bore butter

  • Hi Schwarznasen


    habe Reinigungspatche erstanden die sind getränkt mit borebutter. Kenne Borebutter als Geschossfett oder als Pflastermilch


    nun meine Fragen:


    Muss ich nach den durchziehen des Patches noch den Lauf ölen?


    Sind die Patche zur Reinigung oder zur Pflege gedacht? Oder beides?


    Beste Grüße


    Silvio

    Es ist nicht immer richtig das richtige zu tun :shock:

  • die sind wohl für beides zu gebrauchen, eine Grundreinigung nach dem Schießen so mit Wasser und Spülmittel ersetzen sie natürlich nicht.

  • Hi volker :drink:


    danke für die Info


    werde mal damit eine Waffe pflegen und eine für ein paar Monate "einmotten", mal schauen ob was bringt und obs besser wie Balistol ist.


    Mit Balistol muss ich bei den Ardesas jede Woche mal durchziehen

    Es ist nicht immer richtig das richtige zu tun :shock:

  • Hi Silvio ::frinds::
    Ich halte von Balistol nix.
    Versuch doch maleezox bekommst du bei Egun.
    Wenn du das zum konservieren nimmst ist Rost kein Thema mehr. Zum reinigen geht es auch sehr gut, nur Vorsicht das Zeug greift Kunststoff an. Meine Reinigungszahnbürste hatte sich n Wohlgefallen aufgelöst.

    BDS, DSB, DSU, VdRBw, PROLEGAL, VdW

  • Volker1 hat das richtig beschrieben, mehr gibet dazu nicht zu sagen. Für einige Monate einmotten ist aber was anderes als kurzfristig mal durchziehen. Das Risiko würde ich nicht eingehen mit einem Produkt das ich nicht kenne. Zum einmotten nehme ich Break Free, das bekommst Du bei Hornung Armeebestände zum Spottpreis. :D




    UHG

  • Hallo Silvio,


    vergiss bitte Ballistol, wenn es darum geht Vorderlader zu konservieren.


    Warum? Weil Vorderlader meist Messingteile verbaut haben und man auch gern die Waffe außen dann mit Ballistol abwischt.


    Ballistol ist auch ein langsamer Tombaklöser und greift dadurch bei Langzeitkontakt unser Messing an.
    Für eine kurze Auffrischung des Messings gut geeignet, aber wische es gut wieder ab.


    Ich habe das bitter mit einem alten schwedischen Lederriemen erfahren müssen, deren Metallschließen alle aus Messing sind.
    Zur "Lederpflege" hatte ich ihn mit Ballistol abgerieben und in die Schublade gelegt. Nein, die Messingteile waren nicht verschwunden,
    aber in übelsten, Wachsartigen Grünspanbrei aufgegangen. Den Riemen gibt es noch, nachdem ich ihn ausgekocht hatte, um alles Ballistol wieder
    rauszutreiben.


    Rein für das Laufinnere kannst du es natürlich verwenden, aber selbst dafür gibt es bessere Mittel.


    Zur Borebutter. Ich habe damit keine eigenen Erfahrungen. Mir ist das Mittel als Geschoss- und Pflasterfett bekannt.
    Um beim Vorderlader die Verbrennungsreste beim Schießen weich zu halten, verwenden wir keine Erdölprodukte.
    Auch sind es meist Emulsionen mit Wasser. Denn das löst die Rückstände am besten.
    Rein aus diesem Grundprinzip, würde ich keine solche Mittel als Konservierungmittel/Rostschutzmittel verwenden.


    Idealer Weise informierst du dich vor der Verwendung beim Hersteller, über deren Wirkungsweisen/Anwendungsgebiete.
    Wenn du diesbezüglich keine Ahnung hast, verwende sie als Reinigungspflaster, mehr nicht.
    Willst du anschließend Rostbildung verhinden, verwende geeignete Rostschutzmittel.


