Wie schmiert Ihr eure Waffen

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  • Ok, danke Dir.
    Die Idee, die ich habe ist, die Läufe meiner Waffen aussen mit Lanolin einzureiben wenn sie mal länger im Schrank verbleiben.
    Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hingehen müssen. (Erich Maria Remarque)

    Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes? (Berthold Brecht)
  • Na klar, kann man machen. Werde auch über Ballistol bestimmt nix Schlechtes schreiben. :sla:

    Man muss nur fairerweise sagen - bei allen Vorzügen die unser Ballistol sicher hat - es ist ein Universalöl. Ungiftig, prima, altbewährt für vielfältige, sogar innere Anwendungen. Beim Thema Rostschutz allerdings ... gibt es geeignetere Produkte. Fluid Film AS-R gehört dazu.
    Jeder Jeck is' anders.

    Uralte kölsche Weisheit
  • Mühlenbracher schrieb:

    Na klar, kann man machen. Werde auch über Ballistol bestimmt nix Schlechtes schreiben. :sla:

    Man muss nur fairerweise sagen - bei allen Vorzügen die unser Ballistol sicher hat - es ist ein Universalöl. Ungiftig, prima, altbewährt für vielfältige, sogar innere Anwendungen. Beim Thema Rostschutz allerdings ... gibt es geeignetere Produkte. Fluid Film AS-R gehört dazu.
    Ich werde wohl auf ein andere Mittel umsteigen an dem Tag an dem ich so viele Waffen horte, dass ich kein Bock mehr habe sie jedes Jahr mal einzuölen! ::happy2::

    Dann nehm ich auch lieber was zum "länger einbalsamieren".
  • Ez amal allen ernstes und im Ernst ...

    In meiner Verwandtschaft gibts Waffen, die immer wieder mal "gebraucht" werden und Waffen, die "hin und wieder" in Gebrauch genommen werden.

    Gebrauchswaffen (immer wieder verwendet) werden nach Gebrauch mit Öllappen abgewischt und weggestellt.

    Andere Waffen werden ... nach diversen Vorkommnissen ... "eingelagert". Die werden mit ölgetränkten Lappen ab- und ausgewischt, der Lauf durchgezogen und dann ...: dick mit Waffenfett eingeschmiert, der Lauf mit Fettpresse geflutet, in Ölpapier eingeschlagen und dann in die Kiste gesteckt.
    Und das können diese Waffen schon seit über 70 Jahren ab ohne "sauer" zu sein!

    Im V-fall : Sauber und rückstandslos Entfetten, abwischen, Lauf durchziehen und ... feuern.

    Die Mun. ist auch vorhanden und .. teilweise schon vor 70 Jahren in die "Box" eingelötet ... immernoch
    absolut funktionstüchtig!

    Also Bitte, nerft mich keiner mit ... was ist die beste Waffenreinigung ...
  • Also ich reinige alle meine Waffen einmal im Jahr gründlich durch und die Waffen werden auf Schäden kontrolliert, anschließend werden sie mit einen leichten Ölfilm versehen, der vor den benutzen entfernt wird.
    Zum Öl an sich, muss ich gestehen das ich kaum Unterschiede gemerkt habe, außer für die Vorderlader, da hat sich bei mir Brunox sowie Ballistol sehr gut bewehrt.
    Bin zur Zeit mehr auf den Brunoxtrip da es angenehmer riecht, Ballistol ist halt würziger im Geruch :pinch:

    Bei den Nitrowaffen merke ich kaum Unterschiede, vielleicht deshalb weil sie alle mal mehr oder weniger ausgeführt werden.
    Nach jeden schießen ziehe ich den Lauf mit VFG Filze (teuer aber gut, bei KK nur trocken) durch oder mit der Boresnake.
    Beim Revolver wird dann noch die Trommel (innen wie außen) gereinigt. Also nach ein paar min ist alles erledigt.

