehmerzahl bei der Jägerdemo 1000 Hörner 2012 in Düsseldorf die ja sogar vom eigenen Landesjagdverband torpediert wurde!!! Jetzt wird geschriehen, aber vorher wurde ein rechtzeitiger Protest selbst demontiert, da fällt einem echt nix mehr zu ein.


    Ich war jedenfalls da, obwohl ich Hesse bin.

  • Mal bitte als Info für einen Nicht-Jäger: Warum sollte man auf Hunde und Hauskatzen schießen wollen?

  • Hallo


    "warum sollte sollte man auf Hunde oder Katzen schießen wollen?"


    Das hatten wir schon öfters.
    1.) Kein Jäger schießt AUF Hunde oder Katzen. Er schießt wildernde Hunde oder Katzen ab.
    2.) Auch wenn es kein "Tierliebhaber", (also ein Städter ohne Bezug zur Natur, ohne Wissen, und mit Fernsehbildung) wahr haben will: Es gibt verwilderte Katzen, die sich ausschließlich von Lebewesen weit ab vom Menschen ernähren. Sie beschränken sich nicht auf Mäuse, sondern gefährden die Nachkommen von gefährdeten Tierarten. Es gibt zu viele Tierliebhaber, die ihre Katzen aussetzen, weil sie es nicht übers Herz bringen, die Miezi ins Tierheim zu bringen. somit ist laufend für Nachschub gesorgt, der sich von leicht zu erbeutenden Jungtieren ernähren muss. Diese Katzen überleben den nächsten Winter meist nicht, weil sie auf die Versorgung durch den Menschen hin gezüchtet wurden und nur mit dem Menschen zusammen anständig leben können. Eine Hauskatze, die in einer Familie lebt und gut gefüttert wird, jagt zwar auch und bringt tote Mäuse, Nestlinge und Hasenbabys heim, bleibt aber in der Nähe ihres Heims. Kätzinnen haben einen Radius von bis 500 Meter ums Haus, bei Katern ist dieser etwas größer. Wobei dieser Radius mit zunehmenden Alter kleiner wird, oft nur noch 50 - 100 Meter. Moderne Jagdgesetze berücksichtigen diese Erkenntnisse und deshalb ist nur der Abschuß von verwilderten Katzen als letztes Mittel erlaubt. Ein Jäger wird also nie die gut genährte, gesunde und gepflegte Hauskatze in der Nähe von Wohnbebauung abschießen, sondern nur verwilderte Katzen.
    Die verwilderte Katze ist auch kein natürlicher Bestandteil der heimischen Tierwelt, sondern diese wurde vom Menschen dort eingesetzt und bringt das natürliche Gleichgewicht durcheinander.
    Sie wird klar von der einheimischen Wildkatze unterschieden.


    Dann will oft der Besitzer eines unerzogenen Hundes, der sich aus dem Einwirkungsbereich des Besitzers entfernt hat, nicht akzeptieren, dass der liebe Wuffi eben doch nicht so lieb zu Wildtieren ist. Ja der kurzbeinige Dackel wird kein Reh zu Tode hetzen, er wird keinen erwachsenen Feldhasen fangen können, sondern nur Jungtiere oder geschwächte Tiere. Aber selbst der kleine Dackel verfügt oft über einen ausgeprägten Jagdinstinkt. Jeder Hunde, der Felder auf Wild durchsucht (nein, das ist kein Spielen), der Dickungen durchstöbert, der abseits der Besitzer und abseits der Wege stöbert, bringt Unruhe in die Tierwelt. Der Hund wird als höchste Gefahr empfunden und führt zu extremen Fluchten. Das ist eine absolute Notsituation für das aufgestöberte Wild. In der nahrungsarmen Zeit können 3 oder mehrere Fluchten ein Tier so sehr schwächen, dass es in der folgenden kalten Nacht stirbt. Ein Hund in einer Dickung einem dicht bewachsenen Teil ist für das dort lebende Tier so wie ein Einbrecher im Schlafzimmer des "Tierliebhabers". Das ist extremer Streß!


    Hunde, die das Jagen gelernt haben, belassen es aber nicht beim Stöbern, sondern entfernen sich komplett aus der Nähe der Besitzer, büxen aus, und zu jagen. Dabei tun sie sich auch mit anderen Hunden zusammen. Die sind dann auch so erfolgreich, dass sie Wild durch hetzen zu fassen bekommen und dies dann totbeißen. Das sind die Hunde, die dann von Jägern als letzte Maßnahme abgeschossen werden müssen. Die kommen auch nicht neugierig zum Jäger, wenn diese sie lockt, sondern verhalten sich furchtsam. Sie wissen, dass sie etwas Verbotenes tun! Hunde sind sehr schlau!
    Nicht zu unterschätzen sind auch die verwilderten Hunde, die ausgesetzt wurden. Falls sie den ersten Winter überlebt haben, haben sie damit gezeigt, dass sie sich von Wildtieren ernähren können. Und nein, das sind eben keine Tiere, die wie ein Wolfsrudel am Jäger vorbei den natürlichen Bestand regulieren. Das Problem besteht auch darin. dass vom Menschen immer wieder für Nachschub gesorgt wird und es nicht zu einem natürlichen Gleichgewicht zwischen Beutegreifer und Beute kommen kann. Ein Haushund ist ein Fremdkörper in der heimischen Tierwelt.
    Da aber verwilderte Hunde und Katzen nicht einfach eingefangen werden können (die sind in ihrem Aktionsgebiet außerhalb von menschlichen Siedlungen sehr scheu und lassen sich nicht greifen), bleibt als letztes Mittel aus Tierschutzgründen nur der gezielte Abschuss dieser Tiere.


    Wer dieses Notwendigkeit leugnet, ist nicht besser als die Hoplophoben, die den Sportschützen als potentiellen Mörder bezeichnen, oder den Schützensport als Vorbereitung einer Gewaltstraftat ansehen.


    Gruß
    Schwarzer Mann

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Wenn man denn den Unterschied zwischen denen Unterscheiden kann, was eine Hauskatze und eine verwilderte Katze ist und halt auch nur da Jagt wo man keine Hauskatzen erwarten kann. (selbiges für Hunde) bin ich ganz deiner Meinung. Danke für die Infos! Ich kann mir wiedermal nicht bei deinem Beitrag bedanken, keine Ahnung warum ich nur "Gefällt mir nicht" als Option habe...

  • Wenn man denn den Unterschied zwischen denen Unterscheiden kann, was eine Hauskatze und eine verwilderte Katze ist und halt auch nur da Jagt wo man keine Hauskatzen erwarten kann.


    Den Unterschied zwischen einem Whiskas gemästeten vom Tierarzt auf Hochleistung gedopten Athleten und einem echten Streuner erkennt man recht gut.


    Dabei sind selbst die Hauskatzen genau so schlimm oder noch schlimmer, da sie nur "zum Spaß & Spielen" jagen & um ihren Herrchen ein Geschenk vor die Tür zu legen.


    Yepp, siehe oben.
    Der Kater (muss irgendwie mal ein Luchs mit reingezüchtet worden sein :D ) von meinem Nachbarn rechts, hat sogar halbwüchsige Hühner von meinem linken Nachbarn gekillt und fast 100 Meter über 3 hohe Zäune zu seinem Herrchen vor die Balkontür apportiert, und das nicht nur einmal am Tag.

    Wer nach allen Seiten offen ist,ist nicht ganz dicht.

    μολὼν λαβέ

  • Klar erbeutet auch eine Hauskatze mal den einen oder anderen Vogel im Garten, aber das ist nicht das wirkliche Problem. Zum Problem werden eben verwilderte Katzen, welche außerhalb der Ortschaften auf die Jagd gehen und die Dickichte durchstöbern, denn diese gefährden die ohnehin schon mehr als genug bedrohten Bodenbrüter, welche schon zu viel durch andere hier nicht in das Ökosystem passende Neozoa wie Waschbär, Marderhund etc. gefährdet sind. Die Landwirtschaft tut natürlich das Ihre dazu. Insgesamt führt das zu einem immer weiteren Rückgang gefährdeter Arten. Im Übrigen auch die neuen besonders großen Windräder mit recht hohen Rotorgeschwindigkeiten schlachten jährlich Vögel und Fledermäuse in sehr beträchtlichen Stückzahlen. Habe auch schon Füchse gesehen, welche gar nicht mehr jagen (normalerweise hauptsächlich Mäuse etc.) , sondern nur in der Nähe der Windräder warten bis Futter vom Himmel fällt. Die Bedrohung ist inzwischen Mulitidimensional.
    Übrigens bei wildernden Hunden ist es auch sehr häufig, dass diese das Wild nur sehr schwer verletzen, dieses dann elend verreckt, und es eben gar nicht gefressen wird.
    Das Einzigste was übrigens vom Abschuss abgesehen gegen verwilderte Hauskatzen helfen würde, wäre eine Pflicht zur Kastration/Sterilisation ALLER Katzen auch Hauskatzen welche Freigänger sind und eben nicht nur in der Wohnung gehalten werden.