    Das ist aber nur meine bescheidene Meinung, du machst das schon.
    Grusz TD


    Lieblingszitat aus eGun:


    "Die deutlich beriebenen Metallteile und vereinzelte Flugrostspuren
    verleihen der Waffe einen authentischen Used Look"
    ::hahah::

  • Hmm, ich habe mit WD 40 bei Vorderladern super Erfolg, nach dem Auswaschen mit heißen Wasser sprühe ich etwas davon in den Lauf bis es hinten wieder rauskommt und reibe alle Metallteile damit außen ab. Null Rost, Null Ansatz im Lauf, auch bei längerer Lagerung. Balistol ist meiner Meinung für Vorderlader vollkommen ungeeignet.


    Zum schiessen wische ich1-2 mal ordentlich durch und schlage ein Hütchen ab, dann schiesse ich die erste Ladung ohne Kugel, nur mit einem Propfen dann ist alles Öl wieder draußen.


    Naja, und um mich jetzt endgültig als Banause zu outen, ich habe immer eine Dose Bremsenreiniger in der Tasche, damit sprühe ich vor dem schiessen einmal in den Piston und schon ist da kein Öl mehr drin.


    Diese Tricks habe ich von einem erfahrenen Schützen gelernt der das seit Jahren so macht und seine z.T. sehr alten und vor alle dem sehr oft benutzten Waffen sind in einem Top Zustand, kann also nicht wirklich verkehrt sein da so zu machen, nebenbei ist das Zeug recht günstig. Große Dose WD 40 6-8,- €, Bremsenreiniger 3,-€, im KFZ-Fachhandel und nicht im Baumarkt, da ist das teurer!

  • WD 40 nehme ich nur noch , für SP und Nitro-Waffen. Echt gut das Zeug ! Allerdings gebe ich dafür nicht 6-8.- Dollar aus.
    Gibt's ab und zu da wo es Al di guten Sachen gibt . 300 cc für knapp über 2 Dollar , und dann gleich ein paar Dosen für
    das ganze Jahr kaufen .


    r2

  • Bore Butter ist meiner Meinung nach auch nur etwas um die Waffe bei regelmäßigen Gebrauch zu pflegen, nicht zum dauerhaften konservieren.


    Ballistol ist generell ein gutes Waffenöl bei Nitrowaffen auch als alleiniges Waffenöl geeignet und es greift die Hände bzw. die Haut beim Reinigen nicht an.


    Vorderlader erfordern allerdings eine ganz besondere Pflege!


    Ballistol ist da z.B. sehr gut geeignet um direkt nach dem Reinigen mit Wasser und Spülmittel bzw. anschließendem trockenem Durchziehen nochmal mit Ballistol nach zu reinigen. Es entfernt z.B. letzte Schwefelsaure Rückstände vom Schwarzpulver, da Ballistol als eines der ganz wenigen Öle alkalisch ist. Aber es löst Messing oberflächlich an (was bei modernen Waffen sicherlich von Vorteil ist um Mantelabschmierungen im Lauf zu besser entfernen zu können). Beim Vorderlader merkt man das auf Dauer schon beim Pflasterhalter am Putzstock(i.d.R. aus Messing), dass der anläuft. Sonstige Messingteile lassen sich gut damit abreiben, aber man sollte es eben auch wieder gut abwischen.


    Ich empfehle beim Vorderlader aber nach dem Nachreinigen mit Ballistol nochmal trocken durch und mit einem anderen Öl durch welches sehr gut Feuchtigkeit verdrängt durch, denn nach dem Reinigen mit Wasser und Spüli bleibt immer Restfeuchtigkeit im Lauf. Ballistol verdrängt kein Wasser sondern emulgiert damit (daher kann man Ballistol auch im Gemisch mit Wasser als Pflastermilch verwenden)
    z.B. WD40 hat sich gut bewährt als Endbehandlung nach dem Reinigen, aber dieses Öl verdunstet auf Dauer. Die Schutzwirkung hält also nicht ewig.
    Zum Reinigen halte ich davon allerdings nichts. Zudem greift es die Haut an.
    Zum Einmotten (mehrere Monate) ganz am Ende am besten mit speziellem Silikonöl (z.B. Debus Premium Spezial Waffenöl mit Silikon) durch dann die Waffe dann darf die auch mal länger im Schrank stehen ohne dass man was befürchten müsste. Gunnex Öl eignet sich auch zum Konservieren am Ende. Wenn richtig lange eingemottet werden soll ist natürlich Waffenfett als Endbehandlung noch besser geeignet aber das bekommt man insbesondere beim Vorderlader auch nur mit etwas mehr Aufwand wieder weg, wenn wieder geschossen werden soll.

