Hilfe bei Lade- und Putzstockwahl

  • Geschoße, Pulver, Reinigung

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  • Hilfe bei Lade- und Putzstockwahl

    Guten Abend die Gemeinde.

    Ich habe eine gaaaannnnzzz wichtige Frage :D

    Ich hatte bis zum heutigen Tage seit 1 Jahr den Messing Ladestock ( der zusammenschraubbare von Frank und Onia ).

    Total beschissen das Teil... rege mich nun schon seit einem Jahr bei jedem Lade und Putzvorgang darüber auf.
    Schraubt sich immer selbstständig auseinander.

    Heute jedoch das schlimmere .... Gewinde ist vom Ladestock im Lauf abgebrochen. Nun hatte ich die Hälfte vom Stock im Lauf hängen und musste geschlagene 2 Stunden friemeln, bis ich das Teil raus hatte.... :wall:

    Hat eventuell jemand eine Idee für einen besseren Ladestock für meine Keulen ?

    VOrallem sollte auch die Länge stimmten , da ich oft mit einer 1777er schieße.

    Eventuell kennt jemand außerdem einen schicken Pistolenladestock...

    Beste beste Grüße und VORALLEM DANK
  • Wie lang ist der Lauf?

    Ich baue selber aus 8mm Alustäben und Feilenheften...


    Hab erst heute für ne Schützenschwester :D einen fertiggemacht incl. Kugelsetzer und Putzeinsatz... ebenso Starter...
    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)
  • Dito - einen 8mm starken Alustab aus dem Baumarkt, 5mm Gewinde vorne aufgeschnitten für den Stoffhalter (vorher etwas dünner gefeilt), passend zur Lauflänge abgelängt, hinten ein 8mm Gewinde geschnitten und dann einen gebohrten Feilengriff hinten aufgesetzt und verschraubt.
    Funktioniert gut und kommt auch mit strafferen Patches gut klar. :D

    Heute würde ich den Stab allerdings drehbar lagern, also einfach zwei kleine Kugellager in den Feilengriff einsetzten (mit Fostnerbohrer den Griff vorbereitet).

    Als Ladestock habe ich das ganze wiederholt, hinten aber eine Holzkugel aus dem "Künstlerbedarf" aufgesetzt.
    Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich nicht gehört habe was ich sage?
  • @snigel: kleiner Tipp: schneide kein Gewinde auf den Stab, sondern ein 5mm in den Stab und setze eine Madenschraube in 5x20mm ein. Das hat den Vorteil, auch Bürsten in 5mm Außengewinde benutzen zu können

    Wenn Du eine Drehbank hast, zwei Nuten für Seegerringe in den Stab, die dann gleichzeitig die Lager und den Stab im Griff fixieren
    Erik - the master of desaster
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  • erik_fridjoffson schrieb:

    @snigel: kleiner Tipp: schneide kein Gewinde auf den Stab, sondern ein 5mm in den Stab und setze eine Madenschraube in 5x20mm ein. Das hat den Vorteil, auch Bürsten in 5mm Außengewinde benutzen zu können
    Genau das wollte ich ihm auch sagen !

    Spätestens seit mir in meiner Anfangszeit mal das 5mm Alu Zäpfchen weggebrochen ist, weiß ich den Vorteil einer eisernen Madenschraube zu schätzen - die bricht nicht so schnell.

    Was das Material betrifft, obwohl ich auch so Teile in Alu habe und benutze - von Messing halte ich mehr, auch wenn es in der Beschaffung etwas teurer ist.

    CC
    Wer oft genug ans Hohle klopft schenkt der Leere ein Geräusch
  • Leider konnte ich meine Idee, wie man einen hölzernen Ladestock durch eine Metallseele verstärken kann, mangels handwerklicher Geschicklichkeit noch nicht realisieren.
    Als Seele wird eine Gewindestange verwendet. Diese wird in den Holzstab genau so eingebracht, wie die Mine in einen Bleistift, der aus zwei Hälften besteht, die zusammengeklebt werden. Kann man z.B. in der Sendung mit der Maus sehen.
    Oder hier beschrieben (buettner-nuernberg.de/vgbleistift2.htm) Der zusammengeleimte Stab wird dann auf der Drechselbank gerundet.

