Jagdschein als Sportschütze anstelle von WBK ?

  • Hallo,


    ich habe mir neulich auf dem Schießstand ganz stolz meinen ersten GK-Eintrag ins Schießbuch geholt. Der Schießleiter vor Ort schüttelte nur den kopf als ich mein Schießbuch gezeigt habe. ich solle doch als Sportschütze einen Jagdschein machen anstelle einer WBK, dann hätte ich nicht diese ganze Bedürfnisnachweisgeschichte und das ständige Amtstheater.


    Er kenne so viele Sportschützen die das machen und niemals auf ein Tier schießen möchten. Zudem gilt ein Jagdschein ein Leben lang und ich habe nicht diesen Zwang mit dem regelmässigen Erscheinen zum Schießtraining...



    Ich weiß natürlich dass es rechtlich und morlalisch falsch ist, als Sportschütze einen Jagdschein zu beantragen, aber hat er mit seinen Aussagen Recht ?



    Kann vielleicht einmal einer der Ahnung hat die wesentlichen Unterschiede bzgl. Beantragung, Kosten, Dauer, Bedürfnis, Gültigkeitsdauer, zulässige Waffenanzahl, Waffentyp und Waffenerwerb zwischen WBK und Jagdschein hier posten ?

    ______________________________________________________________________________________________________


  • Halte ich nichts von, wenn du Jäger werden willst dann weil du gern jagen magst. Und dazu muss man schon Lust haben und mal ganz ehrlich also ich habe keine Lust auf Jagd und ich hätte noch weniger soviel Zeug dafür zu lernen.
    Auch sind die Anfangskosten deutlich höher, sowie auch der Zeitaufwand.


    Sportschütze: Sachkunde, ein Jahr Verein, Bedürfnis (geht meist auch ohne Probleme) und fertig bis zum Eintrag in die erste WBK dauert 1 Jahr und kostet echt weniger als der Jagdschein.
    Auch muss man da echt viel mehr wissen als Sportschütze , so mal die ganzen Pflanzen, Tiere, Tierschutzgesetz, und und und... sorry wenn du Sportschütze bist dann ist dies aus meiner Sicht der falsche Weg.
    Und wo liegt das Problem bei den Bedürfnissen? Als Jäger Langwaffen ok, und nach zwei Kurzwaffen ist Schluss wo ist da der Vorteil? Nur der Antrag auf ein Bedürfnis? Ne das ist doch auch meist kein Problem und rechtfertig für mich nicht diesen Weg über den Jagdschein.

  • Hallo,



    das ist so in der Form völliger Blödsinn!


    Wie oben schon geschrieben hast du als Sportschütze eigentlich keine Probleme mit Bedürfnissen wenn du:
    1.) Dir einen passenden Verein/Verband gesucht hast, der das auch anbietet und real schießt was du möchtest
    2.) Du dem schießsport auch tatsächlich nachgehst und zumindest 18 mal im Jahr trainierst.
    3.) Du Sachkundig bist und 1 Jahr im SV Mitglied bist.


    Um an einen Jagdschein zu kommen musst du erst einmal einen Lehrgang machen. Dieser dauert je nach Typ von 2 Wochen bis zu 30/40 Wochenenden und kostet dich schon mal 2000-2500 Euro. Dafür musst du dir dann auch eine ganze Menge an Wissen aneignen, um die Prüfungen dafür zu bestehen. Die Zusätzlichen Kosten für eine WBK hast du dann eh. Da der Jagdschein dir ja nur das Bedürfnis nachweist. Auf ihn werden ja keine Waffen eingetragen oder soetwas. Um einen 3-Jahresjagdschein zu bekommen musst du dann ferner noch eine entsprechende Jagdhaftpflichtversicherung abschließen und den Jagdschein auch brav alle 3 Jahre verlängern. Sonst gibts nämlich keine Munition mehr ohne Jagdschein oder keine neue Waffe auf WBK, grün ohne Voreintrag (geht nämlich auch nur wenn der gültige Jagdschein vorgelegt wird). Bei Selbstladern bist du auf 2/3 Schüssige Waffen/Magazine beschränkt, mehr ist nicht Waidgerecht und somit für Jäger nicht zugelassen. Bei Kurzwaffen bekommst du 2 Stück, aber keine weitere.
    Von solchen Vereinen wie Jägerschaft und Heegeringen mit deren Kosten und Verpflichungen will ich mal gar nicht anfangen.