  • Danke für eure Antworten :drink:
    Tagedieb, schön von dir wieder zu lesen :drink:


    nachdem ich alles gelesen habe, werde ich die Borebutterpatches (nachdem reinigen mit heißen Wasser) verwenden um den Lauf zu fetten/ölen, werde die Waffe damit regelmäßig (alle zwei drei Wochen, wie sonst auch) damit behandeln nach den Motto Versuch macht klug. Danach werde ich vergleichen obs was bringt. Wenn nicht naja egal, habe die Dinger für wenig Geld bekommen, werden es halt Schußplaster (Material würde sich eignen).
    Laut Hersteller sind es Cleaningspatch (hätte ich vorher schreiben können :mk: )
    Meinung eines Schützenkollegen ist: Die Dinger sind nicht übel, aber mit der Herkömmlichen Methode (ÖLpatches durchziehen) geht es auch und ist billiger und riecht nicht so unangenehm (mit den riechen hat er recht).


    zu Balistol: Das Messing es nicht so gut verträgt habe ich auch feststellen müssen. Für das Messing habe ich so Tücher, womit man es abreibt, das geht richig gut :thumbup:

    Es ist nicht immer richtig das richtige zu tun :shock:

  • zu Balistol: Das Messing es nicht so gut verträgt habe ich auch feststellen müssen. Für das Messing habe ich so Tücher, womit man es abreibt, das geht richig gut :thumbup:


    da nehm ich NevrDull aus dem Autozubehörladen, das funktioniert super und schützt auch ne gewisse Zeit

    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von erik_fridjoffson ()

  • da nehm ich NevrDullaus dem Autozubehörladen, das funktioniert super und schützt auch ne gewisse Zeit


    das geht natürlich auch :thumbup:


    Zu Balistol contra anderes Waffenöl, Also ich oder besser geschrieben meine Waffen haben mit Balistol eigentlich keine Probleme (außer das Messing)


    reinige sofort nach den schießen meine VL und alle zwei Wochen ziehe ich ein Ölpatch durch. Inwiefern ein anderes Öl länger schützt habe ich noch nicht ausprobiert :think: Dabei ist auch die Laufqualität an sich ein Thema

    Es ist nicht immer richtig das richtige zu tun :shock:

  • Zwischenreinigen mit Lösemitteln schiebt die Scheisse u.U zurück in den Zündkanal. Ich mach den Zwischenwisch mit gesetzter Ladung und Kugel, damit die Züge wieder schön scharf sind und Piston und Kanal bleiben frei. Nur so am Rande...

  • Lauf Langzeitkonservierung machen meine Vereinskollegen mit ganz normalen Motorenöl. Mir stinkt das zu sehr und deshalb nehme ich das altbewährte Ochsenklauenöl für alles. Selbst der superempfindliche Chiappa Springfieldlauf rostet damit nicht.


    Ballistol ist ganz gut als Schwarzpulverlöser im Reinigungswasser, oder aber auch als Pflastermilch (50% Ballistol 50% Wasser). Benutze es aber nur noch als Zusatz im Reinigungswasser, nachdem ich das Ochsenklauenöl (wieder-)entdeckt habe. Jojobaöl dürfte ebenfalls sehr gut geeignet sein, habe ich aber noch nicht getestet.


    Hausgemachte Borebutter (Klauenöl, BIenenwachs) nutze ich nur als Geschoss- und Pflasterfett.


    Beste Grüße!
    PS

    "No free man shall ever be debarred the use of arms. The strongest reason for the people to retain the right to keep and bear arms is, as a last resort, to protect themselves against tyranny in government. " (Jefferson)