Jetzt schlägts 13... die Polizei in Oberhausen scheint unter berauschenden Mitteln zu stehen

  • Heute komme ich aus dem Urlaub zurück und finde im Briefkasten einen Brief von der Polizei in Oberhausen, gerichtet an meinen jüngeren Sohn. Der, dazu räume ich ein, ist kein Engel und konsumiert auch schon mal einen Joint oder Wachmacher. In dem Brief steht...ich zitiere:


    Die oben genannten Umstände begründen erheblichen Zweifel an der persönlichen Eignung zum Besitz von Waffen, da Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass Sie abhängig von berauschenden Mitteln sind. Ich beabsichtige daher gegen Sie ein Waffenbesitzverbot für den Einzelfall gemäß §41 Abs. 1 Nr. 2 WaffG auszusprechen. Hierzu sollten Sie gehört werden......Darüber hinaus weise ich Sie hin, dass Sie die behördlichen Zweifel an Ihrer persönlichen Eignung.....durch Vorlage eines amts- oder fachärztlichen oder fachpsychologischen Zeugnisses..... ausräumen können. Ich bitte um Vorlage eines entsprechenden Gutachtens......... Sollten die behördlichen Zweifel nicht zerstreut werden können, werde ich gegen Sie ein Waffenbesitzverbot........aussprechen. Die hierdurch entstehenden Gebühren........haben Sie zu tragen.


    Soweit so gut, ich bin auch der Meinung, dass Leute, die ab und zu Amphetamine zu sich nehmen, auch keine Waffen besitzen sollten. Was mich aber an diesem Schreiben stört, ist die Tatsache, dass mein Sohn weder eine Waffenbesitzkarte hat, noch besitzt er Waffen, genausowenig hat er Interesse an Waffen oder am Schiessport allgemein. Sein Interesse liegt fast ausschliesslich auf dem Gebiet des Online- Spielens von Rollenspielen am PC. Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen mit der Behörde gemacht ?

  • Das Waffenbesitzverbot nach § 41 WaffG bezieht sich in Deinem Fall nicht nur auf erlaubnispflichtige Waffen, sondern auch auf erlaubnisfreie Waffen. Damit darf Dein Sohn, wenn das Waffenbesitzverbot ausgesprochen ist, auch keine freien Waffen besitzen, die man mit der Vollendung des 18. Lebensjahres erwerben und besitzen kann. z.B. Druckluftpistole mit F im Fünfeck; Schrechschuss-, Reizstoff- und Signalwaffe mit PTB im Kreis; Reizstoffsprühgeräte, Elektroschocker usw. sprich alles was eine Waffe nach § 1 Abs. 2 WaffG ist.

    Nobody is perfect..... Zum Glück kann und darf ich jeden Tag etwas dazulernen....

  • So, jetzt habe ich auch mal die Gesetzestexte gelesen. Daraus kann man schliessen, dass man gegen jeden Bürger, der regelmässig Drogen oder Alkohol konsumiert, ein Waffenverbot androhen kann, unabhängig davon, ob diese Person überhaupt irgendwelche Waffen besitzt oder auch nicht. Demnach müsste selbst der strenggläubigste Pazifist, der mit Waffen gleich welcher Art nichts am Hut hat, auf eigene Kosten ein Gutachten erbringen, dass ihm die geistige oder körperliche Fähigkeit zum Besitz von Waffen bescheinigt. So jedenfalls steht es bezüglich der Kosten für das Gutachten in dem Schreiben der Polizei. Kann das nicht bewiesen werden, so würde dann ein Waffenverbot ausgesprochen werden können, für das diese Person ebenfalls die Kosten zu tragen hat. Fazit: Ein Trinker oder Konsument von Drogen würde in jedem Fall zur Kasse gebeten werden, egal, ob diese Person nun Waffen besitzt oder als Pazifist aus tiefster Seele verabscheut. Deutschland, deine Gesetze sind echt zum ::kotze.:: !!!

  • und wie kommen die jetzt darauf deinen Sohn anzuschreiben? Ist er "Auffällig" geworden? Mich wundert, dass ihm nicht gleich der Führerschein, eine eventuelle Vaterschaft, bestimmte Berufe etc. verboten werden. Stimme dir zu: langsam engen die Gesetze (allerdings nicht nur in DE) die Bürgerrechte gewaltig ein.

    "Ich fürchte nicht die Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern die Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten"
    Theodor Adorno

  • Hört sich jetzt so an als wenn der kleine Engel schon mal wegen BTM auffällig geworden ist .

