Bearbeitungsdauer Antrag Rote WBK

  • Hallo,


    eine Frage: Wie lange dauert nach Eurer Erfahrung die Bearbeitung eines Antrags auf Erteilung einer Roten WBK?


    Hintergrund: Ich habe vor 6 Monaten bei meinem Ordnungsamt (Bundesland Bayern) einen entsprechenden Antrag (inkl. wissenschaftliche Abhandlung, Versicherungsbescheinigung,...) eingereicht aber bisher keine Rückmeldung erhalten. Meine schriftliche Nachfrage bliebt unbeantwortet. Mir ist bewusst, dass die Prüfung eines solchen Antrags eine zeitaufwendige und sehr verantwortungsvolle Aufgabe ist, aber langsam werde ich doch ein wenig unruhig. Daher wüsste ich gerne welche Erfahrung Ihr damit gemacht habt.


    Danke und viele Grüße,


    Volker

  • Bei mir waren es in Hessen a.D. 2006 genau 6 Wochen. Das aber nur, weil der vom Kreis bestellte SV in der Zeit 2 Wochen im Urlaub war. Die umfangreiche Erweiterung 3 Jahre später dauerte genau 2 Wochen.

  • Fragt sich, was für ein Thema es ist. Standardthemen machen die örtlichen Sachbearbeiter häufig selbst. Sobald die sich aber unsicher sind, geht das ganze ans BayLKA und das kann dank deren Personalsituation dann etwas dauern.....

    Erma Spezialist, ständig auf der Suche nach Informationen, Dokumenten, Unterlagen, Korrespondenz und Belegstücken von Erma - egal ob Erfurt, Dachau oder Suhl.

  • Soweit ich weiß, laufen in Bayern alle Anträge für rote WBKs über das LKA. Dort gibt es genau einen Mitarbeiter, der diese Anträge bearbeitet. Vorausgesetzt, er hat gerade nichts anderes zu tun. Bei mir hat es beim ersten Mal auch mehrere Monate gedauert. Also: Geduld... :)

  • Ja, daran lag es. Jetzt habe ich eine Antwort. Nun fehlt mir noch die Sachkunde und der Safe, dann kann es hoffentlich losgehen...:)


    Moin V-X,


    was hast Du alles eingereicht, wenn dann nur noch Sachkunde und Tresor fehlen? Oder ist die Sachkunde nicht die klassische Sachkunde, sondern eben jene mündliche Prüfung über das von dir beantragte Sammelgebiet? Hier in Bremen müssen wir uns immer noch einer mündlichen Prüfung beim Amt stellen.... :S


    Ich habe auch immer noch Interesse an einer Roten, jedoch bin ich hier in Bremen bisher zögerlich. Sammelgebiet: Westernwaffen mit Hülsenmunition Kontruktionsjahr vor 1914.


    Danke im Voraus für deine Infos .... :D


    Der Ethan :Cowboy:

  • Hallo zusammen - ich würde diese Frage gern noch einmal aufleben lassen.


    Bundesland Bayern, Bearbeitungsstand seitens des LKA nunmehr 10 Monate !!!
    Erste Antwort des LKA kam nach 8 Monaten in Form einer Ablehnung, da Sammelgebiet "zu groß" gefaßt.
    LKA ist der Meinung das es sich um 5 unterschiedliche Sammelthemen handelt.
    Korrektur des Sammelthemas incl. angepaßtem Sammelplan mit förmlicher Einschränkung auf das Kerngebiet abgegeben - warte jetzt schon wieder über 2 Monate,
    obwohl das LKA ja sogar die Vorgaben gemacht hat und dies jetzt eigentlich nur noch abnicken muss.


    Bin langsam ratlos bei diesen Bearbeitungszeiten.

  • Hallo zusammen - ich würde diese Frage gern noch einmal aufleben lassen.


    .....


    Bin langsam ratlos bei diesen Bearbeitungszeiten.


    Grundsätzlich bringt der Hinweis auf die Absicht, über eine Untätigkeitsklage einzureichen, was ja nach 3 Monaten jedem Antragsteller zusteht, Schubkraft in den Vorgang.


    Hilfreich wäre, wenn Du Deine Sammelziele nennen würdest.

  • Moin Wolfgang Seel,



    danke für die Infos. Jo, die Quelle kannst Du mir gerne nennen. Geren auch in einer PN. Frage hierzu: Warum eigentlich ein solches Gespräch? Wenn ich schon alles über das Fachgebiet weiß, dann kann ich durch den Erwerb der Waffen ja praktisch gar nichts mehr hinzulernen. Gerade das ist doch aber mit ein Grund sich als Sammler zu betätigen. Man lernt durch Nutzung (in die Hand nehmen, also nichts böses oder gar verbotenes...!!!), Begutachtung durch Lupe, Auseinander- und Zusammenbau (reinigen / pflegen), etc. ja gerade noch viel mehr als durch bloßes Buch lesen, Gespräche führen, ggf. kaufen und schön im Tresor lagern.....
    ...
    Ist das Sammlergebiet "Kur- und Langwaffen der amerikanischen Pionierzeit bis zum Herstelljahr 1910" nicht zu groß? Oder fallen da alle Feuerwaffen frei ab 18 Jahren nicht hinein? Die kann ich ja sowieso frei kaufen....
    Gerne würde ich nicht nur Waffen dieser Art erwerben wollen, welche vor 1910 hergestellt, sondern auch Baugleiche (z. Colt 2./3./4. Generation oder auch Klone). Klone würde die Formulierung ja hergeben, jedoch "Herstellerjahr" sich nur auf alte Originale beziehen. Daher die Idee mit der Begrifflichkeit "Konstruktionsjahr". Ist ja manchmal auch eine Preisfrage....