    So, nun kannst du dir mal selbst ein Bild machen, obs der Sportschütze nun einfacher und preiswerter hat als der Jäger!


    Gruß
    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Hatte ich eben noch vergessen:


    Wenn du einmal eine Gelbe Sportschützen WBK hast, brauchst du diesen "Bedürfniszirkus" ja auch nie wieder. Denn musst du nur durchlaufen für:


    1.) Kurzwaffen (als Jäger 2 mehr gibts in der Regel nicht)
    2.) Repetierflinten
    3.) Selbstladeflinten und Büchsen (als Jäger nur mit 2/3 Schuss Magazin zu erwerben sonst verboten)


    Außer beim Punkt 2, wo der Jagdscheininhaber einen Vorteil hat, hat bei allem Anderem keinen Vorteil, oder aber sogar Nachteile.


    Gruß
    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Zumal du dir dann die meisten Sportlichen Disziplinen wie z.b.Ordonanzgewehr,Dynamische Rep.und SL Flinte,Mehrdistanz, wo du mind. 5 Schuss in der Waffe benötigst von der Backe wischen kannst,da du eine Magazinbegrenzung von 2 Schuss hast.

    :lol-du: Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom ! Je weniger die Leute davon wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie.(Otto von Bismark)
    Wer nicht ab und zu mal Kind ist, ist nicht erwachsen sondern tot!
    Shooter 's World--Gun Club-- https://www.facebook.com/groups/168470479941318/
    Mitgl.Pro Legal & German Rifle Association

  • Zumal du dir dann die meisten Sportlichen Disziplinen wie z.b.Ordonanzgewehr,Dynamische Rep.und SL Flinte,Mehrdistanz, wo du mind. 5 Schuss in der Waffe benötigst von der Backe wischen kannst,da du eine Magazinbegrenzung von 2 Schuss hast.


    Genau so siehst aus!


    Ich bin immer wieder erstaunt, was für einen Schwachsinn sich manche Leute ausdenken und dann auch noch anderen (meist Anfängern) überzeugend Verkaufen.... :wall:


    Gruß
    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • ich halte den vorschlag auch für ultimativ bescheuert, muss aber zu der 2-schuss-begrenzung mal etwas anmerken: wenn man sich den entsprechenden paragraphen ansieht, wird man sehen, daß mit halbautomaten größer 2 schuss im magazin lediglich DER SCHUSS AUF WILD verboten ist. es gibt aber genügend andere fälle (jagdschutz, hund abrichten, waffe einschiessen), in welchen der jäger mit größeren magazinen schiessen darf.

    Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht!

  • Das ist DUMMNFUG! Irgendwo was aufgeschnappt und nachgeplappert!


    Bitte dafür die GESETZESQUELLE!!!


    okay, mag sein. Ich bin ja selbst kein Jäger. Aber warum steht dann in diversen Onlinekatalogen, dass es die angebotenen SL-Waffen auch zum Erwerb auf Jagdschein mit einen 2 Schussmagazin gibt?


    Schreiben diese Händler auch nur Dummfug und plappern nach? Oder habe die bei ihrer Ausbildung geschlafen?


    Gruß
    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Ich kenne auch Leute die Angst vor weiteren sinnfreien Waffenrechtsverschärfungen haben und wohl dadurch auf dem Weg zum Jagdschein sind. Das klingt zwar erst mal durch aus nachvollziehbar (zumal man unseren grünen und linken Politikern ja so fast Alles zutrauen kann, bis dahin dass die den Schützensport noch ganz verbieten), zudem dürfen Jäger auch schon mit 18 Jahren GK Waffen erwerben etc. nicht erst mit 25 wie Sportschützen!