    " Ich rieche die Sau und atme tief ein , dann bin ich mir sicher auf der Jagd zu sein "

  • Stimmt, er ist auffällig geworden. Er wurde letztes Jahr im Februar bei einem Fahrraddiebstahl erwischt, schwänzte immer wieder die Schule und vom Gericht wurde ihm ein Betreuer zur Seite gestellt. Wegen dem Fahhraddiebstahl wurde ein Jugendarrest von 14 Tagen gegen ihn verhängt. Sein Betreuer hat ihn mehrfach zum Drogentest mitgenommen, wo auch festgestellt wurde, dass er gelegentlich ( am Wochenende ) Amphetamine zu sich nimmt. Hin und wieder auch mal Cannabis. Ich bin auch wirklich dafür, dass hierfür bestraft werden muss. Was ich jedoch nicht verstehen kann ist, dass man jemanden, der keinerlei Waffen besitzt, auch keine Luftpistole, Schlagstock oder anderes, und auch nicht mit Gewaltdelikten auffällig wurde, mit einem Waffenverbot droht. Mir wäre es ja egal, aber die Kosten für ein Gutachten, bzw. ein Waffenverbot müsste ich ja tragen, weil der Junge ja noch zur Schule geht. In meinen Augen wäre es das gleiche, als wenn ein Trinker, der nur mit Bus und Bahn fährt, mittels Gutachten beweisen müsste, geeignet zum Führen eines Kraftfahrzeugs zu sein. Und das, nicht zu vergessen, auf eigene Kosten ! Ich habe mittlerweile im Internet recherchiert und Waffenverbote immer nur im Zusammenhang mit Waffendelikten gefunden. Wie dem auch sei, am Montag schalte ich einen Rechtsanwalt ein, wir sind ja rechtsschutzversichert.

  • ganz nachvollziehen kann ich dieses prophylaktische Vorgehen auch nicht. Waffenverbot könnte man ja immer noch aussprechen wenn er eine WBK beantragen sollte.

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    Theodor Adorno

  • Da sieht wohl ein äußerst eifriger Polizeibeamter in deinem Sprößling einem Schwerkriminellen heranwachsen und meint deswegen schon mal präventivmaßnahmen verordnen zu müssen .

    " Ich rieche die Sau und atme tief ein , dann bin ich mir sicher auf der Jagd zu sein "

  • Also wenn du den Text original abgeschrieben hast, lese ich folgendes:
    Gegen deinen nicht-gesetzeskonformen Sohn soll ein Waffenverbot ausgesprochen werden (meiner Meinung nach zurecht! Wer regelmäßig Ampf oder Gras zu sich nimmt, sollte keinen Umgang mit jeglicher Art von Waffen haben!!!). Sollte dein Sohn aber dagegen vorgehen (heißt hier: eine Waffe besitzen wollen, egal ob PTB Waffe, Luftgewehr, Softair, etc.) muss er auf eigene Kosten ein Gutachten vorlegen - so wie der Besoffene auch zum Idiotentest muss wenn er seinen Führerschein wegen Trunkenheit im Verkehr verloren hat und dieses Gutachten auch selber bezahlen muss.


    Für mich ist die Maßnahme der OberhauserPolizei vollkommen in Ordnung - ein Drogenkonsument braucht keine Waffen in seinem Besitz!!!


  • Für mich ist die Maßnahme der OberhauserPolizei vollkommen in Ordnung - ein Drogenkonsument braucht keine Waffen in seinem Besitz!!!


    Da gebe ich dir teilweise Recht, hatte beruflich mit Konsumenten häufig Probleme gehabt. Allerdings sollte man die Kirche im Dorf lassen. Wenn der Sohnemann nicht gewalttätig ist/war würde eine Entziehung und regelmäßige Kontrolle durch einen Betreuer, meiner Meinung nach mehr bringen. Wenn der Sohnemann dann reifer und weg von den Zeug ist, und er möchte sich ein Pferfferspray kaufen um sich zu verteidigen, wäre dies i.O. für mich. Allerdings einige 100 Euro für ein Gutachten dafür ausgeben zu müssen, wäre unfair! Die sollten lieber ihn die Richtung weisen, statt seine Zukumft zu verbauen. Baut er dann richtig Mist, wäre ein Waffenverbot für mich aber i.O.


    Wir waren früher auch nicht nur Lämmchen, oder?

    Es ist nicht immer richtig das richtige zu tun :shock:

  • Hallo Ich-bins,


    ich bin vollkommen deiner Meinung. Aber der Punkt, worum es geht ist, dass er zum einen überhaupt keine Waffen besitzt und auch nicht den Gedanken hat, eine Besitzkarte zu beantragen, da er keinerlei Interesse an Waffen hat. Wenn dieses Vorgehen rechtmässig wäre, dann müsste ja jeder, der mit Drogen in Kontakt gekommen wäre, oder von dem bekannt ist, dass er regelmässig Alkohol trinkt, einen Nachweis erbringen, dass er körperlich und psychisch geeignet für den Besitz von Waffen ist. Also auch jeder, der nichts mit Waffen zu tun hat, sei es der katholische Pfarrer oder die Aufseherin vom Mädchenpensionat, jeder. Und all diese Leute wären gezwungen, entweder die Kosten für ein Gutachten oder das Waffenverbot zu tragen. Auf der anderen Seite unternimmt die Polizei nichts, obwohl sie weiss, dass er gelegentlich Drogen konsumiert. Dann heisst es, dass man aufgrund der geringen Menge oder wegen " Eigengebrauch " nichts unternehmen kann. Tut mir leid, aber hier soll nur ein unbescholtener Bürger wie ich "gef..!$%..t" werden, da ich letztlich die Kosten zu tragen habe.

  • Hallo Ich-bins,


    ich bin vollkommen deiner Meinung. Aber der Punkt, worum es geht ist, dass er zum einen überhaupt keine Waffen besitzt und auch nicht den Gedanken hat, eine Besitzkarte zu beantragen, da er keinerlei Interesse an Waffen hat.



    Klingt jetzt hart: Das läuft unter vorbeugende Maßnahmen


    Dein Sohn müsste ja erst das Gutachten erbringen wenn er sich was kaufen wollte (Teleautsch usw.) wenn er nix kauft, braucht er das Gutachten ja nicht.


    Wenn dein Sohnemann aber zum Gutachter geht und die Stellen bei ihn was fest, na dann gute Nacht. Er sollte erstmal weg von diesen Zeug kommen und dann ein Gutachten anfertigen lassen um diese Sache zu entkräften, Der Doc hört Drogenkonsument und möglicher Waffenbesitz --> da kannste dir ausmalen wie sein Urteil ausfallen wird. Hol dir aber ne Beratung von einen Rechtsanwalt der sich mit sowas auskennt (Verwaltungsrecht + Waffenrecht) mit einen normalen Anwalt wirste nicht weit kommen

    Es ist nicht immer richtig das richtige zu tun :shock:

  • Wer Drogen konsumiert sollte keinen Zugriff auf Waffen haben, das ist soweit auch richtig.
    Nur wenns darum geht, ein totales Waffenverbot auszusprechen, also auch für freie Waffen wie z.B. Luftdruck usw... finde ich das in diesem Fall nicht richtig. Ich finde es sollte hierfür einen deftigen Grund geben. Das heißt wenn er straffällig wegen einer Gewalttat in zusammenhang mit einer Waffe gewesen wäre, dann würde ich das ja verstehen.
    Aber wenns darum geht einen Menschen der Drogen konsumiert auch freie Waffen zu verbieten...also sorry, da würde die Polizei nicht fertig werden mit Verboten. Man liest fast jede Woche in der Zeitung, dass jemand mit Drogen am Steuer erwischt wurde. Dann müsste man auch diesen Menschen das Recht auf freie Waffen aberkennen.
    Nur in diesem Fall, da der Sohn ja rein gar nichts mit Waffen zu tun hat und sich offensichtlich auch nicht dafür interessiert - warum soll ihn da genau das verboten werden??? Ist doch Schwachsinn - meine Meinung ;)

  • Vielleicht hatte er ja mal bei einer seiner "Aktivitäten" bei der er erwischt wurde ein Springmesser, Butterfly, Pfefferspray, etc. dabei und deshalb jetzt das Verbot. Ich glaube nicht, dass diese Verbot ohne Grund erwägt wird. Drogen- und/oder Alkoholkonsum (in großen Mengen in Verbindung mit Straftaten) alleine reicht für ein solches Waffenverbot nicht aus - da muss schon mehr passiert sein. Wie oben schon geschrieben wurde, müsste sonst täglich vielen Leuten ein solches Verbot ausgesprochen werden.

