Zuendhuetchen Fummelei

  • Moin .44.


    Dann wird es richtig gefährlich!!!!!!!! ::Bumm::
    An deiner Stelle würde ich mit dem Püster erst dann wieder schießen , wenn
    Du eine brauchbare Lösung gefunden hast.
    Dazu rate ich dir Eriks Empfehlungen zu folgen !


    Gruß
    r2

  • Wenn Zündhütchen abfallen besteht die Gefahr einer Mehrfachzündung über mehrere Kammern, mit so einer Waffe würde ICH nicht schießen.

    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

  • wg der nichtverfügbarkeit von Remington 10 und 11 Zündhütchen...


    Es gibt viele Händler, aber nur wenige Großhändler, und noch weniger Pulvergroßhändler. Findet doch einfach heraus, vob welchen Pulvergroßhändlern sich euer Händler beliefern läßt. So hab ich meinen darauf hingewiesen, das PulvervMüller die Remingtons im Angbot habe. Große Augen, 14 Tage später waren die Remingtons da... So einfach kanns manchmal sein ...

    Aussagen ohne Sarkasmus oder Spott stammen nicht von mir ...

  • Mitunter helfen einfach Dinge das Problem in den Griff zu bekommen.


    Ich hab da einen kleinen Holzstab, ca. 6mm im Durchmesser. Mit welchem man die ZH fest auf das Piston drücken kann.


    Nach dem Schuß: Was das Problem mit dem ZH in der Mechanik lösen kann, ist ein Stück Schleifpapier.
    Bei vielen COLT Nachbauten ist der Sicherungsschlitz im Hammer SEHR scharfkantig!
    Ausbauen, mit ein wenig Schleifpapier die Kanten brechen, sauber machen, wieder einbauen und das Problem sollte weitestgehendst gelöst sein.

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    Ike Godsey


    --- Just a grumpy old man with a gun ---

    38692082ro.jpg

  • Sehr interessanter Hinweis.
    Beim Ruger gibt es diesen Sicherungsschlitz nicht. Da klemmen die Zündhütchen dann anderswo.


    Man kann beobachten, dass einige VL-Revolverschützen den Revolver gewohnheitsmäßig beim Spannen nach rechts kippen. Ich hab den Eindruck, dass dann die zerplatzten Zündhütchen schöner rausfallen. Besonders anfällig für Zündhütchen im Mechanismus ist mein 1851 Navy. Da rastet dann die Sperrklinke nicht zuverlässig ein.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Wenn man passende Pistons und Zündhütchen verwendet platzt auch nichts mehr ab. Bei VL Revolvern sollte man Remington 10 und 11 bzw. CCI 10 und 11 ausprobieren, die RWS taugen m. M. nach nur für Pistolen und Gewehre, ich vermute das das Material zu hart oder spröde ist, so wie die immer zerplatzen. Für unsere Centaure haben Peter Vogl und ich div. Pistons getestet und dann spezielle nach Zeichnung fertigen lassen, die der VL-Shop vertreibt.

    Erik - the master of desaster
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  • Ich hab zwar nicht die Erfahrung wie Du, @eric_fridjoffson, aber offenbar zerplatzten auch bei den Colt-Originalen die Zündhütchen, bzw. es war vorgesehen, dass sie abfallen. Denn im 1860er Colt ist extra eine Nut ins Schild des Rahmens gefräst, wodurch die abgeschossenen Zündhütchen beim Weiterdrehen der Trommel rausfallen können, ohne dass sie etwas blockieren.
    Ich hatte die sowohl die alten von Jacobi, wie auch die 2 Sorten von S. u. B., die RWS, und die CCI getestet. Dabei haben bei mir die von Jacobi die wenigsten Probleme gemacht, weil deren Material relativ dick war. keine Ahnung, welcher Hersteller das vor 35 Jahren war.
    Damit die Zündhütchen nicht zerplatzen, werden wohl die Pistons mit 2 seitlichen Bohrungen angeboten. Es wird oft darüber diskutiert, ob das etwas bringt.
    Ich halte es eher für einen Nachteil, wenn die angefeuerten Zündhütchen nicht zerplatzen und fest auf den Pistons sitzen bleiben. Ich halte es für ziemlich nachteilig, wenn man mit einer spitzen Zange die unzerplatzen ZH abziehen muss.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Meiner Meinung nach ist die Fräsung beim 1860 Colt zum Setzen der Zündhütchen vorgesehen. Wenn ihr euch alte Originalzündhütchen anseht, werdet ihr vom Material her stärkere und auch vom Durchmesser her größere als die heutigen finden. Außerdem spielt die Form vom Piston ebenso eine Rolle. Warum zerplatzen die Zündhütchen beim Feinwerkbau History no 2 Revolver fast nie? Weil die Geometrie des Pistons beim Sitz der Zündhütchen anders ist, als bei gewöhnliche Pistons.


    Hier mal die Originalzeichnung unserer modifizierten Pistons für den Centaure, der funktioniert auch ohne Bohrungen mit den entsprechenden ZH


    Piston.pdf

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  • Ich hab zwar nicht die Erfahrung wie Du, @eric_fridjoffson, aber offenbar zerplatzten auch bei den Colt-Originalen die Zündhütchen, bzw. es war vorgesehen, dass sie abfallen. Denn im 1860er Colt ist extra eine Nut ins Schild des Rahmens gefräst, wodurch die abgeschossenen Zündhütchen beim Weiterdrehen der Trommel rausfallen können, ohne dass sie etwas blockieren.

    Meiner Meinung nach ist die Fräsung beim 1860 Colt zum Setzen der Zündhütchen vorgesehen.

    Schwarzer Mann hat Recht Erik, er meint diese Nut:


    823-g.JPG



    Wenn ihr euch alte Originalzündhütchen anseht, werdet ihr vom Material her stärkere und auch vom Durchmesser her größere als die heutigen finden.

    Das ist korrekt.
    Damals, in der guten alten Zeit, als der 1851er & Co. grad salonfähig wurden, wurden ZHs speziell für COLTs Waffen gebaut. Die Waffen waren so konstruiert, dass zwischen Hammer und Piston 1-2 Hundertstel Luft war.
    Beim Abschlagen völlig sicher zündete, aber eben nichts kaputt machte.
    Obige markierte Nut im Rückstoßschild was dafür gedacht, wenn mal die Toöeranz nicht stimmte.

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    Ike Godsey


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    38692082ro.jpg

  • An diese Ausfräsung hab ich jetzt gar nicht gedacht, .... Asche auf mein Haupt :coulder:

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  • Nein, das hat keinen Sinn. Ist ein Euroarms-Schrott. (Schießt gut, hat einen leicht stehenden Abzug, ist aber eben Euroarms; hab ihn für kleines Geld von einem Kollegen angeboten bekommen und ....... na ja ........, besser auf einen Colt der 2. Generation gewartet)


    Die Zündhütchen finden sich fast immer unter der Drahtfeder, die die Sperrklinke hochdrückt. (Die bricht zwar nicht, aber da verklemmen sich eben die ZH)


    Aber: sie fallen konstruktionsbedingt leichter in den Rahmen, in dem sich der Mechanismus befindet, als bei dem neueren 1860er, bei dem Schwächen der Vorgängermodelle konstruktiv beseitigt worden sein sollen.

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