    Damit hätte man dann einen unzerbrechlichen Lade-Putzstock, der aussieht wie der Originale an der Waffe.
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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Schwarzer Mann ()

  • Ich bevorzuge Messingstäbe. Allerdings sollten sie anständig gearbeitet sein.
    Alu-Stäbe sind bei den von mir bevorzugten weicheren amerikanischen Läufen vielleicht nicht die optimale Wahl,
    da an der Oberflächlich recht hart.
    Ein drehbar gelagerter Griff erhöht den Komfort.
    besten Gruß
    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.




  • erik_fridjoffson schrieb:

    Wie lang ist der Lauf?

    Ich baue selber aus 8mm Alustäben und Feilenheften...


    Hab erst heute für ne Schützenschwester :D einen fertiggemacht incl. Kugelsetzer und Putzeinsatz... ebenso Starter...
    Huhu.. hast ne Email.

    Richtig fein wäre ein Messingladestock. Drehbar gelagerter Griff muss nicht unbedingt sein... bin da ganz anspruchslos :D

    Also wenn mir jemand einen basteln kann (habe leider keine Drehbank ...) , der wird von mir auch Endlöhnt.
    Grüße
  • Wenn ich das richtige Material bekomme, kein Problem, warte auf Eingang der Mail, dann melde ich mich..

    Hab übrigens gestern 10 Kugellager geordert :D
    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)
  • Schwarzer Mann schrieb:

    Fühlt sich niemand berufen, den Bau eines von mir skizzierten, unzerbrechlichen (Luxus-)Ladestocks zu versuchen?
    Offen gesagt, selbst wenn man es kann, so stellte sich für mich doch die Sinnfrage.

    WAS soll es bringen ?

    Für die Optik, als zierendes Element an der Waffe genügt ein Holzstock völlig.

    Zum Laden und Reinigen ist jeder Nur-Metallstab möglichst noch mit Mündungsschoner haushoch überlegen, weil selbst pflegeleichter.

    Also wäre es letztlich doch nur eine Bastelei ohne jeden praktischen Wert ?( .
    Wer oft genug ans Hohle klopft schenkt der Leere ein Geräusch
  • Captain Cat schrieb:

    Schwarzer Mann schrieb:

    Fühlt sich niemand berufen, den Bau eines von mir skizzierten, unzerbrechlichen (Luxus-)Ladestocks zu versuchen?
    Offen gesagt, selbst wenn man es kann, so stellte sich für mich doch die Sinnfrage.
    WAS soll es bringen ?

    Für die Optik, als zierendes Element an der Waffe genügt ein Holzstock völlig.

    Zum Laden und Reinigen ist jeder Nur-Metallstab möglichst noch mit Mündungsschoner haushoch überlegen, weil selbst pflegeleichter.

    Also wäre es letztlich doch nur eine Bastelei ohne jeden praktischen Wert ?( .

    Gerade WEIL der bei den Replikas mitgelieferte Ladestock im Grunde genommen nur ein Dekostück ist, gerade weil er schnell zerbrechen kann, wird er nicht verwendet.

    Wer nur mit einem großen Werkzeugkoffer laden will, ist sicher damit zufrieden. Für mich ist das aber unbefriedigend, einen Ladestock an der Waffe zu haben, der nicht verwendbar ist.
    Das ist so, wie wenn man eine antike Waffe hat, die zwar äußerlich top ist, bei der aber die Hauptfeder im Schloß fehlt. Eigentlich egal, weil ja sowieso niemand damit schießt.
    Ich hab es einfach gerne, wenn meine Sachen auch funktionstüchtig sind.
    ---------------
    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.
  • Schwarzer Mann schrieb:

    Gerade WEIL der bei den Replikas mitgelieferte Ladestock im Grunde genommen nur ein Dekostück ist, gerade weil er schnell zerbrechen kann, wird er nicht verwendet.

    Wer nur mit einem großen Werkzeugkoffer laden will, ist sicher damit zufrieden. Für mich ist das aber unbefriedigend, einen Ladestock an der Waffe zu haben, der nicht verwendbar ist.
    Das ist so, wie wenn man eine antike Waffe hat, die zwar äußerlich top ist, bei der aber die Hauptfeder im Schloß fehlt. Eigentlich egal, weil ja sowieso niemand damit schießt.
    Ich hab es einfach gerne, wenn meine Sachen auch funktionstüchtig sind.
    Also da paßt m.E. Einiges nicht recht zusammen und schon gar nicht der Vergleich mit der Feder ;) .

