Zuendhuetchen Fummelei

  • auf Anraten eines alten Schwarzfingers hab ich mir einen etwas dickeren Lederstreifen gelocht und das Loch an einer Seite zum Rand in aufgeschnitten. Die Hütchen halten im Loch und der Streifen kann nach dem setzen seitlich weggeschoben werden. Funzt prima, is nur komisch zu beschreiben.

    it takes balls to shoot a muzzleloader

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  • Es gibt einige, die haben keine Problem mit Zündhütchen und zerplatzen. Warum auch immer (Pistonform?). Hier mal was interessantes: http://www.theopenrange.net/forum/index.php?topic=9093.0. Beim Navy, Army zumindest, gibt es auch noch den Tipp (für alle die, die nach jedem Schuss erst mal 30 Minuten Fummeln müssen, damit sich die Trommel wieder dreht), den Schlitz für die Sicherheitsrast im Hammer zu verschliessen.

    "Ich fürchte nicht die Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern die Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten"
    Theodor Adorno

  • Moin.


    Nie Probleme behabt. Selbst mit fünf Daumen :D an der Hand nicht. Beim Remington eh nicht (wird extern geladen) Beim Navy auch nicht. Bei extremer Kälte ist es nicht sooo angenehm, aber es geht alles.
    Was nicht paßt, wird passend gedrückt. Die verstärkten Zündhütchen platzen manchmal und fliegen dann einfach weg. Ist gut so, brauch' ich hinterher nicht runterpulen.
    VL

  • Wenn man die normalen 1075 RWS Zünder vorne etwas vorsichtig mit den Fingern zusammendrückt vor dem Setzen, sitzen die auf meinem Rogers & Spencer von Feinwerkbau auch halbwegs gut und fallen nicht wieder vom Piston runter, was sonst durch aus passieren kann.
    Nur zerplatzen die eigentlich immer bei der Zündung. Wenn man halbwegs Glück hat fallen die Reste dann einfach runter und der Piston ist wieder Frei. Wenn man Pech hat, verklemmen sich die Reste zwischen Trommel und Rahmen, je nach Disziplin ist das dann Misst wenn dadurch eine ganze Serie ausfällt.
    Die Remington Nr 10 sitzen auf so gut wie allen Pistons bomben fest, und fallen sofern sie richtig drauf geschoben werden nicht mehr runter. Gelegentlich muss man die bevor man die Trommel wieder stopft mit n kleinen Zange runter ziehen, aber das stört eigentlich nicht. Das ist deutlich besser als Zündireste die sich zwischen Trommel und Rahmen verklemmen.
    Von der Zündleistung her sind die Remington Nr 10 irgendwo zwischen RWS 1075 und RWS 1075+ anzusiedeln, also etwas kräftiger als die normalen Standart RWS Zünder. Die genaueste Ladung muss auf jeden Fall neu ermittelt werden, wenn man auf diesen Zünder umsteigt.

  • @Erik


    Gar nicht so dumm! Könnte selbst für mich einigermaßen handhabbar sein.


    selbst gemacht oder gekauft?


    Wenn selbst gemacht, wie?


    Gruß
    Schwarzer Mann

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Der ist gekauft, kann man aber auch selber machen, Stück Blech, anzeichnen wohin die Stifte kommen, aussägen und feilen, schleifen, dann Hartlöten, geht z.b. mit Messing und Silberlot prima. Dann ein Stück Schlauch drauf mit Überstand in Zündhütchenhöhe. Zuletzt außen den Schlauch bis zum Stift einschneiden...

    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

  • wie gesagt, ich hab einen simplen Zündhütchensetzer, der funktioniert, recht einfach konstruiert wo mindestens 100 Zündis rein gehen, und der auch beim Perkussionsrevolver gut setzen und andrücken kann.

  • also ich nutze einen ganz banalen Gummischlauch aus dem Tierfachhandel (Aquaristik), da habe ich meine Hütchen drin setze sie auf und schiebe sie mit dem Daumennagel raus, funktioniert recht gut, zumindestens besser als das was du aufgezählt hast.


