"Kommissionsgewehr" Gewehr 88

  • Hallo miteinander,


    wer von Euch schießt das Gewehr 88 und lädt die Munition selbst? Es würden mich die Ladedaten zu der Patrone interessieren. Selbst habe ich ein Gewehr 88, gestempelt mit Spandau. Ist aus der Türkei zurück (kleiner Halbmond-Stempel auf dem Kammerstengelgriff). Und nun würde ich den 88er gerne mal sprechen lassen.


    Gruß Karl

  • Moin


    Ich gieße das RCBS .323 Flat Nose mit GC und ziehe es auf .316 runter. Eigentlich gedacht für die alten Scheibenbüchsen, aber die Brocken fliegen auch aus den 88ern ganz vorzüglich. Allerdings muß ich mich auf das verlassen was man mir erzählt. Sharps Doktor hat keinen Grund mir was vom Pferd zu erzählen, er sagt sie fliechen.


    Ohne "Versuch macht kluch" wird es aber nicht gehen.


    Das I Caliber hatte .321 und es wurde viel gebastelt bis die Knarren einwandfrei funzten.


    TM Pillen gibt es von Hornady in .321


    Soweit mir bekannt, gab es das 88er nur in 8x57 I


    Später wurde auf IS aufgezogen oder die Läufe getauscht. Mit roter bzw. schwarzer Ringfuge.


    Kuck mal ob die Laufhülse ein Z hat.


    Brauchbare Pulver für Blei/Cu, N110, DO60, 4198, 3031, u.ähnl. eventuell das neue VV Tin Star welches einen guten Eindruck macht.


    Don Machjetztmakrone (natürlich mit Amaretto)

  • Ist nicht .318 das richtige Diameter für die 8X57I ???
    Geschosse in .318 gab es so weit ich weiß von S+B und H+N .Bin mir aber nicht sicher !


    r2

    Recht hatter!............Aber welches Kaliber hat die Kommiknarre wirklich?? Frankonia hat in den 80igern ganz schönen Müll zusammengeschraubt.......Originale IS Umbauten (88/05) mit I Läufen versehen ect... wenn da ne IS reinkommt .. ::Bumm:: und schlimmer!!!!!!!!!

  • Moinsen


    Die Zahlen .318 und .323 stimmen schon, die kann man überall nachlesen.


    Letztendlich zeigt aber das Schussbild die Wahrheit.


    Wenn also jemand mit .316 Geschossen 100 von 100 Ringen schießt, sollte man davon ausgehen , daß der Diameter paßt. Zumindest für das dafür verwendete Gewehr/re


    Bei modernen Waffen kann man an den Standartdiameter glauben, wenn man aber mal so viele Läufe vermessen hat wie Murmelgießer, verliert man den Glauben ganz schnell und glaubt nur noch an das Meßgerät oder den Laufdurchtrieb.


    Ich habe UHR vermessen, da fällt man vom Glauben ab und wird Buddist.


    Ich denke da rein zufällig an Rossi UHR, dafür habe ich extra eine Kokille auf .431 aufgepäppt und schon gibts zusammenhängende Löcher.


    Nur für solche Zwecke wird man Wiederlader und nicht um Geld zu sparen.


    Kauabunga


  • Auch das ist natürlich richtig, aber welche Grundkaliber hat der 88ger denn nun?? ::dry::

  • Kommt drauf an wo die Knarre hergestellt wurde und wie gut der Werkstattleiter drauf war bzw.wer hinterher an der Knarre rumgefummelt hat. Und glaube mir, es wird/wurde gefummelt bis der Arzt kommt.


    Wenn ich jemand Pillen gieße, setze ich immer eine Vermessung des Laufdiameters voraus. Ansonsten ist ein schöner Milchkaffee zu zweit im Bistro die bessere Alternative.


    Könnte ich durch mein Hobby keine Sonderdiameter herstellen, wäre ich bei meiner 73er von 1888 in 38-40 und der Jagd-95er von 1900 in 30-40 US vollkommen aufgeschmissen. Die Teile taugten dann nur zum Angeben.


    Ich besitze eine wunderschöne Sharps in 40-65 Win, die ich sehr preisgünstig bekommen habe, aber nur weil sie eine Präzisionsmacke hat. Ich kann mir helfen, aber jemand der Fabrik schießen muß, ist in dem Fall ein armes Schwein.


    :D Zu diesem Thema könnte ich noch ein paar Seiten beitragen, über zu große Diameter, unbekannte Drallängen, wackelnde Diopter. Wurfpassungen und nicht vorhandene Gewindegänge. Nachgezogene Läufe. Zu tief gebohrte Sacklöcher oder abgebrochene Madenschrauben im Gewindegang. Und die von Luigi geschnittenen Gewindegänge wenn Mamma schlechte Tomatensoße seviert hatte. ;(


    Wenn ich eine Knarre zum Schießen bringen soll, ist Diamessen erste Pflicht, erst dann gibts einen Pastis.


