12/76 Bleischrot

  • 12/76
    Hülse: Fiocchi 12/76 T4-M Plastic
    Zünder: Fiocchi 616 (high power)
    Pulver: 41,0grs Alliant Blue Dot
    Schrotbecher: Remington SP12
    Schrot: 1 1/2 oz (ca. 42,53g) Bleischrot (3,1mm)
    Schrotabdeckplättchen Kunststoff (wenn statt dessen Pappe verwendet wird 2 Stück übereinander nehmen)
    Crimp: Rollcrimp mit Bördelkopf und Bohrmaschine
    Gesamtlänge fertige Patrone ca. 68,4mm
    V2 aus 74cm ca 392m/s


    edit: Max Gasdruck ca. 560 bar (hab die Ladung auf Grund gleichmäßigerer Deckung wieder ein ganz klein wenig auf 41,0grs gesenkt)


    Die Laborierung nutzt den für 12/76 Magnum möglichen Gasdruck (bis 1050bar) gar nicht, der liegt im normalen Bereich wie für 12/70. Allerdings lohnt es nicht die Pulverladung weiter zu steigern, da wird die Schrot-Deckung deutlich ungleichmäßiger, und bei stärkere Ladung droht der Schrotbecher überlastet zu werden (bzw. der untere Abdichtring vom Schrotbecher kann einreißen und durch Gasschlupf sinkt dann die V0 trotz stärkerer Ladung etwas, bringt also nix). Auch hat man nicht mehr all zu viel Platz für einen guten Rollcrimp, der für einen guten Pulverabbrand benötigt wird. Die Schrotkörnung kann problemlos zwischen 2,5 und 3,7mm variiert werden, ohne dass dies größere Auswirkungen auf die Laborierung hätte. 3,1mm passt dort wo man noch Blei schießen darf gut für Enten und Nielgänse, Hasen fallen auch sauber, Füchse nur aus nicht allzu großer Entfernung. Speziell für Fuchs würde man 3,5 oder 3,7mm laden. Der Rollcrimp lässt sich je nach Bördelkopf etwas leichter erstellen wenn der Hülsenmund außen mit ein klein wenig Vaseline behandelt wird. Die Laborierung flammt etwas, das stört aber nicht weiter, Nachts ist man i.d.R. eh nicht mit Schrot unterwegs.
    Die Hülse kann problemlos ein zweites mal geladen bzw. verwendet werden, allerdings muss der Hülsenmund nach dem Recalibireren der Hülse erst mit n Spinndoktor wieder hergestellt werden. Wenn Der Hülsenmund zu kaputt ist, kann die Hülse einfach gekürzt und noch einmal als 12/70 mit n normalen Sterncrimp wieder verwendet werden.


    Und wie immer auf eigene Gefahr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

  • und noch eine 46g Ladung mit B&P Becher


    12/76
    Hülse: Fiocchi 12/76 T5-M Plastic
    Zünder: Fiocchi 616 (high power)
    Pulver: 41,5grs Alliant Blue Dot
    Schrotbecher: Baschieri & Pellagri Z2M-H15
    Schrot: 46g Bleischrot (3,3mm)
    Schrotabdeckplättchen Kunststoff (wenn statt dessen Pappe verwendet wird 2 Stück über einander nehmen)
    Crimp: Rollcrimp mit Bördelkopf und Bohrmaschine
    V2 aus 74cm ca. 393m/s
    Maxgasdruck ca. 664 bar


    und wie immer auf eigene Gefahr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!


    Bin noch am probieren wie ich mehr Geschwindigkeit raus bekomme ohne dass die Verteilung der Schrotgabe ungleichmäßiger wird. Der B&P Becher Z2M-H15 ist deutlich robuster als der Remington SP12 und dichtet dabei besser ab, der B&P Becher verträgt noch mehr Ladung, allerdings bei noch höherem Gasdruck welcher bei 12/76 Magnum nach CIP ja problemlos erlaubt ist, wird die Verteilung der Schrotgabe immer ungleichmäßiger.
    Mit etwas feinem Geschosspuffer im Schrot kann man noch etwas höher gehen, klassisch wäre dass feines Polyethylenpulver. Ich experimentiere zur Zeit allerdings mit Korkmehl statt feinem Kunststoffpulver denn unnötig viel Microplastikpartikel muss man ja nicht unbedingt bei der Jagd in die Landschaft verteilen.
    Zudem bin ich noch am testen in wiefern noch langsameres Pulver als Blue-Dot z.B. VV N110 sinnvoll verwendet werden kann.