    Hallo,
    ich bin auch auf der Suche nach einer Lösung die die Fummelei beendet, ich bin eher ein Grobnotoriker....
    Könntest Du Bitte ein Bild von dem Schlauch einsetzten, und die Funktion und den Ablauf etwas genauer erklären?
    Danke
    Andreas

  • Hallo zusammen , habe die Gummi oder besser Plastikschlauch probiert , für mich eine kolosale Erleichterung . Ich habe Hände wie Bratpfannen ,immer mit den Zündis gefummelt und Zeit vergeudet ,konnte durch meine dicken Fingern garnicht Piston und Zündis sehen .
    Anleitung : Plastikschlauch Innendurchmesser 4 mm auf 70 mm läng abschneiden , die länge ist aber beliebig , passt aber schön in die CCI Hartbox , an den Enden ca. 8-9 mm also Zündi Länge 2 mal aufschneiden und dann die Zündis reinschieben . Ich habe beide Seiten vom Schlauch eingeschnitten , also pro Schlauch 2 Zündis . Durch den Schlauch , der Zierlich ist hat man frei Sicht auf den Piston . Habe leider farbigen Schlauch , klarer ist besser . Am Mittwoch habe ich das ausprobiert und nur die Hälfte der Zeit gebraucht .
    Ganz leicht zum herstellen und günstig .

  • Das Setzen der Zünder von Hand geht bei unseren 1860ern Colts ganz gut, weil die in der Ausfräsung am Stoßschild eine kleine Rinne haben, über die der Zünder leicht aufs Piston geschoben werden kann.


    Stoßschild Centaure1.jpg


    Dennoch hat sich im CAS-Wettkampfeinsatz der abgebildete Setzer mittlerweile verbreitet. Mit ein wenig Übung geht das schon sehr gut, vor allem wenn unter Zeitdruck ein Zünder mal nachgesetzt werden muss.


    zündhütchensetzer1.jpg


    Lederstrumpf

  • Guten Tag zusammen,


    etwas spät (weil auch erst seit kurzem bei der Perkussions-Fraktion dabei) mein Beitrag dazu.
    Natürlich plagen auch mich die gleichen Probleme mit den Zündhütchen wie Euch und ich habe mich "durchgelesen".
    Für die Tipp´s aller sage ich Danke!


    Dennoch komme ich nicht wirklich weiter, vielleicht hat einer - oder haben mehrere - von Euch den zündenden Einfall.
    Bei meinem Walker .44 (Uberti-Replika, Alter ca. 25 Jahre, in meinem Besitz seit 2 Jahren, vom Vorbesitzer max. 50x geschossen, von mir viell. 500x) zerreißt es die RWS-Zündhütchen (egal ob 1075 oder 1075 Plus) bei jedem Schuss. Obendrein fallen die Dinger der Nachbarkammern während des Schießens von den Pistons ab.
    Zuerst glaubte ich an zu hohen Gasdruck aufgrund der gemessenen Pistonbohrung von 1mm --> Austausch gegen neue Edelstahlpistons. Leider keine Verbesserung. Dann probierte ich es ohne Pulver; jedes Zündhütchen (gleiche wie zuvor beschrieben) hat es zerlegt. Lediglich das Abfallen von den Pistons blieb aus - nona wenn ohne Treibladung.


    Nach dem Setzen der Primer drücke ich sie alle mit einem Holzstab fester auf die Pistons, das wirkt aber nicht.


    Das Primer-Setzen ist für meine Finger und Augen eine Herausforderung. Zwar besitze ich einen dieser stabförmigen Helfer, doch der ist im Originalzustand keine technische Offenbarung. Das Befüllen gestaltet sich problematisch, weil die Hütchen im Schacht oft umkippen und so nicht mehr aufsetzbar sind.
    Heute habe ich etwas experimentiert und bin zufrieden mit dem erzielten Ergebnis, welches ich Euch kurz vorstellen möchte.
    Das Prinzip ist einfach: Erhöhung des Federdrucks auf die Hütchen im Magazinschacht, denn im Originalzustand ist dieser Druck lachhaft gering - was ja zum Umkippen der kleinen Teile führt.
    Bilder sprechen deutlicher als Worte:


