G3 Clone - Vorteile und Nachteile der verschiedenen Modelle

  • Den zu kriegen dürfte ausgeschlossen sein, da Kriegswaffenteil

    Ich vermute mal, bei unserem geliebten (w)Affenrecht ist das wirklich so. Obwohl mir mal einer zeigen muss, wie man mit Plastikzäpfchen Krieg führt ...


    Haben wir denn hier einen, der so einen Übungsverschluss mal in der Hand hatte? Ist das wirklich so: dem fehlen die Rollen, ansonsten ist der dem echten gleich?


    Ansonsten, um das Begriffsdurcheinander zu entwirren:


    Manöverpatronen = Platzpatronen, mit dem MPG (Manöverpatronengerät) zu schießen, Waffe repetiert auch:
    http://egun.de/market/item.php?id=7169107


    Übungspatronen, haben ein Plastikgeschoss, NUR mit freiem Lauf zu schießen, kein Repetieren außer man hat diesen ominösen "Übungsverschluss":
    http://egun.de/market/item.php?id=7164452

  • Matthias Horner : Der Verschluss allein ist für Halb- oder Vollautomatik irrelevant. Der Unterschied liegt nur im Verschlussträger und in der Abzugsmechanik: der Träger hat für Vollautomaten einen Steg, der eine zusätzliche Klinke in der Abzugsmechanik betätigt und so den Hammer auslöst.
    Bei reinen Halbautomaten fehlen der Steg, die Klinke und die Mechanik zum Lösen des Hammers (die kann auch nicht wieder eingebaut werden - der Abzugskäfig ist anders und ein Original passt nicht).


    Von daher wäre es wirklich im höchsten Grade albern, wenn ein Übungsverschluss als Kriegswaffenteil gilt und so für Sportschützen ausscheiden würde, denn es würde den Sportschützen ausgerechnet die billigere und deutlich ungefährlichere Munition verbieten.


    Falls jedoch der Übungsverschluss noch einen extra Verschlussträger benötigt, wird es noch kurioser, denn der originale Vollautomatik-Verschlussträger ist frei ab 18 bei allen Militariahändlern erwerbbar!

  • Matthias Horner : ...



    ... Von daher wäre es wirklich im höchsten Grade albern, wenn ein Übungsverschluss als Kriegswaffenteil gilt ...

    Hallo @RG8Fan,

    Erstmal glaube ich kaum, dass Du @Matthias Horner den Mechanismus erklären musst. Wenn er so etwas nicht wüsste, wäre er in seinem Job wohl am falschen Platz...


    Und ob die Ergüsse des Waffengesetzes albern sind, ist eine Auffassung des Schützen/Waffenbesitzers.
    Es gibt ja jede Menge Gesetze/Bestimmungen, mit denen der LWB nicht glücklich ist.
    Nach einem verstehbaren Sinn zu suchen ist oft leider vergebene Mühe.


    Wo wir schon grad bei Kriegswaffenteilen sind:
    Nimm doch mal das Beispiel der Läufe. Montags zivile Läufe gefertigt, Di.-Fr. nur noch militärische. Technisch kein Unterschied, nur per Definition zivil oder militärisch. Den einen kannst Du in Deiner Waffe verbauen, der andere ist total bööse...
    Wie albern ist es, dass der zivile Lauf nur Pappe und keine Menschen töten kann???


    Und übrigens...
    Die Idee mit der Übungsmunition ist ganz gut. :drink:
    Da hatte ich auch schon mal d'rüber nachgedacht. Nicht nur die günstige Munition ist ein Argument dafür, man kann ( muss ) auch gleichzeitig auf kürzere Distanz trainieren, so dass z.B. ein KW-Stand geeignet wäre.


    Jens

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  • Ja für blaue Übmuni musste ein extra unverriegelter Verschluss eingesetzt werden der nicht nur unverriegelt war, sondern auch eine reduzierrte Masse hatte. 1 damit das G3 damit überhaupt repetierte 2. Damit die V0 weiter reduziert wurde. Wir haben damals mal ein paar Blaue Murmeln mit dem normalen Rollenverschluß verschossen. Ergibnis war ein total mit geschmolzenen Kunststoff zugeschmierter Lauf und die Murmeln sind unkontrolliert abgeschwirrt. Blaue Übmun wurde bis auf 50m eingesetzt, z.B. Waldkampfbahn Gebäudekampfübung etc. um die Gefährdung weiter zu reduzieren. Die Präzision war aber selbst auf 50m bescheiden, reichte für Pappkameraden als Klappfallscheiben, auf der Ringscheibe na ja so leidlich halt. 100m halte ich da für sehr ambitioniert. Da sah man die Dinger schon rein optisch Kurven fliegen ...


    Das Manöverpatronengerät dagegen war ausschließlich zum Verschießen von Knallpatronen, es hat nichts anderes gemacht als den Lauf vorne zu verschließen bzw. mit einem sehr kleinen Loch Durchlass auszustatten damit im Lauf genug Druck mit der Platzpatrone zum Repetieren aufgebaut werden konnte (das mit normalen Rollenverschluß). Es gab früher mal den ein oder anderen Unfall, so irgend so ein Depp ein MPG aufgeschraubt hatte und Munition mit Geschoss verschossen hat. Das musste natürlich unweigerlich zu einer Laufsprengung bzw. aufpilzen des Laufs führen.