    Waffenreinigen und der Glaube haben viel gemeinsam, es gibt viele Wege um "glücklich" zu werden :drink:
    Es ist nicht immer richtig das richtige zu tun :shock:
  • Peppone schrieb:

    Ez amal allen ernstes und im Ernst ...

    In meiner Verwandtschaft gibts Waffen, die immer wieder mal "gebraucht" werden und Waffen, die "hin und wieder" in Gebrauch genommen werden.

    Gebrauchswaffen (immer wieder verwendet) werden nach Gebrauch mit Öllappen abgewischt und weggestellt.

    Andere Waffen werden ... nach diversen Vorkommnissen ... "eingelagert". Die werden mit ölgetränkten Lappen ab- und ausgewischt, der Lauf durchgezogen und dann ...: dick mit Waffenfett eingeschmiert, der Lauf mit Fettpresse geflutet, in Ölpapier eingeschlagen und dann in die Kiste gesteckt.
    Und das können diese Waffen schon seit über 70 Jahren ab ohne "sauer" zu sein!

    Im V-fall : Sauber und rückstandslos Entfetten, abwischen, Lauf durchziehen und ... feuern.

    Die Mun. ist auch vorhanden und .. teilweise schon vor 70 Jahren in die "Box" eingelötet ... immernoch
    absolut funktionstüchtig!

    Also Bitte, nerft mich keiner mit ... was ist die beste Waffenreinigung ...
    Hätte ich einen Waffenraum könnte ich mir das auch gut vorstellen... Für ein paar im Tresor ist mir das aber ne zu große Sauerei...
  • duffmanohyeahr schrieb:

    Hätte ich einen Waffenraum könnte ich mir das auch gut vorstellen..
    Hamma, hamma ... einen Großen sogar . :Game:
    Ich sag' dir aber nicht, wo ... :D

    Kleiner Tipp: In der nähe steht dieses Schild:
    Dateien
    • P107.jpg

      (259,27 kB, 29 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • f1176.jpg

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  • Mühlenbracher schrieb:

    Nochwas. Für mich gehört die Redensart "...Waffe kaputt geputzt!" ins Reich von Grimms Märchen, Erzählungen und Legenden.
    Man schaue Waffen mit einer nicht ganz alltäglichen Art der Zerlegung , wie etwa ein Garand oder Paradebeispiel C96 genauer an. Bei einer nicht unbeträchtlichen anzahl dieser Waffen wird sich eineausgenudelte Mündungspartie feststellen Lassen. durch die nicht koplett ausgezogene Putzbürste.

    Mitr
    Ich bin immun gegen Marketing. Aus diesem Grunde trinke ich kein Red Bull und habe keine Waffen von H+K!
  • Hoch interessant wie emotional manche hier werden wenn es um Waffenpflege geht.

    Was viele hier nicht zu unterscheiden wissen ist, Schmierung und Konservierung sind zwei komplett andere Dinge.

    Beim konservieren versucht man das Metall durch Luftausschluss vom Rosten zu hindern.
    Dazu kann man nahezu alles nehmen. Selbst Honig konserviert.

    Zum Schmieren braucht es eine gewisse Druckfestigkeit des Schmiermittels. Da ist Fett mit Abstand das Beste Mittel, da es mehr Druck aufnimmt als Öl.
    Und wer trotzdem lieber Öl nehmen möchte, der soll zumindest eines mit Feststoffen nehmen, damit der Schmierfilm auch hält.

    Zum kaputt Putzen der Waffe:
    Ich wollte letztens von einem ehemaligen Förster eine komplette "Waffensammlung" kaufen.
    Der gute Mann meinte zu mir ich müsse die Waffen dann eben noch ein bisschen putzen, nachdem ich sie gekauft habe.."
    Ich machs kurz. Die Waffen waren seit etwa 5 Jahren ungeputzt im Schrank ALLE waren verrostet, teilweise noch Tannennadeln im System.
    Die Flinten waren wie zugeklebt weil irgend ein harziges Zeugs alles verklebt hat. ALLES SCHROTT und wertlos.

    Ich habe noch nie eine Waffensammlung gesehen die wertlos wurde weil Sie ordentlich gepflegt wurde.
    Auch das Thema Verschleiss sollte man erst nehmen, eine gut geschmierte Waffe hält einfach deutlich länger als eine nicht geschmierte.

    Und wenn einer sagt" ABER ABER DER HERSTELLER SAGT...." KLAR!! Der Hersteller will auch dass du nach 5 Jahren eine neue Knarre kaufen musst.
    Die Qualität der Waffen heute ist nicht mehr so gut wie Sie das früher war, daher muss man zur Erhaltung der Waffen vernünftig schmieren.
  • SLG-Leiter schrieb:

    Was das Schmieren angeht, sollte man auch berücksichtigen, was der Hersteller vorgibt.

    Ich selber habe Brunox, Ballistol und was weis ich noch alles verwendet.
    Als richtig gut befunden habe ich das SchleTek 2in1 Gun Oil. Ein PTFE Öl.
    schletek-waffenpflege.de/schle…g-ptfe-keramik-spray.html
    Das gibt es in unterschiedlichen Gerbinden. Als Spray, in einem Ölerstift, etc.

    Nicht gut ist PTFE Fett.

    Jedenfalls nicht an Pistolen. Da habe ich selber schon Sig P226er gesehen, die mit Lupus PTFE Fett geschmiert wurden, wo der Abzug sacklangsam geworden ist. Hat also eine bremsende Wirkung gehabt
    Verwende niemals PTFE haltige Öle oder Fette bei Feuerwaffen in oder in der Nähe von Lauf, Lager oder Trommel.
    Die Teflonpartikel verbrennen bei den hohen Temperaturen und Drücken zu Flourwasserstoff. Mit etwas Luftfeuchtigkeit bildet sich Flusssäure, das greif alle Arten von Waffenstählen an. Für Luftdruck gut aber sonst nö.

    Ich verwende zum regelmäßigen Reinigen Ballistol (das einzigst alkalische Waffenöl, welches auch saure Rückstände neutralisiert sehr hautfreundlich bei der Arbeit ist etc.
    Zum Feuchtigkeit verdrängen WD40 (das verdunstet aber mit der Zeit, also nicht wirklich was zum Konservieren).
    Zum Konservieren langfristigem Schutz vor Feuchtigkeit auch im Allwettereinsatz Gunnex Waffenöl.
    Zum Schmieren entweder GunCer Waffenöl oder an ein paar Stellen auch GunCer Waffenfett.
    Firearms United firearms-united.eu/
    GRA german-rifle-association.de FJD fuerjagd.de
    ProLegal prolegal.de/
    Mitglied bei: FJD, ProLegal, BDS, SPI, FWR, DSB, NRA ^^

    "Corruptissima re publica plurimae leges" - Publius Cornelius Tacitus
  • Bergsteiger schrieb:

    Die Qualität der Waffen heute ist nicht mehr so gut wie Sie das früher war, daher muss man zur Erhaltung der Waffen vernünftig schmieren.
    Genau und deswegen redet man ja auch heute noch davon, dass man Zentralfeuerwaffen nicht trocken abschlagen soll ne... weil damals alles so toll war und heute die Waffen schlechter sind... ;)

    Schon sehr verallgemeinert und damit faktisch falsch...
  • Peppone schrieb:

    Bergsteiger schrieb:

    Die Flinten waren wie zugeklebt weil irgend ein harziges Zeugs alles verklebt hat. ALLES SCHROTT und wertlos.
    Na nee ... is' klar. :hyster:
    Schubs mir mal das verklebte, wertlose Zeugs rüber ... ich würd mich freuen drüber. :thumbup:
    Ich auch. Und wenn die soooo "Schrottig" sind, dann sind die was für einen verregneten Sonntag Nachmittag zum entspannen. :) Zerlegen, Putzen, Zusammen bauen, auf den Stand fahren und Spaß haben.
    Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hingehen müssen. (Erich Maria Remarque)

    Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes? (Berthold Brecht)
  • Neu

    pgj schrieb:

    Peppone schrieb:

    Bergsteiger schrieb:

    Die Flinten waren wie zugeklebt weil irgend ein harziges Zeugs alles verklebt hat. ALLES SCHROTT und wertlos.
    Na nee ... is' klar. :hyster: Schubs mir mal das verklebte, wertlose Zeugs rüber ... ich würd mich freuen drüber. :thumbup:
    Ich auch. Und wenn die soooo "Schrottig" sind, dann sind die was für einen verregneten Sonntag Nachmittag zum entspannen. :) Zerlegen, Putzen, Zusammen bauen, auf den Stand fahren und Spaß haben.
    Genau, machst an einem Sonntag Nachmittag mal schnell die Rostnarben weg.. so ein Blödsinn...

    Ein Gewehr gehört einfach gepflegt, wie ein Motor eben auch Öl braucht um nicht zu verschleissen braucht eine Waffe eben auch Schmierung.
    Gegen Rost muss es vor Korrosion geschützt werden, sonst geht es einfach kaputt. Das ist das Zähneputzen, ne Weile geht es ohne aber irgendwann hat man Karies. Bei den Waffen ist es eben der Rost.

    duffmanohyeahr schrieb:

    Bergsteiger schrieb:

    Die Qualität der Waffen heute ist nicht mehr so gut wie Sie das früher war, daher muss man zur Erhaltung der Waffen vernünftig schmieren.
    Genau und deswegen redet man ja auch heute noch davon, dass man Zentralfeuerwaffen nicht trocken abschlagen soll ne... weil damals alles so toll war und heute die Waffen schlechter sind... ;)
    Schon sehr verallgemeinert und damit faktisch falsch...
    Habe ich hier etwas verpasst? Die meissten Waffen sollen heute und früher nicht trocken abgeschlagen werden, da die Gefahr besteht dass der Schlagbolzen die Belasung nicht lange mitmacht. Aber wenn du dir mal den Schlagbolzen eines K98 anschaust und den mit einem von einer R93 vergleichst, dann siehst hoffentlich auch du einen Unterschied. Das Ziel heute ist eben nicht mehr das 1000 Jährige Reich sondern dem Kunden alle paar Jahre eine neue Knarre zu verkaufen.
  • Neu

    Bergsteiger schrieb:

    Habe ich hier etwas verpasst? Die meissten Waffen sollen heute und früher nicht trocken abgeschlagen werden, da die Gefahr besteht dass der Schlagbolzen die Belasung nicht lange mitmacht.
    Ja, hast Du.
    Bei etlichen Disziplinen, insbesondere den dynamischen, muß die Waffe am Ende des Durchganges trocken in Richtung des Hauptkugelfanges abgeschlagen werden bevor sie geholstert oder in die Ruheposition ("Muzzle up" u.ä.) gebracht wird.
    Einer mordernen Waffe (für Zentralfeuerüatronen) macht das nichts.
  • Neu

    Weyland schrieb:

    Bergsteiger schrieb:

    Habe ich hier etwas verpasst? Die meissten Waffen sollen heute und früher nicht trocken abgeschlagen werden, da die Gefahr besteht dass der Schlagbolzen die Belasung nicht lange mitmacht.
    Ja, hast Du.Bei etlichen Disziplinen, insbesondere den dynamischen, muß die Waffe am Ende des Durchganges trocken in Richtung des Hauptkugelfanges abgeschlagen werden bevor sie geholstert oder in die Ruheposition ("Muzzle up" u.ä.) gebracht wird.
    Einer mordernen Waffe (für Zentralfeuerüatronen) macht das nichts.
    Vor Allen Dingen: Hat man bei Striker Fire Modellen überhaupt noch Alternativen? ?(