    Aber wenn man dann nicht doch Jagen will oder sonstiges Interesse am Wild und Wald hat, glaube ich kaum, dass das der richtige Weg ist. Denn erstens ist da heutzutage verdammt viel zu lernen für die Jägerprüfung und die Sache kostet n Menge Geld, nicht nur die Lehrgänge und die Prüfung auch später noch jedes Jahr, denn dann muss man Jedes Jahr einen Jahresjagdschein lösen und einen Jagdhaftpflicht bezahlen, sonst läuft man Gefahr eben sein Bedürfnis als "Jäger" zu verlieren. Und dann sind die Waffen auch wieder weg. Denn die Prüfung und hält und gilt ein Leben lang, das Jagdbedürfnis für entsprechende Waffen nur solange man eben auch jagen will und jedes Jahr einen Jahresjagdschein löst.
    Also wenn man das schöne Handwerk des Waidmannes erlernen und ausüben möchte ab zur Jägerausbildung,
    sonst wenn man Sportschießen will, dann lieber doch in einen ganz normalen Schützenverein und in einen anerkannten Schießsportverband. Schießbücher sind zwar lästig, aber so schlimm ist das doch auch wieder nicht, zumal alle aktiven Schützen problemlos die geforderten Trainings vorweisen können um einen Bedürnisantrag durch zu bekommen.


  • okay, mag sein. Ich bin ja selbst kein Jäger. Aber warum steht dann in diversen Onlinekatalogen, dass es die angebotenen SL-Waffen auch zum Erwerb auf Jagdschein mit einen 2 Schussmagazin gibt?


    Schreiben diese Händler auch nur Dummfug und plappern nach? Oder habe die bei ihrer Ausbildung geschlafen?


    Gruß
    Frank


    Ist DAS für dich eine Gesetzliche Grundlage? Was in Online-Shops oder Kataolgen steht?

  • Grundsätzlich sollte man sich vor der Jagdscheinausbildung fragen, ob man Interesse an Jagd und Natur hat. Dazu gehört auch die ehrliche(!) Abklärung mit sich selbst, ob man in der Lage und Willens ist auf Wild zu schießen und es zu erlegen. Wenn man diese Frage für sich mit Ja beantwortet - OK ran an den Jagdschein!! Ich kann es nur empfehlen, sofern die Voraussetzungen stimmen, sprich die Frage mit Ja beantwortet wurde. Dann lohnen sich das Lernen und die erheblichen Mühen, denn einfach ist es nicht. Wer jedoch keinerlei Interesse daran hat, die rote Arbeit bzw. den Schuß auf Lebewesen ablehnt sollte lieber Sportschütze bleiben bzw. es werden, da hat er mehr Erfüllung in diesem Hobby! Abschließend weil es noch paßt, auf Jagdschein kann man durchaus auch HA LW mit größer als 2 Schuß Magazin kaufen, ich selber habe 2 mit 30 Schuß Mag., aber beim Schuß AUF Wild ist nur ein 2 Schuß Magazin erlaubt (§19 BJG sachliche Verbote), auf dem Schießstand jedoch kann ich auch die 100er Trommel nehmen sofern das technisch geht bzw. der Stand es zuläßt - die Sportschützenbegrenzung auf 10 Schuß gibt es hier nicht. Das wäre jetzt ein Vorteil im Vergleich - ob das Argument jedoch einzig und allein der Anlaß ist um den Jagdschein zu machen, muß jeder selber entscheiden.

  • Darf ich denn als Jäger denn eigentlich auch an sportlichen Wettkämpfen teilnehmen ?



    Was verursacht ein jagdschein eigentlich an jährlichen Festkosten ?


    habe ich da auch das gleiche Problem, mich vor Waffenkauf auf ein kaliber festlegen zu müssen, oder kann ich mit einem Jagdschein gleich zum Händler einkaufen gehen, was ich will (ohne Kaliber oder Längenbegrenzungen) ?

    ______________________________________________________________________________________________________


  • Die beiden Kurzwaffen beantragt man als Jäger bei der Waffenbehörde mit dem Bedürfnis: Jagdschein.
    Dann gibts die Voreinträge mit Kaliberbezeichnung.


    Die Langwaffen kauft man mit dem Jagdschein als Erlaubnis und lässt sie dann fristgerecht wie jede andere Waffe auch in die WBK eintragen.
    Der Jagdschein ist auch die Erlaubnis zum Erwerb von Langwaffenmunition


    §6 AWaffV und Erwerbsstreckungsgebot ( 2/6 ) gelten für Jäger nicht.

  • @ BalticScorpion


    Das ist eigentlich eine Grauzone, denn du darfst die Waffen nur zum Bedürfnis umfassenden Zweck nutzen. Sprich ob Jemand der NUR ein Jägerbedürfnis und keines für Sportschützen hat damit überhaupt an einem Wettkampf teilnehmen darf ist nicht ganz sicher. Es gibt allerdings auch jagdliche Wettkämpfe auf Pappscheiben.