    IMG_0129.JPG
    Zusätzlich zur Originalfeder habe ich zwei Kugelschreiberfedern eingesetzt.
    Damit sich die Federn nicht ineinander schieben, kommen zwei Teller mit kurzer Führung zum Einsatz. Diese habe ich mir aus 3mm-Blindnieten gefertigt (Durchmesser des Kopfes reduziert mittels Bohrmaschine und Feile, Schaft abgesägt - im Bild ist das Halbzeug, eben der Niet, neben einem Zündhütchen zu sehen; darüber zwischen den Federn die zwei bearbeiteten fertigen Teile).
    Natürlich erhöht sich damit die Gesamtferdernblocklänge; deshalb habe ich ein zusätzliches Loch zur Primeraufnahme gebohrt (auf dem Bild links neben dem Originalloch)um das "Aufmagazinieren" des Stabes zu ermöglichen.
    Das Magazinieren des Stabes erfolgt nun in gewohnter Weise - Spannen des Vorschubknopfes, Zuführen der Zündhütchen von unten nach oben durch das neue Loch unter leichter Schräglage, Loslassen des Vorschubknopfes wenn Magazin voll.


    Zuvor hatte ich mir einen Setzstabzuendhuetchensetzer_neu_2.jpg besorgt, doch den kann ich nicht fluchtend auf die Pistons meines Walkers aufsetzen --> für mich somit unbrauchbar.
    Die "Schnecke" scheint zumindest für den Walker deutlich besser geeignet zu sein.


    Sollte es eine wirksame Methode geben, die Zündhütchen auf den Pistons während des Schießens auf den nicht abzufeuernden Kammern zu behalten, wäre ich für diesbezügliche Informationen sehr dankbar!


    Beste Grüße
    .44

  • Auch wenn es eine schöne Bastelarbeit ist, der Sinn der Feder besteht im Grundsatz nur darin, den Druck so lange aufrecht zu erhalten, bis die Zünder übers Einfüll-Loch hinweg verbraucht sind und keine mehr herausfallen können.


    Der Vorwärtstransport in die Setzposition ist Sache des Daumens und des gerändelten Knopfes und nicht des Federdrucks.


    Ich verwende seit Jahren zwei dieser Setzstäbe von Pedersoli und außer der notwendigen Sorgfalt beim Befüllen sind sie problemlos im Handling.


    CC

    Jeszcze Polska nie umarła, kiedy my żyjemy.

  • Dennoch hat sich im CAS-Wettkampfeinsatz der abgebildete Setzer mittlerweile verbreitet. Mit ein wenig Übung geht das schon sehr gut, vor allem wenn unter Zeitdruck ein Zünder mal nachgesetzt werden muss.




    Lederstrumpf

    Den habe ich auch und kann ihn nur empfehlen.


    Fast keine Probleme, und wenn dann einfach kurz schütteln.


    Beste Grüße!

    "No free man shall ever be debarred the use of arms. The strongest reason for the people to retain the right to keep and bear arms is, as a last resort, to protect themselves against tyranny in government. " (Jefferson)

  • Danke für´s Kompliment CC.
    Genau was Du beschreibst, den Druck aufrecht zu erhalten, sollen die Federn anstelle meines Daumens übernehmen.
    Kann mir schwer vorstellen stets mit dem Daumen zur Stelle zu sein.
    Bei meinem Setzstab ist es halt so, dass ohne Druck binnen kürzester Zeit keine Ordnung mehr herrscht, manche Hütchen sind korrekt positioniert, manche liegen auf der Seite - auf jeden Fall nicht zufriedenstellend.
    Vielleicht habe ich ein mangelhaftes Exemplar?


    Gruß
    .44

  • CC

    Jeszcze Polska nie umarła, kiedy my żyjemy.

  • Was sehr gut geht ist ein Setzstern, den man ab und an bei Egun findet. Wenn man einen Metaller kennt, kann man ihn u.U. anferigen lassen. Wegen der zerplatzenden Zündhütchen, das kann an der Form der Pistons und der verwendeten Zündhütchen liegen. Remington Nr. 10 sind die erste Wahl bei Zündhütchen. Für die Centaure Revolver haben Peter Vogl und ich Pistons perfektioniert. die mit CCI und Remington Zündhütchen perfekt passen und funktionieren, die werden in Berylliumbronze vom VL-shop vertrieben. Unser mehrfacher Deutscher Meister CAS 1870er Klasse Magic Joe nutzt mittlerweile nur die und schießt damit seitdem viele Clean Matches.




    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)