  • Ja für blaue Übmuni musste ein extra unverriegelter Verschluss eingesetzt werden der nicht nur unverriegelt war, sondern auch eine reduzierrte Masse hatte.

    Super - genau das wollte ich wissen, danke! Habe mir schon gedacht, dass es nicht nur die fehlende Verriegelung ist, sondern auch noch Masse reduziert werden muss.


    Jedoch: der eigentliche Verschluss ist ohnehin das leichtere Teil - deutlich mehr Masse hat ja der Verschlussträger. Brauchte man also auch einen massereduziertet Träger, oder hat man die Masse wirklich nur im Verschluss eingespart?


    Selbst wenn - hier nun die sowohl waffenrechtliche als auch technische Frage:
    der Verschlussträger ist ja kein wesentliches Waffenteil. Dürfte der BüMa mir dort Material zur Gewichtsersparnis entnehmen, die Rollen im Verschluss weglassen - und schon habe ich einen passenden "Übungsverschluss'"?

  • Vielen Dank, 1911er. So ein Foto habe ich gesucht. Damit ist auch klar: die Masse fehlt so gut wie nur am Träger - und das ganz erheblich. Kaum sinnvoll nachzumachen.
    Aber zum Schussverhalten habe ich meist gelesen: auf 50 m ist die Trefferlage entsprechend wie .308 auf 100 m, so dass Üben damit schon Sinn macht!


    Daher: kaufen lohnt, falls a) das Teil nicht wirklich als Kriegswaffenteil gilt und b) man es überhaupt irgendwo bekommt.


    Also nochmals schönen Dank an alle, die geantwortet haben - alle technischen Fragen geklärt: das Forum hier ist wirklich Gold wert :-)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von RG8Fan () aus folgendem Grund: Sch... Tippfehler.

  • ich bin mir nicht mehr sicher, aber ich glaube der Übungsverschluß für die blaue Mun war aus Leichtmetall / Aluminium etc.

  • Der Übungsverschluss ist gewichtsmäßig abgespeckt und hat keine Rollen. Der Verschlusskopf und das Steuerstück sind ein Teil, die Flanken des Verschlussträgers sind weitgehend ausgefräst, so dass er im Gehäuse nur vorn und hinten geführt wird.
    Ich verschieße die Übungsmunition aus dem FR8 auf 50 Meter. Optimal und schulterschonend. Preis war 135 € für 1000 Patronen. Billiger geht nicht.


    Jürgen

    Diskutiere nie mit einem Idioten: Er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich dann mit seiner Erfahrung!
    ::schlag:: Wenn der Klügere immer nachgibt, dann ist er am Ende der Dumme. :wall:

  • Ich habe mal etwas in meinen Archiven gekramt und ein Bild des Übungsverschluss in der ZDv des G3 gefunden.
    507. Der Übungsverschluß (Bild 503) dient dem Verschießen von Übungspatronen 7,62 mm X 51 im Einzelfeuer und in Feuerstößen. Er wird anstelle des Verschlusses in das Gewehr eingesetzt. Gefechts- und Manövermunition kann mit dem Übungsverschluß nicht verschossen werden. Das Manöverpatronengerät darf nicht aufgesetzt sein.


    508. Der Übungsverschluß ähnelt im Aufbau dem Verschluß für das Gewehr G3. Im Gegensatz zum Verschluß verriegelt der Ubungsverschluß jedoch nicht, weil er als Masseverschluß (ohne Verriegelungsrollen) ausgebildet ist. Im Verschlußkopf ist daher an Stelle des Steuerstücks ein Kupplungsstück fest eingesetzt, das den Verschlußkopf mit dem Verschlußträger verbindet. Dieses System bewirkt den Rohrabschluß durch die Trägheit der Verschlußmasse.


    Übverschluss.jpg

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  • Nur elektronisch aus dem Intranet, also nicht dem Änderungsdienst unterliegend. Dafür hab ich auch auch TDv Teil 50.


    Jürgen :bud:

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  • Hallo zusammen.
    Ich muss mal das alte Thema hier mal wieder aufmachen.
    Ich hoffe der Lus ist noch aktiv im Forum.


    Ich habe das hsg41 von LDT und probiere im Moment a weng damit umher.


    Erstmal Supertipp den Abzug zu polieren.
    Bin mit dem Abzugsgewicht von 3.6 kg runter auf 2.3 kg gekommen.
    Hatte aber beim letzten Schießen das Problem, dass der Abzugsbügel nicht mehr ganz in seine vorderste Stellung zurück geglitten ist. Ich musste erst wieder sichern. Dadurch ist der Abzugsbügel wieder ganz nach vorne gekommen und ich konnte nach entsichern wieder schießen.
    Diese Prozedur musste ich nach jedem Schuß wiederholen.


    Daheim habe ich mir die abzugseinheit nochmal angesehen aber nichts gefunden was den Fehler erklären könnte. Irgend jemand eine Ahnung woran das liegen könnte?


    Vg pit109

  • Ich hoffe der Lus ist noch aktiv im Forum.

    Letzte Aktivität: 21. September 2017


    :think:


    Jens

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