    Grüße
    Ethan

  • @Ethan
    Westernwaffen mit Hülsenmunition halte ich auch für einen unglücklich gewählten Wortlaut, ich habe meine Rote für "Kurz- und Langwaffen der Nordamerikanischen Pionierzeit bis Konstruktionsjahr 1899".


    @Wolfgang Seel
    warum ist Konstruktionsjahr 1914 eine untaugliche Kopfgeburt? Ich habe in meiner S-WBK ein Konstruktionsjahr und ich kenne verschiedene Sammler, die auch ein Konstruktionsjahr drin stehen haben.
    Übrigens wurde der 1862 beschloßene Homestead Act (Heimstättengesetz) erst 1976 durch den Federal Land Policy and Management Act abgelöst. In Alaska konnten die Amerikaner noch bis 1986 Land nach dem Homestead Act erwerben.

    Happy Trails


    Texas Jack


    SASS life # 55314


    BDS Western # 625


    “They Knew Their Duty And They Did It,” John S. “Rip” Ford, Texas Ranger

  • @EthanWesternwaffen mit Hülsenmunition halte ich auch für einen unglücklich gewählten Wortlaut, ich habe meine Rote für "Kurz- und Langwaffen der Nordamerikanischen Pionierzeit bis Konstruktionsjahr 1899".


    @Wolfgang Seel
    warum ist Konstruktionsjahr 1914 eine untaugliche Kopfgeburt? Ich habe in meiner S-WBK ein Konstruktionsjahr und ich kenne verschiedene Sammler, die auch ein Konstruktionsjahr drin stehen haben.
    Übrigens wurde der 1862 beschloßene Homestead Act (Heimstättengesetz) erst 1976 durch den Federal Land Policy and Management Act abgelöst. In Alaska konnten die Amerikaner noch bis 1986 Land nach dem Homestead Act erwerben.

    warum ist Konstruktionsjahr 1914 eine untaugliche Kopfgeburt?


    Weil 1914 die Pionierzeit doch eigentlich vorbei war und weil man das Heimstättengesetz nicht dehnen wie Gummi kann. Unwissende Waffenbehörden kann man zu allem bewegen. Der Trick mit "Konstruktionsjahr" ist leicht zu durchschauen und gelingt auch oft. Immerhin kriegt man damit noch die Colt Government hinein.


    Ich habe in meiner S-WBK ein Konstruktionsjahr und ich kenne verschiedene Sammler, die auch ein Konstruktionsjahr drin stehen haben.


    Bereits erteilte Sammelthemen schaffen keine Rechtssituation, auf die man sich berufen kann. Die Waffenbehörde wird allerdings Schwierigkeiten haben , eine einmal erteilte Sammelthematik zu widerrufen. Das geht nur bei groben Verstößen gegen das WaffG. In der Wirklichkeit ist es aber so, dass einige Waffenbehörden "Leichen im Keller haben", sprich ehedem recht bürgerfreundlich erteilte Sammelerlaubnisse unter Bedeckung halten und kein Aufhebens wünschen.


    Übrigens wurde der 1862 beschloßene Homestead Act (Heimstättengesetz) erst 1976 durch den Federal Land Policy and Management Act abgelöst. In Alaska konnten die Amerikaner noch bis 1986 Land nach dem Homestead Act erwerben.


    Das ist so mit Gesetzeswerken, man liest hinein, was man glauben möchte (Bibel, Koran, Thora, Grundgesetz)

  • Es gibt ja in der Formulierung von Sammelgebieten außer dem Begriff "Konstrukionsjahr" unter anderem auch den Begriff "Herstelljahr".


    Eine Frage dazu:
    Wenn das Herstelljahr nicht oder nur schätzungsweise Anhand von Indizien annähernd ermittelt werden kann,
    (z.B. durch niedrige oder hohe Waffennummer, Konstruktionsänderungen während der Herstelldauer, Beschriftungen die nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgeführt wurden etc.)
    aber der Beschuss der Waffe Jahre später stattfand und damit außerhalb des Sammelgebiets liegt,
    ist es dann trotzdem möglich die Waffe auf rot zu erwerben ?


    Hintergrund meiner Frage:
    Mir wurde eine Korth-Pistole angeboten, deren Beschriftung, die Konstruktionsmerkmale der Serie,
    sowie eine sehr niedrige Waffennummer darauf schießen lassen, das das Herstelljahr der Waffe noch im Zeitraum des Sammelgebiets liegt.
    Der Beschuß der Waffe fand jedoch erst 3-4 Jahre später zu einem Zeitpunkt statt, der außerhalb des Sammelgebiets liegt.


    Habt Ihr schonmal so einen Fall gehabt ?

  • Es gibt ja in der Formulierung von Sammelgebieten außer dem Begriff "Konstrukionsjahr" unter anderem auch den Begriff "Herstelljahr".


    ..... eine sehr niedrige Waffennummer darauf schießen lassen, das das Herstelljahr der Waffe noch im Zeitraum des Sammelgebiets liegt.
    Der Beschuß der Waffe fand jedoch erst 3-4 Jahre später zu einem Zeitpunkt statt, der außerhalb des Sammelgebiets liegt.


    Ist eher unüblich, dass eine so breite Zeitspanne zwischen Herstell- und Beschußjahr liegt - zumindest bei Serienprodukten großer Hersteller.


    Das Beschußjahr ist halt ein Anhalt für das Herstelljahr, zumindest bei zivilen Waffen.