  • und eine für 12/76 recht leichte 36g Ladung endlich auch mit Vihtavuori N340


    12/76
    Hülse: Fiocchi 12/76 T4-M Plastic (wichtig mit angeschrägtem Hülsenmund (shived) sonst klappt das mit dem Sterncrimp nicht)
    Zünder: Fiocch 616 (high power)
    Pulver: 2,15g VV N340
    Schrotbecher: Baschieri & Pellagri Z2M-H24
    Schrot: 36g Bleischrot (2,9mm)
    Crimp: Sterncrimp
    V2 aus 74cm ca. 403m/s


    Eine Gasdruckmessung für 2,15g hab ich keine, mit 2,00g VV N340 lag der Gasdruck allerdings nur bei max 430 bar und 364m/s


    Macht man statt des Sterncrimp einen Rollcrimp mit Schrotabdeckplättchen sinkt die Geschwindigkeit etwas. Wenn man nur Hülsen ohne angeschrägtem Hülsenmund bzw. no-shived hat bleibt nur der Rollcrimp.

  • Habe für schwere Ladungen von 46g und mehr auch mal VV N110 probiert. Leider keine guten Ergebnisse. N110 brennt in der Flinte erst ab ca. 800 bar zufriedenstellend und gleichmäßig. Bei dem Gasdruck der für 12/76 Magnum zwar noch ganz locker zulässig wäre gibt es mit Schrotladungen im Kaliber 12 leider keine vernünftige gleichmäßige Schrotdeckung mehr mit N110. Könnte mir aber gut vorstellen dass es für Ladungen mit schweren Magnumslugs sehr gut zu gebrauchen wäre.

  • Bei der 36g Ladung ist der Platz sehr knapp kalkuliert. Wenn man gröberes Schrot laden möchte kann es sein dass der Sterncrimp nicht mehr zuverlässig schließt (gröberes Schrot braucht beim gleichen Gewicht geringfügig mehr Raum, bzw. gleiches bei Hartschrot dass eine geriungfügig kleinere Dichte hat). In dem Fall könnte man mit geringfügigen Leistungsverlußt einen Rollcrimp mit Schrotabdeckplättchen machen der weniger Platz braucht. Oder man verwendet mit Sterncrimp den B&P Becher Z2M-H21 statt dem H24er. Da beide Becher einen Kompressionsbereich mit sehr ähnlicher Leistung haben braucht sonst an der Laborierung nichts verändert werden und man kann mit gleicher Pulverladung arbeiten, ohne dass größere Abweichungen zu erwarten sind. Bei Chilled-Shot ist die Grenze ungefähr bei 2,9mm wo man beide Becher gut verwenden kann, bei feinerem Schrot ist der Z2M-H24 besser und bei gröberen Schrot der Z2M-H21.
    Wobei man bei richtig groben Schrot z.B. zur Fuchs- und Dachsjagd üblicher weise lieber eine andere Laborierung mit höherem Vorlagegewicht bevorzugt um trotz sehr grober Körner noch eine gute Deckung zu erzielen. Für den Einsatzbereich macht sich die 46g Ladung oben deutlich besser.

  • Bei der 36g Ladung und dem B&P Z2M-H21 Becher kann sich die Verteilung der Gabe je nach nach Gestaltung des Choke etwas verschlechtern, je nach Flinte halt. Wenn das der Fall ist, schaut die Verteilung der Schrotgarbe mit 2,10g VV N340 i.d.R. wieder besser aus.

  • 12/76
    Hülse: Fiocchi 12/76 T4-M Plastic
    Zünder: Fiocchi 616 (high power)
    Pulver: 2,38g Reload Swiss RS20
    Schrotbecher: B&P Z2M-h21 (bei feineren Schrotkörnungen noch eine Pappscheibe Kal.20 1,2mm in den Becher unter das Schrot)
    Schrot: 36g Bleischrot (3,1mm)
    Crimp: Sterncrimp
    V3 aus 74cm 404m/s


    und wie immer auf eigene Gefahr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

  • Die Ladung mit 36g Vorlage und RS20 hat sich mittler weile bei Allen Anschußtests aus den verschiedensten Flinten und den verschiedensten Chokes als die Ladung mit perfekt gleichmäßiger Verteilung der Gabe herausgestellt. Besser geht fast nicht.