    Jahresjagdschein gibt es für 1 oder für 3 Jahre, Kosten sind je nach Bundesland sehr unterschiedlich. Man kann für je 3 Jahre mit ca. 190 Teuronen rechnen. Dazu kommt natürlich die Jagdhaftpflichtversicherung. Aber dafür braucht es erst die Jägerprüfung, und die kann mit Vorbereitung schnell ein paar tausend Euro verschlingen, und viel Zeit zum lernen.
    jagtlich geeignete Langwaffen Repetierer oder Mehrläufige Einzellader etc. kann ein Jäger so viele Kaufen wie er meint zu brauchen, ohne Voreintrag. Für Kurzwaffen muss unter Angabe von Kaliber etc. vorher ein Voreintrag beantragt werden. Die müssen natürlich auch jagtlich tauglich sein. Ohne weitere Nachprüfung gibt es 2 davon. Eine dritte ist bei Begründung etc. z.B. eine kleinkalibrige für die Fallenjagt auch möglich.

  • volker1 :
    Nicht ganz vollständig, denn meist setzt die Teilnahme an sportlichen Wettkämpfen, die Mitgliedschaft in einem Verband voraus - VM, KM, LM etc. aber an Pokalschießen kann auch ein Jäger teilnehmen, sofern er es will bzw. die Ausschreibung es erlaubt (keine Mitgliedschaft in sportlichen Verbänden etc. fordert) Das hat nichts mit dem Bedürfnis zu tun. Es steht nirgendwo das Jagdwaffen nur und ausschließlich zur Jagd genutzt werden dürfen und der v. Bedürfnis umfaßte Zweck beinhaltet auch Wettkämpfe, sonst wäre das jagdl. Schießen nicht möglich.

  • so einfach ist das auch nicht, je nach dem wie bescheuert die das Waffengesetz auslegen. Kenne einen Jäger der auch Sportschütze ist der z.B. übelst Ärger bekommen hat, weil er seinen auf Sportschützenbedürfnis erworbenen Revolver bei der Jagd im Revier geführt hat. Obwohl er ja als Jagdscheininnhaber eine Kurzwaffe zum Selbstschutz und zur Fangschussabgabe im Revier führen darf.

  • Eine dritte ist bei Begründung etc. z.B. eine kleinkalibrige für die Fallenjagt auch möglich.

    Dafür braucht man dann auch wieder einen eigenen Kurs.
    Nur den Jagdschein des Schießens wegen zu machen, bringt nichts. Zumal einige Behörden das lösen der Jahresjagdscheine sehr eng sehen, einmal das lösen vergessen, noch ein paar Murmeln im Haus, und schon ist alles weg.
    Dewegen haben die Vereine auch immer mehr Zulauf aus Jägerkreisen.

    Mitglied bei ProLegal und FWR


    Die Wahrheit zu sagen ist ein Spiel, die Wahrheit zu erkennen ist viel, die Wahrheit zu wissen ist schwer, die Wahrheit zu ertragen ist mehr!

  • Dann muß ich leider sagen, das sie bei Euch sehr komische, um nicht zu sagen bescheuerte Ansichten bezgl.der Bedürfnis Auslegung haben!
    Ist bei uns kein Problem Sportwaffe als Jagdwaffe und umgekehrt, sofern erlaubt nach Sportordnung.Es gibt bei uns mehrere Jäger die sind beides und ich nutze auch einige meiner früheren Sportwaffen zur Jagd.Warum auch nicht mußte ich nicht alle verkaufen und neue kaufen.

  • Jagdschein anstelle WBK.....


    las mal überlegen........Walter GSP auf Jagdschein.....sieht bestimmt cool aus, so ne GSP im Holster bei ner Jagd.....oder ne IPSC Racegun mit Red Dot bzw Docter Sight drauf und allem Furz und Feuerstein. Am Besten mit IPSC Holster zur Jagd gehen.....


    Wie lange wird es wohl dauern, bis die Politiker das gerafft haben, und anfangen werden die Jäger ebenfalls weiter zu drangsalieren, wenn alle auf einmal den Jagdschein machen?


    Ich halte davon recht wenig. Wenn einer aus Überzeugung den Jagdschein macht, weil er an der Jagd an sich interessiert ist, bitteschön, dann habe ich da bestimmt keine Probleme damit, aber nur der Erhaltung der eigenen Waffen, nee, halte ich nix von.