    Sonst in dem Artikel wird der Eindruck erweckt, es ginge fast nur um das Verbot verwilderte Katzen und wildernde Hunde zu schießen. Das sind nur 2 kleine Punkte bei dem Protest. Es geht eben auch um die Einführung einer Jagdsteuer auch noch in der Höhe prinzipiell nicht begrenzt (Die Pächter müssen im Gegensatz zu früher i.d.R. ohnehin schon sehr viel drauflegen, einige Problemreviere sind kaum mehr zu verpachten, und da noch zusätzlich mit n Jagdsteuerabkassieren wollen :thumbdown: ), und um recht Sinn freie Jagdzeitregelungen bzw. Einschränkungen, neue Verbote bei der dringend notwendigen Fallenjagd (Nur mit Fallen, lässt sich z.B. das i.d.R. nachtaktive Raubzeug im Zaum halten, inklusive der Waschbären, welche als Neozoen großen Schaden anrichten). etc. etc. etc. Bei der normalen Jagd erwischt man das nur mal mit Glück, ab und an mal.

  • Vielleicht sollten Revierinnhaber dann wieder Leistungen verweigern, für welche sie eigentlich nicht zuständig sind, welche aber bisher aus Gutwillen und Tierschutzgedanken erbracht werden. z.B. bei Wildunfällen auf Straßen am Revier etc. Häufig ist das Wildbret dann eh nicht verwertbar, sollen die Gemeinden sich dann doch um die Entsorgung der Tierkörper etc. kümmern, das kostet nämlich auch gar nicht so wenig. Genauso warum sollte der Jäger dann bei jeder Nachtzeit bei einem Wildunfall raus fahren um wenn notwendig das Wild zu erlösen, oder wenn notwendig noch aufwendig nachsuchen? etc. das können auch andere erledigen natürlich kostet das dann etc.

  • sollen die Gemeinden sich dann doch um die Entsorgung der Tierkörper etc. kümmern, das kostet nämlich auch gar nicht so wenig. Genauso warum sollte der Jäger dann bei jeder Nachtzeit bei einem Wildunfall raus fahren


    Die wären wirklich dumm für diese Rot / Grüne Vormundschaft gratis nochmal den Finger krumm zu machen.

  • Es darf jedenfalls nicht vermarktet werden, ob es grundsätzlich auch für den Eigenbedarf nicht verwertet werden darf müsste ich noch mal nachlesen.

  • So weit ich weiß, darf man auch keine Kuh verwerten, die wegen Festliegen auf dem Hof geschlachtet worden ist. Aber selbst essn darf die Bauernfamilie das Fleisch dieses Tieres (Festliegen ist gar nicht so selten nach dem Kalben. Falls bei der Kuh Bänder gerissen sind, kommt sie nicht mehr hoch. Falls ein Elektrolytmangel vorliegt, kann der Tierarzt durch Infusionen sie wieder hochbekommen. Das muss allerdings innerhalb von wenigen Stunden geschehen, denn sonst werden Gewebe, auf denen die Kuh liegt, nekrotisch.
    So eine Kuh, die wegen Festliegen außerhalb eines zugelassenen Schlachtbetriebs getötet wurde, darf genau so wie verunfalltes Wild nicht zum menschlichen Genuss verkauft werden. Allenfalls Tierfutter ist noch möglich.
    Aber ist würde kein Problem damit haben, Wild nach einem Wildunfall zur Nahrungszubereitung zuzuführen. Schlechtere Teile für den Hund, der Rest auf den Luderplatz für den Fuchs.


    Eigenverzehr ist nach meiner Kenntnis nicht verboten.


    Gruß
    Schwarzer Mann

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • o.k. dann hat mich mein Gedächnis nicht getäuscht, Eigenverzehr ist o.k. (wenn was brauchbares übrig sein sollte)