    Erstens sind auch Replika Ladestöcke grundsätzlich verwendbar, wenn man so lädt wie früher oft üblich, nämlich mit deutlich weniger straff gesetzter Kugel, dann tun die es genau so
    denn
    Holz war auch damals Holz und zerbrochen sind dann auch die früher gelegentlich mal - also :rolleyes: .

    Meine Replika Flinten beim Salut Schießen verwende ich übrigens seit Jahren nur mit dem Original Stab - aber da wird ja auch keine stramm geführte Kugel nach unten getrieben und die hölzernen Ladestöcke (von denen ich auch nicht weiß, ob es noch die Ersten sind) meiner originalen Büchsen machen auch keinen wesentlich anderen Eindruck als die der Replikas - Holz ist eben ein Naturprodukt, manches bricht schneller, manches nicht.

    Ohnehin gehe ich davon aus, daß damals die Ladestöcke Verbrauchsmaterial waren und bei Bedarf ersetzt wurden.

    Somit kann ich durchaus argumentieren, daß der hölzerne Ladestock auch an der Replika Waffe grundsätzlich auch zum Laden geeignet ist,
    man sich das aber sinnvollerweise nicht antut, da angefangen vom Griff und Kugellager über die Länge bis zum Mündungsschoner und natürlich der Stabilität, der externe Ladestock aus Messing oder Alu nur Vorteile hat :thumbup: .

    Alsdann
    :drink:
    Wer oft genug ans Hohle klopft schenkt der Leere ein Geräusch
  • Ladestöcke wurden früher nicht aus gesägten Stäben gedrechselt, sondern aus gespaltenen Stücken hergestellt. Damit verlief die Maserung der Länge nach.
    Zusätzlich ist es auch noch entscheidend, welches Holz man für den Ladestock verwendet. Manche Holzarten wie Hickory oder Esche sind sehr elastisch und brechen nicht so leicht.
    Und dann gab es noch Spezialbehandlungen dieses Stabes, damit er nicht so leicht gebrochen ist. Dazu gab es mal eine intensive Diskussion im American Longrifles Forum. Vielleicht finde ich die irgendwann einmal.

    Aus Wikipedia: (de.wikipedia.org/wiki/Hickory_(Pflanze))
    "Hickory (Carya) ist eine Gattung von Bäumen aus der Familie derWalnussgewächse (Juglandaceae). Die Gattung besitzt heute nur mehr in Nordamerika und Ostasien natürliche Vorkommen, ist aber in fossilen Floren aus dem Tertiär auch in Europa nachgewiesen.
    Die Hickory-Arten haben ein sehr hartes, belastbares und haltbares Holz. Das Holz ist beliebt für die Erzeugung von Werkzeugstielen (z. B. Hämmer, Beile), Bögen, Sticks, Lacrossesticks und Ähnlichem, lange Zeit auch für Ladestöcke von Vorderladern. Auch für traditionelles Barbecuewird Hickory in Nordamerika gerne verwendet. Bis etwa Mitte des 20. Jahrhunderts wurden auch Ski sowie die Schäfte von Baseball- undGolfschlägern aus Hickory gefertigt. Die Vintage-Variante des Golfsportswird deshalb Hickory-Golf genannt."
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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Schwarzer Mann ()

  • Stimmt.
    Von Alu-Lade- oder Putzstöcken wird oft abgeraten. Deshalb habe ich meine Alu-Ladestäbe mit Isolierband umwickelt.

    Am edelsten sieht natürlich ein Ladestock aus Holz aus.
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  • Schwarzer Mann schrieb:

    Von Alu-Lade- oder Putzstöcken wird oft abgeraten. Deshalb habe ich meine Alu-Ladestäbe mit Isolierband umwickelt.

    Am edelsten sieht natürlich ein Ladestock aus Holz aus.
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    Sieht dann wie Holz aus ,und der Lauf wird geschützt.....sollte man einen ALU Stab verwenden.... :thumbup:

    Vor dem Aufbringen der Folie den Alustab sehr penibel entfetten....die hält dann Bombenfest... :drink:

    lg leonardo
    Ich habe keine Vorurteile.
    Ich kann überhaupt niemanden leiden.




    „All right, they're on our left, they're on our right, they're in front of us, they're behind us...they can't get away this time.“
    Lewis B. Puller