Aufruf: Waffensammelaktion Kanton SG - Gegenaktion!

  • Solche Aktionen sind echt Klasse :thumbup::thumbup::thumbup: , Respekt, schade dass ich kein Schweizer bin. Das müssten noch viel mehr Leute machen.

  • Hier gabs einen Bericht. Irgendein Idiot hat sogar einen über 100 jährigen 1911er abgegeben


    tja, da können einem schon die Tränen kommen. Da war auch eine noch fast neuwertig aussehende 94er Winchester zwischen. Wer kommt bloss auf die Idee sein Eigentum und damit sein Geld zur Polizei zur Vernichtung zu tragen? ?(

    Happy Trails


    Texas Jack


    SASS life # 55314


    BDS Western # 625


    “They Knew Their Duty And They Did It,” John S. “Rip” Ford, Texas Ranger

  • tja, da können einem schon die Tränen kommen. Da war auch eine noch fast neuwertig aussehende 94er Winchester zwischen. Wer kommt bloss auf die Idee sein Eigentum und damit sein Geld zur Polizei zur Vernichtung zu tragen? ?(


    mich schüttelst :coulder::coulder::coulder: . Habe zwar ne 94er aber nur in 45 LC. In 30 - 30 könnt ich auch noch eine gebrauchen. Das UHR Fieber ist eben nicht heilbar 8o . An die 1911 er darf ich gar nicht erst denken :wall: . Einfach durch
    den Schredder gejagt :shock: .

  • Zitat

    mich schüttelst :coulder::coulder::coulder: . Habe zwar ne 94er aber nur in 45 LC. In 30 - 30 könnt ich auch noch eine gebrauchen. Das UHR Fieber ist eben nicht heilbar 8o . An die 1911 er darf ich gar nicht erst denken :wall: . Einfach durch
    den Schredder gejagt :shock: .


    Solche Schmuckstücke werden nicht geschreddert. Die gehen entweder ins "Museum" der Cops oder werden verkauft/versteigert...

  • Solche Schmuckstücke werden nicht geschreddert. Die gehen entweder ins "Museum" der Cops oder werden verkauft/versteigert...


    Sicher? Guck mal auf das zweite Bild (der Blick in die Kiste). So werden ja wohl keine zukünftigen Museumsstücke behandelt!
    Und ob die annehmenden Beamten Fach- und Sachkundig sind, solche Schätze zu erkennen....

  • Ich war nicht in Bülach, aber ich habe trotzdem Weihnachten gehabt!



    Ein Bekannter von meiner Frau wollte drei Waffen entsorgen:


    - ein spanisches Luftgewehr :)


    - 1889er Langgewehr in einem sehr guten Zustand :D


    - Peabody 1867/77, und der Fallblockverschluss ist schon für die Zentralfeuerung vorgebohrt. ::happy2::


    Jetzt haben die drei armen Geschöpfe ein neues Zuhause.


    Und das ganze GRATIS!!!!

  • Solche Schmuckstücke werden nicht geschreddert. Die gehen entweder ins "Museum" der Cops oder werden verkauft/versteigert...

    Falsch. Alles kommt in den Schredder. Der Sinn der Waffensammlungen ist ja, möglichst viele Scheisseisen aus dem Verkehr zu ziehen. Sehr schade, vor allem bei noch sehr schönen oder gar seltenen Waffen, wie der uralten 1911er wo sogar noch "United States Property" drauf steht... :wall:

  • So steht es jedenfalls in den Medien ... Aber wenn Polizeien sogar beschlagnahmte Waffen verkaufen (an Händler, nicht an Privat) ... Mein KK mit Schalldämpfer hatte ein Ersatzmagazin in einem Säckchen mit der Aufschrift "Spurensicherung KAPO Aargau" dabei ... :whistling:

  • Sali zämä


    Die Sammelaktion ist nun schon ein paar Monate her, ich möchte kurz von meinen Erlebnissen danach berichten ;)
    Ende Juli flatterte ein Brief der lokalen Polizei 'rein - "Vorladung als Beschuldigter - Widerhandlung gegen das Waffengesetz". :blink: War dann zuerst ziemlich baff und hab im I-Net darüber recherchiert was das denn genau heisst.. Auf dem Brief stand auch ein Datum, Uhrzeit & Ort (lokale Polizei), wo ich antanzen solle. In DE ist scheinbar eine solche Vorladung nicht "rechtskräftig", d.h. man muss nicht antanzen (laut Google! ;) ), in der CH aber ist diese verbindlich. Einen blöderen Termin als Mittwochmorgen ~10:00 konnten die sich natürlich nicht aussuchen -> musste den Morgen freinehmen ::dry::
    Mein Plan war, erstmal zuhören was die mir vorzuwerfen haben und generell mal nix dazu zu sagen (mir war eig. schon klar, dass es irgendwas mit der Sammelaktion zu tun haben muss). Der Beamte hat mir dann diverse Fragen gestellt, hab am Anfang auch ziemlich von meinem "Aussageverweigerungsrecht" Gebrauch gemacht :D Als ich ihn dann fragte, was die mir vorwerfen, hat er dann die "Geschichte erzählt": Ein älterer Herr hätte Anzeige gegen Unbekannt eingereicht, nachdem er vor der Sammelaktion sein Stgw57/Sig510 einem Unbekannten überlassen hat. Verträge/Waffenerwerbsscheine waren da scheinbar kein Thema. Der Polizist hat zwar nix dazu gesagt, aber ich denke der gute Herr kannte wahrscheinlich den Begriff "Waffenerwerbsschein" gar nicht und hat erst im Nachhinein erfahren, dass zum Übertrag eines Halbautomaten ein WES benötigt wird.
    Nun ja, da ich wohl der einzige war, von dem sie Personalien hatten, war ich natürlich der "Hauptverdächtige". Zum Glück hatte ich vorgesorgt und schonmal meinen Vertrag (Übertrag Langgewehr) und WES (Übertrag SIG PE90) eingepackt, natürlich nur Kopien. Natürlich hatte selbst der Polizist keine Ahnung, wie das mit den schriftlichen Verträgen und Waffenerwerbsscheinen so funktioniert, darum gab's erstmal eine Runde "Aufklärung" von mir :rolleyes: Hab ihm dann den Ablauf aus meiner Sicht geschildert, er hat nach meinem Einverständnis Kopien der Verträge angefertigt (war scheinbar zu faul, um sie beim Waffenbüro anzufordern) und hat mir angeboten, von mir ein Foto zu machen um es dem "Geschädigten" zur Erkennung vorzulegen. Hab ich ihn machen lassen, hatte ja nix zu befürchten..
    Die Vorladung war dann schon fast zu Ende, der Herr hat noch das ganze Protokoll ausgedruckt und mir zur Unterschrift vorgelegt. Dass ich es durchlese und Fehler anstreiche, mit dem hat er wohl nicht gerechnet :hyster: Wir waren dann etwa eine halbe Stunde dran, laufend Fehler zu suchen, korrigieren und das Protokoll neu auszudrucken - Am Ende musste er's 4x drucken bis es OK war (er hatte z. B. immer nur von "Sturmgewehr" geschrieben, obwohl hier offensichtlich ein Stgw90 und Stgw57 verwickelt waren - Verwechslungsgefahr!).
    Für den Moment war das Thema für mich erledigt. Ein paar Wochen später stand das nächste Gesuch für einen WES an - Beim Ausfüllen dann das Kreuz "Ist ein strafrechtliches Verfahren gegen Sie hängig? Ja/Nein" - ::schlag3:: Da kam's mir wieder in den Sinn, dass es wahrscheinlich ein riesen "Puff" gäbe, wenn ich das Gesuch einreichen würde, da ich noch keinen "Freispruch" o.ä. erhalten habe. Nach einem kurzen Telefon mit dem Untersuchungsamt, welches das Verfahren führte, hatte sich das Thema aber erledigt und ein paar Tage später erhielt ich diese "Nichtanhandnahmeverfügung", die ihr im Anhang seht. Meine Güte, endlich vorbei ::klapping::


    Fazit:
    - Ist noch interessant, wie das so abläuft
    - Irgendwo da draussen läuft einer mit einem illegalen Stgw57 rum
    - Polizisten sind scheinbar unfähig, sich auf ein Thema vorzubereiten und sich darüber zu informieren


    Fragen:
    - Ist eigentlich nicht der Veräusserer (= älterer Herr) strafbar, weil er die Waffe jemandem überlassen hat ohne die "Anforderungen" zu überprüfen?


    Gruäss ::Flgc.h::

  • @ jodelboy
    o.k. da hat der Herr Beamte aber, wenn schon nicht besonders Viel Sachverstand im Waffenbereich, dann doch immerhin Augenmaß und Denkfähigkeit bewiesen.


    Bei uns in D wären die erstmal gekommen und hätten rein vorsorglich alle Waffen eingesammelt, und die hätte man dann erst wiederbekommen, nachdem dann endlich ein positives Urteil gefällt worden wäre. Natürlich Monate später ...

  • Hi in die Schweiz jodelboy.
    Ich dachte immer dass sich hier in D nur die Vollpfosten in dem Amtstuben und Behörden versammelt haben,
    aber das Phänomen scheint ja länderübergreifend zu sein.
    Aber dennoch ein Lob an Dich für deine Arbeit daran, die Völker nicht entwaffnen zu lassen.

    Um Feinde zu bekommen, ist es nicht nötig, den Krieg zu erklären – es reicht, wenn man sagt, was man denkt. MLK