Bearbeitungsdauer Antrag Rote WBK

  • Erklärung.... ? Keine Ahnung!



    Auf Nachfrage bei meinem zuständigen Amt bekam ich die Auskunft: Sammler dürfen wie Händler Feuerwaffen OHNE Beschuß erwerben! Sie müssen dann natürlich in das Sammlergebiet passen.



    Da Kulturhistorisch bedeutsame Waffensammlungen grundsätzlich nicht geschossen werden dürfen, da in der Regel keine Sammler-WBK einen Munitionserwerb innehat, stellt sich die Frage auch grundsätzlich nicht.



    Also, selbst wenn es im Gesetz nicht eindeutig definiert ist, sollte man hier keinen Lärry von machen und das "Brauchtum" wohlwollent akzeptieren und im Fall der Fälle keinen Gerichtsprozess anstrengen, um die Gefahr zu bannen, daß es zukünftig anders und somit wieder mal schlechter für uns wird.



    Daher verstehe ich auch die hier zum Teil vorhandene Agresseion, welche sich in Form von großen Schriften und bunten Farben widerspiegelt, nicht! Keep cool... Männers....




    Grüße
    Ethan
    :Cowboy:

  • Auf Nachfrage bei meinem zuständigen Amt bekam ich die Auskunft: Sammler dürfen wie Händler Feuerwaffen OHNE Beschuß erwerben!


    Eine abenteuerliche Interpretation einer unzweideutigen Gesetzespassage. ::c.o.l)



    Da Kulturhistorisch bedeutsame Waffensammlungen grundsätzlich nicht geschossen werden dürfen, da in der Regel keine Sammler-WBK einen Munitionserwerb innehat, stellt sich die Frage auch grundsätzlich nicht.


    Auch abenteuerlich interpretiert, gewissermaßen an den Haren herbeigezogen. Was ist, wenn neben der roten WBK auch eine Munitionssammel-Erlaubnis erteilt wird? Viel wichtiger wäre der Hinweis auf eine Entscheidung des VG Stuttgart vom 10.7.2013, Az. 5 K 1614/11 ;)



    Also, selbst wenn es im Gesetz nicht eindeutig definiert ist, sollte man hier keinen Lärry von machen und das "Brauchtum" wohlwollent akzeptieren und im Fall der Fälle keinen Gerichtsprozess anstrengen, um die Gefahr zu bannen, daß es zukünftig anders und somit wieder mal schlechter für uns wird.


    Mit einem fähigen Rechtsbeistand würde ich den "Lärry" nicht scheuen. ^^

  • Da Kulturhistorisch bedeutsame Waffensammlungen grundsätzlich nicht geschossen werden dürfen, da in der Regel keine Sammler-WBK einen Munitionserwerb innehat, stellt sich die Frage auch grundsätzlich nicht.

    Das stimmt so aber nicht, das Waffen aus kulturhistorischen Sammlungen grundsätzlich nicht geschossen werden dürfen:


    Denn es gibt kulturhistorische Sammlungen, wo alle Waffen des Sammelplans


    1.) gültigen Beschuss haben und für die man
    2.) einen MES für die Sammlung beantragen kann.


    In diesem Fall steht es dann dem Sammler frei Munition zu erwerben und auf jedem Schießstand mit den Sammlerstücken zu schießen.
    Alles eine Frage der Begründung.

  • Also, selbst wenn es im Gesetz nicht eindeutig definiert ist, sollte man hier keinen Lärry von machen und das "Brauchtum" wohlwollent akzeptieren und im Fall der Fälle keinen Gerichtsprozess anstrengen, um die Gefahr zu bannen, daß es zukünftig anders und somit wieder mal schlechter für uns wird.
    Mit einem fähigen Rechtsbeistand würde ich den "Lärry" nicht scheuen. ^^

    Das dachten vor nicht all zu langer Zeit auch zwei Jäger mit Ihren 2-Schuß - Magazinen und dem Eintrag in ihrer WBK.... Das Resultat ist wohl allen bekannt.....
    Urteile, die an den Haaren herbeigezogen wurden, sich nicht auf den eigentlichen Gegestand der Verhandlung bezogen sonder extrem weit darüber hinaus, sodaß letztlich mit viel Aufwand, guten Argumenten und Bitte, Bitte von der Legislative (Deutscher Bundestag) das Jagdgesetz geändert wurde.


    DAS ist aber eher die Ausnahme und sollte uns nicht veranlassen hier wilde Prozesse anzustreben, wo es in der Praxis gar keine Probleme gibt!
    Oder seht Ihr das anders?
    Grüße
    Ethan :Cowboy:

  • Ich weiß nicht, was Du unter "wilden Prozessen" verstehst. Wenn ich in meine Datenbank der Gerichtsentscheidungen zum Waffensammeln schaue, dann finde ich zweierlei: Unkluge Waffensammler, die mit besserem Rechtsbeistand gut beraten gewesen wären und andererseits unsinnige Gerichtsentscheidungen bzw. gelegentlich auch eigentümliche Behördenentscheidungen.

  • Mit Gerichten ist das so eine Sache, siehe die Entscheidung des VG Stuttgart (und private Erfahrungen aus anderen Rechtsbereichen).


    Eine Grundregel gegenüber Behörden für einen reibungslosen Ablauf lautet: "gewährbare Anträge" stellen. Wenn das, was nach Auffassung der Behörde über das "Gewährbare" hinausgeht, für den Antragsteller sehr wichtig ist, kommt es allerdings zwangsläufig zum Konflikt. In einem Rechtsstaat wird dieser Konflikt dann eben durch ein rechtsstaatliches Verfahren entschieden.


    Aufgrund der üblicherweise konkreten Zuständigkeit eines SB für einen Inhaber einer WBK kommt damit leider auch zwangsläufig eine persönliche Komponente in diese Auseinandersetzung (wir sind eben Menschen und keine Entscheidungsautomaten).


    Eine Kunst ist es, trotz der Meinungsverschiedenheit immer noch ordentlich miteinander umzugehen und Spielräume und Grenzen zu akzeptieren.


    Alles selbstverständlich? Kalter Kaffee? Um so besser :drink: