Ladedaten für VL (Langwaffen)

  • Und 1 Laufband wegzunehmen ;-) .... Die Enfield 58 ist die 2 Band Version. Bei Armi Sport allerdings mit 1:66 Drall statt 1:48 wie eine PS oder PH. Ist nicht ganz so optimal, aber für meine Schießkünste allemal ok.

  • Bei uns im Verein laufen einige sehr gut mit Kugeln und zwischen 32 und 36grn. SP2

    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

  • hab mal schnell bei einem Schützen nachgefragt: 0,25mm Pflaster und 11,15mm Kugeln

    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

  • Super, ich danke dir. Werde mir mal Rundkugeln und die Schußpflaster besorgen und das Gewehr ausgiebig Testen. Die Buckskinner ist ja eher fürs Spaßschiessen gedacht und weniger für Wettkämpfe. Das Gewehr soll wohl in den USA für die Jagd verwendet werden.

  • Parker Hale Enfield 1858 2-Band
    auf 100 m sitzend aufgelegt auf Sandsack
    52 gr CH Zwo
    Artax Minie 547 gr .577 (nicht kalibriert)
    Fett Lube 206


    Im kommenden Frühjahr gieße ich meine Minie Balls selbst. Ich habe mir eine
    neue Hensel Kokille .577 540 gr zugelegt.

  • Hallo,

    mir ist eine Original-Perkussionsbüchse mit Feldkaliber 13 mm und Zugkaliber 14 mm zugelaufen. Ich möchte mal mit der Pflaster-Kugel anfangen. Welchen Kugel-Durchmesser, welche Pflasterstärke und welche Ladung verwende ich am besten ? Danke für Tips

  • Welchen Drall hat die Büchse?

    Aber unabhängig davon: Ich würde als Ausgangsladung irgendwo bei 50 Grain Schweizer Nr. 3 beginnen und sowohl stärkere als auch schwächere Ladungen testen.

    Zum Kugeldurchmesser: Pflasterstärke*2 + Kugeldurchmesser = Zugkaliber. Ich würde bei den 0,5mm tiefen Zügen aber eher ein ziemlich dickes Pflaster verwenden.

  • ...Welchen Kugel-Durchmesser und welche Pflaster-Stärke kannst Du mir empfehlen?...

    Ich bin eher so ein "primitiv-Schütze". Das heißt aber auch: Ich messe nicht, ich probiere. Erst wenn das zu einem guten Ergebnis geführt hat, messe ich, um das gefundene Ergebnis jederzeit wieder reproduzieren zu können.

    Wenn ich Pflaster-Kugel schieße, nehme ich eher dicke Pflaster (aus alten, innen angerauten Baumwoll- Hemden). Das Pflaster habe ich vorher in heißen Talg getaucht und gut ausgedrückt. Die gepflasterte Kugel muss so groß sein, das sie sich mit dem Starter mit Druck, aber ohne deutliche Gewalt in den Lauf schieben lässt und dann mit dem Ladestock mit einem Stoß bis nach unten schießen lässt.

    Sorry, genauer kann ich es Dir leider nicht sagen.

  • Welchen Kugel-Durchmesser und welche Pflaster-Stärke kannst Du mir empfehlen?

    Sammler hat die Richtung vorgegeben, es hilft nur probieren.


    Gerade bei der Pflasterkugel gibt es typischerweise keine fixen Daten.


    Der Eine schwört auf dickeres Pflaster/dünnere Kugel, der Andere umgekehrt.


    Als Anhaltspunkt Pflasterstärke mindestens in Zugtiefe ist auf jeden Fall eine gute Ausgangsposition.

    Über den Rest gibt es fast so viele Meinungen wie Schützen,

    das selbst ausprobieren bleibt Dir nicht erspart.


    Sieh es einfach als einen interessanten Teil dieses Hobbys und freue Dich, wenn Du eine gut passende Kombination gefunden hast.

    Ob es die Beste ist, wirst Du nie wissen ;)

    "Im Leben braucht man zwei Dinge - Ignoranz und Überheblichkeit

    und

    der Erfolg ist einem sicher."

    (Mark Twain)

  • Pulver-Frosch : Es gibt diesbezüglich eine recht interessante Meinung von wiederladenden Jägern:

    Durch die "Explosion" des Pulvers wird der Lauf in Schwingung versetzt. Deshalb spielen geringste Pulvermengen für optimales Treffen eine Rolle:

    Denn: Die Kugel wird durch die Unterschiede der Ladung einen Hauch mehr oder weniger beschleunigt, was dann bewirkt, dass die Kugel die Mündung

    passiert, wenn der Lauf sich in seiner Schwingung weiter links/rechts/oben/unten oder doch in der Mitte befindet.


    Für eingespannte Hinterlader konnten die mir diesen Effekt vorführen, ob das bei Vorderladern angesichts Laufverschmutzung pro Schuss etc. auch

    eine Rolle spielt, bzw. der Effekt ohnehin geringer als die Fehlertoleranz des Schützen ist, will ich nicht beurteilen. Aber vielleicht erklärt das ein Wenig,

    warum man selbst bei industriell gefertigten Läufen - wie Captain Cat richtig beschreibt - ums Experimentieren nicht herumkommt. Soo exakt identisch

    können auch industriell gefertigte Läufe nicht sein.


    Wobei ein durchaus relevanter Faktor auch rein psychologischer Natur ist. Mit Ladungen mit denen man sich selbst aus welchem Grund immer nicht wohl fühlt (zu viel, zu wenig, zu mühsam, …) wird man auch nicht treffen, auch wenn sie theoretisch geeignet sind. Aber das Unterbewusstsein spielt seine Streiche.


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Hallo, Werner,

    also , die Philosophie der wiederladenden Jäger klingt mir für Schwarzpulver doch recht gewagt. Für Nitro ist da sicher "was dran", da gibt es ja auch völlig frei schwingende Läufe. Ich bin auch an Theorien, wenn sie einigermaßen praxisbezogen sind, sehr interessiert. Aber beim Experimentieren bleibe ich doch gern"auf dem Boden". Danke für Eure Beiträge. Uwe

  • Aber beim Experimentieren bleibe ich doch gern"auf dem Boden".


    Mir ging's dabei auch nicht darum, die Vorgehensweise zu propagieren. Ich will einfach ein Gefühl dafür vermitteln, warum es keine festen Erfolgsrezepte gibt,

    welche Faktoren, an die keiner denkt, eine Rolle spielen. Weil man durch einen offenen Zugang zum Thema findet und auch besser in der Analyse der Ergebnisse wird,

    und sich nicht ausschließlich auf "Heute war ich halt schlecht" oder auch "...gut" oder "die Pulvermenge ist gut"..., fixiert, sondern auch darauf achtet, welche

    Bedingungen sich im Vergleich zu den letzten Versuchen verändert haben, welche gleich geblieben sind, … .


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • die Philosophie der wiederladenden Jäger klingt mir für Schwarzpulver doch recht gewagt. ...

    Ist sie aber (auch für Schwarzpulver) nicht. Unter anderen deshalb nutzte man bei VL-Matchwaffen sehr dickwandige Läufe. Und wo das nicht ging (z.B. bei Jagdwaffen, die nicht zu schwer sein durften, den man trug sie ja auf der Pirsch durchs Revier), verwendete man geschweifte Läufe, die zur Mündung hin dicker wurden. Auch die Tatsache, dass auffällig viele Vorderlader voll (also bis zur Mündung) geschäftet sind, ist (auch!) eine Folge der Tatsache, dass man Laufschwingungen (insbesondere die Schwingungen an der Mündung) auf diese Weise dämpfen wollte.