    Don, Machbohne

  • Du Glücklicher! Ich giesse zwar auch momentan 12 Kaliber, Zwischengrößen sind leider nicht dabei. Mein 88 ist nngl außer Laufhülse , System und Schaftholz , gestempelt "Spandau 1891" hat aber um 1974 einen "schönen" I-Lauf von Frankonia bekommen, obwohl er 1917 auf IS umgerüstet wurde !!!!
    Ich komm mit N110 und 318 Standardmumpels von Herrman & Nattermann gut hin, obwohl ich etwas dickere Bohnen bräuchte, aber keine 323!
    Trotz Allem: der 88 ist als original - Militärrepetierer 1.Wahl beim Schießverhalten!! :bud:

  • Die alten Scheibenkracher haben .316 zum Teil sogar .315


    Die 32-40 brauchen zum Teil sogar .323


    Ich meine die 32 Win Spez.braucht auch .321, hab noch ein paar Klicker davon rumliegen.


    Du kannst auf diesem Gebiet nichts pauschalisieren, hier ist auf jeden Fall der Meßschieber und der Laufdurchtrieb angesagt.


    Deswegen hat mein Werkzeuch .316, alldieweil die Knarren der Kumpels prima damit schießen.


    Natürlich gabs auch schon Quereinschläge.


    Motto: Geht oder geht nicht bzw. fliecht oder fliecht nicht.


    Ganz lustig wird es wenn man Gewehrchen im Caliber 38-55 vemessen tut, da gibts alles von.376 bis .382


    Oder SAA vor dem I WK. wassen Schbass. Da gehts bis .456


    32-40 war das Lieblingscaliber vom Tschohn Waine


    Don Knöttel, Hersteller der besten Makronen der Welt.

  • Hallo,


    ich bin seit neustem auch stolzer Besitzer eines Gewehr 88. "S" gestempelt und die Aussparungen für das Spitz-Geschoß sind vorhanden. Der Laufdurchtrieb sagt 8,19mm.Das ist dann ja wohl 8x57 is, obwohl der Neubeschuß 8x57i aussagt. Nun möchte ich dem Oldi kein Full-House mehr zumuten. So richtige Schlappladungen mit H&N Bleigeschossen möchte ich aber auch nicht.


    Ich habe hier noch 170gr Speer Teilmantel in .323. Laut einem älteren Visier-Heft soll man die mit 26 gr N110 betreiben. Wobei ich eigentlich kein N110 mit Mantelgeschossen verwenden möchte. Hat da jemand Tipps für mich? :drink: Die vorhandenen Geschosse sind auch kein Muss. Bin da ziemlich offen :)

  • Hi Bulli,
    @"So richtige Schlappladungen mit H&N Bleigeschossen möchte ich aber auch nicht."


    Einige Wiederlader verladen recht erfolgreich leichte Mantelgeschosse mit IMR Trailboss. Wäre das eine Alternative für Dich?
    Eigene Erfahrungen kann ich leider nicht beisteuern, noch nicht!


    Gruß


    gerd12

  • Hallo Gerd,


    danke für den Hinweis. Hat mir ein Vereinskamerad auch grade vorgeschlagen. Werde ich also mal probieren und dann berichten. :)




    Ich hatte mich zwischenzeitlich nun doch zu einem Versuch mit N110 durchgerungen. War erstaunlich präzise. Ich hatte aber auch darauf geachtet, das die Treibladung direkt vor dem Zünder lag.


    Trotzdem werde ich das nicht für einen Wettkampf benutzen.

  • immortal
    Ein IS-Lauf, also.
    Die angegebene Ladung ist aber schon recht knackig, eher für einen gut erhaltenen K98k geeignet, als für einen WK1-Veteranen. Bei o.a. Geschoss und Pulver aus dem G88 ginge ich noch bis 44 grs mit, dann wäre für mich "Ende Gelände".
    bulli
    Das G88 hat einen langen Lauf, daher empfiehlt sich ein leichtes Geschoss, am besten eines mit Teilmantel, da es sich beim Eintritt in den Übergangskonus leichter verformt als ein VmBT. Schwere Geschosse sind eher für kurze Läufe geeignet.
    Die Patrone 8x57 IS von 1905 hatte ein Spitzgeschoss mit 151 grs und einen Gasdruck von ca. 3800 bar, daran sollten wir uns orientieren.
    Wenn Du solche Laborierungen verwendest, wirst Du wohl wegen des 300 m-Visiers noch ein höheres Korn benötigen, sonst liegen Deine Treffer zu hoch.


    Bin schon sehr gespannt auf Deine Erkenntnisse! :thumbup:


    gerd12

  • Hallo,


    Gibt's den in Zukunft noch N140? Murmel schreibt, das es durch Lovex DO73,5 ersetzt werden kann. Muss ich mal nach Ladedaten schauen. Meine Pulverpappe ist grade beim Amt. Die 5 Jahre sind schon wieder rum. Dann wird Pulver besorgt.


    Gruß


    Christian