  • Nur in diesem Fall, da der Sohn ja rein gar nichts mit Waffen zu tun hat und sich offensichtlich auch nicht dafür interessiert - warum soll ihn da genau das verboten werden??? Ist doch Schwachsinn - meine Meinung

    Das denke ich auch, ich glaube im Moment, dass die Polizei damit mir ans Zeug will und diesen Schritt geht um mir meinen Schwarzpulverschein zu nehmen und anzuordnen, dass ich keine Vorderlader mehr im Haus aufbewahren darf. Aber dem werde ich einen Riegel vorschieben, am Montag gehts zum Rechtsanwalt. Noch sind wir nicht in der DDR 2.0 und ich habe die Möglichkeit, mich gegen Behördenwillkür zu wehren. So... ich denke mal, es ist genug gesagt worden, mein Blutdruck hat sich auch wieder normalisiert, ich werde euch auf dem Laufenden halten, was da passieren wird.

  • Vielleicht hatte er ja mal bei einer seiner "Aktivitäten" bei der er erwischt wurde ein Springmesser, Butterfly, Pfefferspray, etc. dabei und deshalb jetzt das Verbot. Ich glaube nicht, dass diese Verbot ohne Grund erwägt wird.

    Ich kann Dir versichern, ein Messer / Schlagstock / Spray oder Sonstiges war nie im Spiel. Aber genug für den Moment. Ich denke, dass ein Anwalt das Beste gegen übereifrige Beamte ist. Ich halte euch auf dem Laufenden.

  • Sollten die behördlichen Zweifel nicht zerstreut werden können, werde ich gegen Sie ein Waffenbesitzverbot........aussprechen. Die hierdurch entstehenden Gebühren........haben Sie zu tragen.


    Das ist in meine Augen die absolute Sauerei.


    Das ein Gutachten bezahlt werden muß wenn man trotz der unbestritten Auffälligkeit wegen Drogen Waffen besitzen möchte finde ich völlig o.k.


    Das man aber Gebühren für ein Waffenverbot übernehmen soll obwohl man keine Waffen besitzen möchte ist doch hirnrissig.


    Da könnten ja gleich alle Männer wegen Vergewaltigung verurteilt werden weil sie die "Vorrichtung" dafür haben.


    Nach meiner Meinung in einem Rechtsstaat beides ein Unding. :wall: :wall: :wall:

  • Ich kann Dir versichern, ein Messer / Schlagstock / Spray oder Sonstiges war nie im Spiel. Aber genug für den Moment. Ich denke, dass ein Anwalt das Beste gegen übereifrige Beamte ist. Ich halte euch auf dem Laufenden.


    Hallo Zouaverifle,


    nimm Dir aber wirklich eine guten Fachanwalt für das Waffen- und Verwaltungsrecht. :think: Bist Du im Forum Waffenrecht, dann lass dich von dort beraten, eventuell ist auch das hier http://www.anwalt-suchservice.de/ eine Hilfe für dich.


    Grüsse


    czler

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    Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hingehen müssen. (Erich Maria Remarque)


    »Ein Staat ist immer nur so frei wie sein Waffengesetz.«
    Gustav Heinemann (ehemaliger deutscher Bundespräsident 1899 – 1976)

  • da er keinerlei Interesse an Waffen hat



    Dann trifft ihn das Waffenverbot sowieso nicht....? Oder?



    Und wenn er dann zum REIFEN.....Drogenfreien Bürger gereift ist...kann er eine Aufhebung seines Waffenverbotes beantragen und gut ist..? Oder?


    Meine Meinung ....Keine Waffen für Drogensüchtige...Alkoholiker....Schläger(Amtsbekannte-Verurteilte) ....Vergewaltiger....Mörder....usw.


    Und zu deiner These mit dem Alkoholiker....Wenn in Österreich ein Alkoholiker(Amtsbekannt) einen Führerschein beantragtl......wird auch im Führungszeugnis nachgesehen.......und daraufhin der Antrag Abgelehnt.


    Warum denkst du will dir die Waffenbehörde ans Fell? Ist da auch etwas vorgefallen womit du dir den Unmut der Behörde zugezogen hast?


    lg Leonardo :drink:

    "Be polite, be professional, but have a plan to kill everybody you meet."
    Maj. Gen. James Mattis



    „Vergeßt nicht, daß ein jedes Volk diejenige Regierung verdient, die es erträgt!“

    Flugblatt der Weißen Rose